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UPD 171/08 - 14.12.2008

Universität Augsburg baut ihre Russland-Beziehungen aus

Neue Kooperationsvereinbarungen in den Bereichen Erziehungs- und Rechtswissenschaft mit der Universität Omsk und der Wirtschafts- und Handelsuniversität Moskau


Die Universität Augsburg baut ihre Russlandbeziehungen aus und wird künftig enger mit der Staatlichen Universität Omsk sowie mit der Staatlichen Wirtschafts- und Handelsuniversität Moskau kooperieren. Entsprechende Vereinbarungen wurden am 11. Dezember 2008 anlässlich des Besuchs einer Delegation unterzeichnet, der auch Repräsentanten der Staatlichen Universität für Finanzen und Wirtschaft Moskau, der Pädagogische Universität Orenburg und des Staatlichen Management-Instituts Orenburg angehörten.

Erziehungswissenschaftliche Kooperation mit Omsk

Die neue Vereinbarung zwischen der Universität Augsburg und der Universität Omsk sieht eine Kooperation insbesondere im Bereich der Schulpädagogik und verwandter Fachgebiete vor. Hier sollen die bereits bestehenden Kontakte einzelner Einrichtungen beider Universitäten gefördert und ausgebaut werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem interkulturellen und interdisziplinären Wissenstransfer. Struktur erhält die Kooperation durch ein künftig regelmäßiges gemeinsames akademisches Jahresprogramm beider Universitäten.

Trilaterale Zusammenarbeit in der Juristenausbildung

In der zweiten Vereinbarung, die am 11. Dezember unterzeichnet wurde und an der neben Augsburg und Omsk auch die Staatliche Wirtschafts- und Handelsuniversität Moskau beteiligt ist, bekräftigen die drei Partner in der Perspektive eines gemeinsamen rechtwissenschaftlichen Masterprogramms ihre Absicht, die jeweiligen Lehrpläne so aufeinander abzustimmen, dass für Jura-Studentinnen und -Studenten aus Augsburg, Omsk und Moskau die Möglichkeit eröffnet wird, an jeder der drei Universitäten einen akademischen Abschluss zu erwerben.

Deutsch-Russisches Symposium über Ökonomie, Ethik und Bildung

Der Augsburg-Besuch der russischen Delegation, der neben den Rektoren bzw. Prorektoren der fünf vertretenen Universitäten u. a. mehrere Dekane und Lehrstuhlinhaber sowie zwei Abgeordnete der Moskauer Staatsduma angehörten, war Programm-Bestandteil eines dreitägigen Deutsch-Russischen Symposium über "Ökonomie, Ethik, Bildung", zu dem die Bayerische Staatskanzlei in Verbindung mit dem Verein Internationaler Bildungs- und Ethiktransfer Bayern e. V. und der Universität Augsburg ins Bildungszentrum Wildbad-Kreuth der Hanns-Seidel-Stiftung eingeladen hatte. Neben den russischen Professorinnen und Professoren referierten dort Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Augsburg, Eichstätt und München.

Rahmen für die Unterzeichnungen der beiden Vereinbarungen an der Universität Augsburg war ein Empfang durch die Universitätsleitung. Bayerns neuer Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, der zeitlich parallel seinen ersten Besuch an der Universität Augsburg abstattete, nutzte die Gelegenheit, um die Delegation aus Russland auch persönlich willkommen zu heißen und dabei die Bedeutung internationaler Wissenschaftskooperationen zu betonen.

Ausbau der Russland-Beziehungen

Die beiden am 11. Dezember unterzeichneten Vereinbarungen erweitern das Spektrum der Russlandbeziehungen der Universität Augsburg. In deren Zentrum steht eine seit 1998 bestehende umfassende Partnerschaft mit der Universität Chabarowsk steht. Fünf fachbezogene Kooperationsvereinbarungen mit der Staatlichen Linguistischen Universität Irkutzk, der Kant Universität Kaliningrad (2008), der Staatlichen Handels- und Wirtschaftsuniversität Moskua sowie mit den Pädagogischen Staatlichen Universitäten Moskau und Orenburg sind allein in den letzten beiden Jahren hinzugekommen.
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Ansprechpartner:

Dr. Max Klopfer
Russlandbeauftragter des Präsidenten der Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5580
max.klopfer@praesidium.uni-augsburg.de