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UPD 169/08 - 05.12.2008

CHE-Ranking sieht BWL-Master-Studiengänge der Universität Augsburg ganz vorn

"Finance and Information Management" und "Deutsch-Französisches Management" machen Augsburg zur Top-Adresse in der deutschen BWL-Master-Landschaft


"Derart gute Bewertungen unserer BWL-Master-Studiengänge durch deren Studentinnen und Studenten bestärken mich in der festen Überzeugung, dass eine staatliche Universität unseres Zuschnitts bei gezielter Schwerpunktsetzung auch in Konkurrenz zu hochspezialisierten und privat finanzierten Business Schools nicht nur mithalten, sondern sogar Maßstäbe setzen kann." So kommentiert Vizepräsident Prof. Dr. Alois Loidl das hervorragende Abschneiden der Universität Augsburg im ersten CHE-Ranking konsekutiver deutscher BWL-Masterprogramme, das in der aktuellen Ausgabe von "ZEIT Campus" veröffentlicht wurde.

Von den acht Universitäten - darunter St. Gallen (CH) und Maastricht (NL) - sowie den sieben staatlichen und drei privaten Hochschulen, die in diesem Ranking berücksichtigt wurden, hat die Universität Augsburg gleichauf mit der privaten EBS Oestrich-Winkel das mit Abstand beste Ergebnis erzielt. Bei allen der fünf maßgeblichen Kriterien "Praxisbezug", "Forschungsbezug", "Lehrangebot", "Übergang zum Master" sowie "Gesamturteil" wurden die beiden Augsburger Master-Programme "Finance and Information Management" und "Deutsch-Französisches Management" von ihren Studentinnen und Studenten in die Spitzengruppe und damit mit deutlichem Abstand vor ihre Mitbewerber gerankt.

Erstmals auch Masterprogramme unter der CHE-Lupe

Mit der Pilotstudie, deren Ergebnisse am 3. Dezember 2008 kompakt in "ZEIT Campus" und ausführlich unter http://www.che.de/downloads/CHE_AP115_Masterstudie_BWL_2008.pdf veröffentlicht wurden, hat das CHE erstmals nicht nur grundständige Studienangebote unter die Lupe genommen, sondern auch Masterprogramme an Universitäten, Fachhochschulen und Business Schools im Fach BWL untersucht. Ziel war es, unter mehreren Aspekten sowohl die konsekutiven Programme als auch die nicht-konsekutiven Studienangebote auf der Grundlage der Beurteilungen der Studentinnen und Studenten jeweils untereinander vergleichbar zu machen und Interessierten die Möglichkeit zu schaffen, diejenigen Master-Angebote zu identifizieren, die ihren Wünschen am nächsten kommen.

Augsburger BWL mit zwei Studiengängen an der Spitze

Bei den beiden Programmen, die der Universität Augsburg einen Spitzenplatz in diesem Ranking verschaffen, handelt es sich um die bereits 1998 bzw. 2004 eingerichteten Studiengänge "Finance and Information Management" (FIM / http://www.uni-augsburg.de/fim) und "Deutsch-Französisches Management (DFM / http://www.wiwi.uni-augsburg.de/dfm/).

Finance and Information Management

Der von der Universität Augsburg unter Federführung von Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl (Inhaber des Lehrstuhls für BWL, Wirtschaftsinformatik, Informations- & Finanzmanagement sowie Wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrums Finanz- & Informationsmanagement und Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschriften WIRTSCHAFTSINFORMATIK und Business & Information Systems Engineering) gemeinsam mit der TU München als Partnerhochschule angebotene Elitestudiengang "Finance & Information Management" (FIM) zählt zu den 15 Projekten, die bei der ersten Auswahlrunde im März 2004 aus über 300 Bewerbungen in das Elitenetzwerk Bayern (ENB) aufgenommen wurden. Erst jüngst ist die Förderung des Studiengangs durch das Elitenetzwerk Bayern bis 2015 verlängert worden. Voraussetzung hierfür war ein hervorragendes Evaluationsergebnis für die drei ersten FIM-Jahre. Für diesen durch die CHE-Studie bestätigten Erfolg seines Elite-Masterstudiengangs macht Buhl mehrere "Stellhebel" verantwortlich:

Individuelle Studienplanung

An erster Stelle nennt er die FIM-charakteristische individuelle Studienplanung, die sich an den persönlichen Zielen und Neigungen der Studierenden orientiere und darauf abziele, das Qualifikationsprofil jedes Einzelnen sinnvoll auszubauen. "Nach der Unterstützung beim Übergang in das Masterstudium ist es unser Ziel, softe und fachliche Exzellenz in den beiden Schwerpunkten Finanz- bzw. Informationsmanagement zu vermitteln. Auch bei der Wahl von Praktika und Auslandsaufenthalten leisten wir viel Unterstützung", so Buhl. Während des FIM-Studiums werden im Schnitt mehr als zwei Praktika absolviert, und über 90 Prozent der FIM-Absolventen verfügen über fachbezogene Auslandserfahrung. Zudem erhält jeder FIM-Student im Schnitt 1,5 Stipendien, mit denen er monetär und ideell weiter gefördert wird.

Intensive Betreuung in Kleingruppen

Den zweiten Stellhebel umreißt Buhl mit den Stichworten "Selektive Auswahl der Studierenden" und "Unterricht in Kleingruppen". Mit steigender Tendenz liege die Zahl der FIM-Bewerberinnen und -Bewerber von Beginn an im dreistelligen Bereich. Im zweistufigen Auswahlprozess konnten in die fünf bisherigen Jahrgänge jeweils zwischen 16 und 24 Studierende aufgenommen werden. Die Bewerbungen um einen FIM-Studienplatz kommen nur knapp zur Hälfte aus Bayern, mehr als ein Drittel aber aus dem Ausland. Die begrenzte Studierendenzahl ermöglicht eine äußerst intensive individuelle Betreuung. Zu ihr gehört auch, dass alle Veranstaltungen im FIM-Klassenverband stattfinden und der Besuch von Vorlesungen anderer Studiengänge nicht erforderlich ist.

Kooperation mit renommierten Universitäten im Ausland

Als dritten wichtigen Faktor nennt Buhl den "Zugang zum Netzwerk unserer renommierten universitären Kooperationspartner im In- und Ausland". Dank der universitären Kooperationspartner von FIM - international handelt es sich dabei u. a. um die Haskayne School of Business an der University of Calgary, die Norwegian School of Economics and Business Administration (Bergen), die University of Reading (UK) und die University of Toronto - haben FIM-Studierende die Möglichkeit, aus einem breiten Lehrangebot zu wählen und wissenschaftliches Arbeiten zu erlernen. Buhl: "Jeder FIM-Student ist an mindestens einer wissenschaftlichen Veröffentlichung beteiligt und wird dabei intensiv betreut. Es ist erfreulich, dass dieses Engagement im CHE-Ranking in den Bereichen 'Lehrangebot' und 'Forschungsbezug' gleichermaßen honoriert wird."

Enge Verknüpfung mit der Praxis

Zum Vierten verweist Buhl auf "die enge Verknüpfung mit der Praxis und auf das persönliche Mentoring durch Führungskräfte unserer Praxispartner". Den FIM-Studentinnen und -Studenten stehen qualifizierte Mentoren aus Wissenschaft und Praxis zur Seite. "Dass es uns gelingt, im CHE-Ranking auch im Bereich 'Praxisbezug' zu punkten, geht nicht zuletzt auch auf Unterstützung durch Unternehmen wie IBM, Allianz Global Investors, A.T. Kearney, BayernLB, Deutsche Bank, O2, Radeberger und UPM zurück", ist Buhl sich sicher.

"Master of Science with honors" als Qualitätssiegel

"Dank der Kooperation mit der TU München und dort insbesondere mit dem Kollegen Zagst, der Direktor des HVB-Stiftungsinstituts für Finanzmathematik an der TUM und stellvertretender Vorsitzender des FIM-Boards ist, können wir unseren Absolventinnen und Absolventen einen 'M.Sc. with honors' beider Universitäten verleihen." Auch dieses "Qualitätssiegel" trägt in Buhls Augen dazu bei, "dass unsere Absolventen hervorragende Job-Perspektiven in Wissenschaft und Praxis haben: Im Schnitt beschäftigt sich ein FIM-Student nur neun Wochen mit der Jobsuche, und die hat er durchschnittlich bereits fünf Wochen vor der Abgabe der Masterarbeit erfolgreich abgeschlossen."

Doppel-Master "Deutsch-Französisches Management"

Der Doppel-Master-Studiengang Deutsch-Französisches Management (DFM), den die Universität Augsburg gemeinsam mit der französischen Universität Rennes I anbietet, besteht erst seit 2006, baut jedoch auf einem seit 1998 bestehenden gemeinsamen Doppel-Diplom-Studiengang auf. Sprecher dieses Studiengangs auf Augsburger Seite ist Prof. Dr. Bernhard Fleischmann, Inhaber des BWL-Lehrstuhls für Produktion und Logistik. Auch er sieht für seinen Studiengang eine ganze Reihe von Erfolgsfaktoren, mit denen sich das hervorragende Abschneiden im CHE-Master-Ranking erklären lässt.

Hohe DFH-Qualitätsstandards und strenges Zulassungsverfahren

"Unser Studiengang ist von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) anerkannt und wird dementsprechend von ihr gefördert. Das", so Fleischmann, "heißt in erster Linie, dass unser Programm den strengen DFH-Qualitätsstandards entspricht, zugleich bedeutet es, dass unsere Studentinnen und Studenten von der Förderung in Form von Mobilitätsbeihilfen in der Auslandsphase des Studiums unmittelbar profitieren." Weiterhin werden die Studierenden durch ein strenges Zulassungsverfahren ausgewählt, das Einzelgespräche mit jedem Bewerber sowie die eingehende Prüfung seiner fachlichen und sprachlichen Qualifikation einschließt. Fleischmann: "Damit ist sichergestellt, dass unsere Studentinnen und Studenten eine sehr hohe Motivation für das deutsch-französische Studium mitbringen. Die weit überdurchschnittlichen Noten, die sie erzielen, sind ebenso ein Beleg dafür wie die sehr geringe Abbrecherquote, die unter vier Prozent liegt."

Interkulturelle Kompetenz

Als drittes DFM-Plus offensichtlich ist die starke interkulturelle Kompetenz, die der Studiengang aufgrund seiner Struktur vermittelt: Das zwischen beiden Partner-Universitäten abgestimmte Curriculum sieht für alle Studierenden das erste Studienjahr an der Universität Augsburg, das zweite an der Universität Rennes vor und führt zu den Master-Abschlüssen beider Universitäten (Doppel-Master).

Breites Lehrangebot bei intensiver Betreuung

Die Studierenden können an beiden Universitäten aus einem breiten Angebot regulärer Lehrveranstaltungen in der Landessprache auswählen, die sie gemeinsam mit den einheimischen Studierenden besuchen. Gleichzeitig aber werden sie in der kleinen DFM-Gruppe durch die Programmbeauftragten, Mitarbeiter und Tutoren besonders intensiv und individuell betreut. "Dies", vermutet Fleischmann, "ist sicherlich mit verantwortlich für unser gutes Abschneiden bei den Kriterien 'gesamte Studiensituation' und 'Lehrangebot'."

Theorie in Augsburg, Praxis in Rennes

Für das gleichermaßen hervorragende Ergebnis unter den Gesichtspunkten "Forschungsorientierung" und "Praxisbezug" hat Fleischmann ebenfalls eine schlüssige Erklärung: "Die beiden Studienjahre ergänzen sich sehr gut in ihrer Ausrichtung: Das erste Jahr in Augsburg ist stärker theorie- und forschungsorientiert, das zweite Jahr in Rennes stärke anwendungsorientiert mit einem großen Anteil von Dozenten aus der Praxis und der Anfertigung der Masterarbeit im Rahmen eines Wirtschaftspraktikums."

Reibungsloser Übergang

Dass dem Doppel-Master Augsburg-Rennes auch ein reibungsloser Übergang ins Masterstudium attestiert wird, wundert Fleischmann nicht: "Für die Zulassung setzen wir einen Bachelor-Abschluss oder einen herkömmlichen Diplom-Abschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen Fach voraus. Von den deutschen Bewerbern kommen rund 50 Prozent aus anderen Universitäten, insbesondere aus anderen deutsch-französischen Studiengängen mit Wirtschaftswissenschaft nur im Nebenfach. Im Auswahlverfahren, besonders im Bewerbungsgespräch, stellen wir fest, ob der Bewerber fachlich ausreichend qualifiziert ist, und sprechen ggf. eine Zulassung mit Auflagen oder Empfehlungen für die Vorlesungen im ersten Semester aus." Seit Beginn des laufenden Wintersemesters bietet die Universität Augsburg neue Bachelor-Studiengänge in BWL und VWL an, in denen bereits die Studienrichtung Deutsch-Französisches Management mit einem Studienjahr in Rennes gewählt werden kann und die einen geradezu idealen Übergang zum anschließenden DFM-Doppel-Master gewährleisten werden.

Ausbau des wirtschaftswissenschaftlichen Master-Spektrums

Aufbauend auf den genannten neuen Bachelor-Studiengängen wird die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg ihr Angebot an konsekutiven Master-Programmen in den nächsten Jahren konsequent ausbauen. Neben Master-Studiengängen in Informationsorientierter Betriebswirtschaftslehre und Informationsorientierter Volkswirtschaftslehre ist auch ein Master in Planung, der an den Bachelor-Studiengang "Global Business Management" anschließen wird.
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Weitere Informationen:

Prof. Buhl und Prof. Fleischmann Die beiden Professoren Hans Ulrich Buhl (links) und Bernhard Fleischmann zeichnen verantwortlich für die beiden Programme, die die Augsburger BWL im ersten CHE-Master-Ranking an die Spitze gebracht haben.

 


Ansprechpartner FIM:

Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl
Telefon 0821/598-4141
hans-ulrich.buhl@wiwi.uni-augsburg.de

Ansprechpartner DFM:

Prof. Dr. Bernhard Fleischmann
Telefon 0821/598-4044
bernhard.fleischmann@wiwi.uni-augsburg.de
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Fotos zu dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news292713