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UPD 29/08 - 29.02.2008

Personalia und Kurznachrichten aus der Universität Augsburg


Zum Bundesverfassungsrichter gewählt

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am 15. Februar 2008 den langjährigen Augsburger Hochschullehrer Prof. Dr. Johannes Masing zum Richter des Bundesverfassungsgerichts gewählt. Masing hatte vor seinem Wechsel nach Freiburg in den Jahren 1998 bis 2007 den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg inne. Die Mitglieder der Fakultät gratulieren ihrem Kollegen und Lehrer zu der hohen Auszeichnung und wünschen ihm für sein hohes Amt alles Gute.
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In die AQAS-Akkreditierungskommission berufen

Professor Dr. Christiane Eilders, Institut für Medien und Bildungstechnologie/Kommunikationswissenschaft (christiane.eilders@phil.uni-augsburg.de), ist in die Akkreditierungskommission der "Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen" (AQAS) berufen worden. Als neues Mitglied dieser Kommission nimmt sie künftig an den Beratungen und Beschlussfassungen über die Akkreditierung von BA- und MA-Studiengängen teil.

Die Akkreditierungsverfahren dienen der Qualitätssicherung von Studium und Lehre durch Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, beruflicher Praxis und Studium. Die Akkreditierung von Studiengängen ist eines der zentralen Instrumente im Bologna-Prozess. Deutschland und die anderen Unterzeichnerstaaten der Bologna-Deklaration haben sich zum Ziel gesetzt, mit der Einführung eines gestuften Studiensystems aus Bachelor und Master mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen.
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Mit dem digita 2008 ausgezeichnet

Gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Bamberg zeichnet Prof. Dr. Klaus Maiwald (Lehrstuhl für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur, klaus.maiwald@phil.uni-augsburg.de) verantwortlich für das virtuelle Lernangebot "Mediendidaktik Deutsch", das am 20. Februar 2008 auf der Stuttgarter Bildungsmesse "didacta" in der Kategorie "Berufliche Bildung und Studium, Studium" mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis "digita 2008" ausgezeichnet wurde. Bei diesem über die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) zugänglichen Lehrangebot handelt es sich um eine Einführung in literarische, sprachliche und ästhetische Bildung unter dem Aspekt des medialen Wandels, die sich an angehende Lehrerinnen und Lehrer richtet. Studierende erhalten mit diesem handlungsorientierten und multimedialen Angebot Informationen und Hintergrundwissen zur Deutschdidaktik und zur deutschen Sprache selbst. Die neueste und jetzt mit dem "digita 2008" ausgezeichnete Version weist neue Lernmodule wie "Visuelles Zitieren" und "Fingerübungen" auf und stellt einen "Kreativraum" zur Verfügung, in dem Lerninhalte selbst eingebracht werden können.

In den Augen der digita-Jury handelt es sich bei "Mediendidaktik Deutsch" um ein hervorragend entwickeltes Lernangebot für Studierende, das weit über die Fachdidaktik Deutsch hinaus beispielgebend sei. Es vermittle den Lehrern von morgen praxisnah die didaktisch-methodischen Grundlagen, die nötig sind, um Kinder und Jugendliche mit der Komplexität von Literatur, Medien und Sprache vertraut zu machen. Diesem E-Learning-Angebot gelinge es, Sprache und Literatur multimedial, anschaulich, sinnlich und spannend aufzubereiten, um angehende Deutschlehrer zu befähigen, Medienkompetenz in Verbindung mit didaktischer Handlungskompetenz zu entwickeln.
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Geschichtsdidaktik für Ägypten

Seit dem 1. Februar 2008 ist der Ägypter Dr. Aly Kemal Aly Mebed von der Universität Assiut Gast bei Prof. Dr. Susanne Popp am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte (susanne.popp@phil.uni-augsburg.de). Finanziert mit einem neunmonatigen Stipendium der ägyptischen Botschaft in Berlin arbeitet Mebed hier an einem Forschungsprojekt zu aktivierenden Unterrichtsmethoden im Geschichtsunterricht. Sein Forschungsaufenthalt steht im Kontext der Bemühungen Ägyptens, die geschichtsdidaktische Forschung im eigenen Lande zu intensivieren, nachdem diese Disziplin an ägyptischen Universitäten einerseits noch wenig entwickelt ist, andererseits aber zunehmend die staatsbürgerliche und politische Bedeutung von Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur erkannt und anerkennt wird, mit denen sich die Didaktik der Geschichte zentral befasst.

Anlass, sich innerhalb Deutschlands die Universität Augsburg für seinen Forschungsaufenthalt auszuwählen, war für Mebed der Umstand, dass die Lehrstuhlinhaberin Susanne Popp Bundesvorsitzende der Vereinigung der deutschen Geschichtsdidaktiker(inn)en (Konferenz der Geschichtsdidaktik/KGD) und zugleich Mitglied des Vorstandes der Internationalen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik ist.
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Referentin beim Wertekongress

Prof. Dr. Eva Matthes, Lehrstuhl für Pädagogik (eva.matthes@phil.uni-augsburg.de), hat beim Wertekongress der Bayerischen Staatsregierung, der am 20. Februar 2008 mit über 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften-FH München stattfand, einen der beiden wissenschaftlichen Vorträge gehalten und als Diskutantin am Mittagspodium mitgewirkt.
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Heilbronner Professur für Augsburger Gründerberaterin

Dr. Gabriele Schäfer, Gründerberaterin am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW), hat einen Ruf auf eine W2-Professur für Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und e-business an der Hochschule Heilbronn zum 1. März 2008 angenommen.
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Mitglied im Deutschen Ethikrat

Dr. Dr. Anton Losinger, Weihbischof von Augsburg und in dieser Funktion auch Mitglied des Kuratoriums der Universität Augsburg, ist vom Deutschen Bundestag zum Mitglied des Deutschen Ethikrates gewählt worden. Losinger, der an der Universität Augsburg studiert und hier sowohl in katholischer Theologie als auch in Volkswirtschaftslehre promoviert hat, gehörte seit 2005 auch bereits dem 2001 vom damaligen Bundeskanzler Schröder eingesetzten Nationalen Ethikrat an, der nunmehr per Kabinettsbeschluss aufgelöst und durch den auf einer gesetzlichen Grundlage arbeitenden Deutschen Ethikrat ersetzt wurde. Die 26 Mitglieder des neuen Ethikrats, der Regierung und Parlament in ethischen, medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragen berät, wurden dem Bundestag zu gleichen Teilen von den Bundestagsfraktionen und der Bundesregierung zur Wahl vorgeschlagen. Losinger war einer der Kandidaten der Unions-Fraktion.
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Teilnehmerrekord beim 34. Augsburger Konjunkturgespräch

Das gemeinsam von der IHK Schwaben und dem Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg ausgerichtete 34. Augsburger Konjunkturgespräch am 21. Februar 2008 verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord: Mehr als 250 Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, unter ihnen auch die Präsidentin der IHK, Hannelore Leimer, und der Präsident der Universität Augsburg, Prof. Dr. Wilfried Bottke, nutzten die traditionsreiche Veranstaltung zum Informations- und Meinungsaustausch.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Peter Welzel (peter.welzel@wiwi.uni-augsburg.de) galt das Interesse in diesem Jahr besonders den Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Nach eine einleitenden Referat des Präsidenten des Münchener ifo Instituts, Prof. Dr. H.-W. Sinn, zur konjunkturellen Lage und aktuellen wirtschaftspolitischen Themen ging der renommierte US-amerikanische Arbeitsmarktökonom Prof. M. Burda, Ph.D., von der Humboldt-Universität Berlin der Frage nach, ob der Arbeitsmarkt mittel- und längerfristig die Achilles-Ferse der deutschen Volkswirtschaft sei. Moderiert von AZ-Chefredakteur Rainer Bonhorst diskutierten abschließend die Professoren Burda und Sinn, der Unternehmer S. Greiffenberger (Greiffenberger AG) und Staatssekretär G. Fahrenschon (Bayerisches Staatsministeriums der Finanzen), ein Volkswirtschaftsabsolvent der Universität Augsburg, unter Beteiligung des fachkundigen Publikums u. a. über Mindestlöhne, die Rolle der Agenda 2010 und die Einflussmöglichkeiten der Wirtschaftspolitik.
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Zur Ethik des Zitierens

Drei Tage lang - vom 14. bis zum 16. Februar 2008 - hatten Prof. Dr. Joachim Jacob und Prof. Dr. Mathias Mayer (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Master-Studiengang "Ethik der Textkulturen", mathias.mayer@phil.uni-augsburg.de, joachim.jacob@phi.uni-augsburg.de) ins Augsburger Tagungszentrum Haus St. Ulrich zu einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Fachtagung "Im Namen des anderen. Die Ethik des Zitierens" eingeladen. Das nur auf den ersten Blick hin schlichte Phänomen des Zitats ist immer wieder in seiner gesellschaftlichen und auch politischen Brisanz wahrgenommen worden. In der Literaturwissenschaft vor allem als Beitrag der rhetorischen Stabilisierung oder Verwerfung von Autorität interpretiert und als Kronzeuge der Intertextualität' verhandelt, wurde das Zitat hier nun einem neuen Horizont ausgesetzt, der den - mit seinen Studentinnen und Studenten auf dieser Tagung zahlreich vertretenen - Studiengang Ethik der Textkulturen' betrifft: Forschern aus dem In- und Ausland diskutierten vor interessiertem Publikum Möglichkeiten einer spezifischen Ethik des Zitierens, wobei Perspektiven zwischen Literatur-, Sprach- und Medienwissenschaftlern ebenso ausgetauscht wie zwischen Musikwissenschaft, Philosophie und Theologie. Ein Tagungsband wird die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorlegen.
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Ein Trojaner für die Informatik

Elf Künstlerinnen und Künstler waren zum Wettbewerb "Kunst am Bau" für den Neubau Angewandte Informatik auf dem Campus der Universität Augsburg eingeladen. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin für die drei Höfe des Neubaus eine
künstlerische Gestaltung zu finden. Nach dreimonatiger Bearbeitungszeit hat die Jury am 22. Februar 2008 entschieden und aus den Einreichungen den Beitrag "Trojaner" der Berliner Künstlergruppe "Inges Idee" (http://ingesidee.de) ausgewählt.

Beim "Trojaner", der im zentralen Eingangshof patziert werden wird, handelt es sich um eine rund fünf Meter hohe und gute zwei Tonne schwere Skulptur aus verschweißtem Stahlblech mit dem Umriss eines Spielzeugpferdes auf Rädern. Durch horizontale Schnitte ist die Skulptur in eine starke Rythmisierung versetzt. Die Frequenz der horizontalen Schnitte und die Maße der Versprünge entsprechen exakt der Gliederung der dahinter liegenden Gebäudefassade. Es entsteht so eine Art Camouflageeffekt, wobei die Skulptur die Struktur des Gebäudes anzunehmen scheint. Der komplexe Aufbau der Skulptur steht im Kontrast zum einfach gehaltenen Umriss des Spielzeugpferdes. Als Produktionszeit werden rund fünf Monate veranschlagt.

Alle Wettbewerbsbeträge sind vom 3. bis zum 12. März 2008 im Staatlichen Bauamt Augsburg (Dienstgebäude Alter Postweg 118, 86159 Augsburg) ausgestellt und können zu den üblichen Dienstzeiten besichtigt werden.
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Bücherspende der Otto Bihler GmbH

Die Firma Otto Bihler GmbH, Halblech, hat der Universitätsbibliothek Augsburg über den "Förderverein von Wissenschaft und Technik an Hochschulen in München e. V." 92 wissenschaftliche Fachbücher im Wert von 3.126,- Euro gespendet. Es handelt sich um Monographien aus dem Springer-Verlag mit Schwerpunkten auf Mathematik und angewandter Physik. Die Schenkung trägt dazu bei, dass die Studierenden aus Bayerisch-Schwaben umfangreiche Neuerscheinungen in ihren Studienfächern zeitnah zur Verfügung haben.
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Planet in Gefahr - WZU im Planetarium

Das Klima der Erde ändert sich - schneller als jemals zuvor. Das Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg und das Sparkassen-Planetarium der Stadt Augsburg haben zu diesem Thema ein Programm "Planet in Gefahr - Klima und Klimawandel" entwickelt. Die Show skizziert Zusammenhänge des Klimageschehens und erläutert, was uns die Klimageschichte der Erde und unserer Nachbarplaneten verrät. Bei einer Präsentation dieses neuen Programmes am Donnerstag, dem 13. März 2008, um 17.00 Uhr im Planetarium (Ludwigpassagen, Eingang Ludwigstraße 2, 86150 Augsburg) wird Prof. Dr. Armin Reller, Inhaber des Lehrstuhls für Festkötperchemie und Vorstand des WZU in die Thematik einführen. Um Anmeldung (Telefon 0821/314936, gerhard.cerny@s-planetarium.de) wird gebeten.
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Finanzprominenz trifft sich auf der RENDITE-Messe

Die von Mitgliedern des Börsenforums Augsburg e.V., eines studentischen Börsenvereins der Universität Augsburg, veranstaltete RENDITE-Messe 2008, die am 26. April in der Messe Augsburg stattfinden wird, verzeichnet bereits 2 Monate vor Eröffnung einen deutlichen Ausstellerzuwachs gegenüber 2007. Über 50 Aussteller, 20 Prozent mehr als im letzten Jahr, werden sich diesmal den Besuchern präsentieren. Besonders stark vertreten sind diesmal österreichische Institute, die mit spannenden Produkten in die Offensive gehen.

Neben den zahlreichen neuen Ausstellern konnten fast alle Unternehmen aus dem Vorjahr wieder gewonnen werden. Dies belegt die Attraktivität des Standorts Augsburgs für Finanzprodukte sowie den Erfolg der Erstveranstaltung im vergangenen Jahr. Aus nahezu allen Regionen Deutschlands sowie aus Österreich, der Schweiz und sogar aus Dubai kommen die Aussteller, um das Publikum über neue Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie interessante Produkte zu informieren.

Auch das Vortragsprogramm bewegt sich wieder auf höchstem Niveau: Neben Hermann Kutzer als Star-Gast können sich die Besucher auf weitere hochkarätige Referenten freuen. Insgesamt werden ca. 40 Fachvorträge zu allen Themen rund um die Geldanlage stattfinden. Die Deutsche Bundesbank wird wieder zum Thema Falschgeld beraten. Bei der letztjährigen Veranstaltung fand diese Beratung besonders großen Zuspruch. Angesichts der aktuellen Lage an den Finanzmärkten dürften diesmal die Experten-Vorträge zum Themenkreis Inflation, Zinsen und Geldpolitik, auf reges Interesse stoßen.

Der Eintritt zur RENDITE-Messe am 26. April 2008 von 9.30 bis 17.30 Uhr im Messezentrum Augsburg ist frei. Weitere Informationen bietet die Messe-Homepage http://www.rendite-messe.de.