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UPD 131/10 - 25.06.2010

Am 28. Juni 2010 im Colloquium Augustanum:

Der Bildungsreformer Melanchthon

Der Würzburger Theologe Prof. Dr. Horst F. Rupp über die Bedeutung des Reformators für die Herausbildung unserer "Wissensgesellschaft


Augsburg/StP/KPP - Anlässlich dessen 450. Todestags widmet das Institut für Europäische Kulturgeschichte sein Colloquium Augustanum in diesem Semester dem Reformator, Humanisten und Bildungsreformer Philipp Melanchthon. Im vierten Vortrag der Reihe spricht am Montag, dem 28. Juni 2010, Prof. Dr. Horst F. Rupp (Universität Würzburg) unter dem Titel "Auf dem Weg in die Moderne" über Philipp Melanchthon und seine Bildungsreform.

Philipp Melanchthon, der "Mann an Luthers Seite", steht meistens im Schatten des großen Reformators. Zu Unrecht, wie ein objektiver Blick in die Geschichte belegt, denn die Reformation wurde maßgeblich von Melanchthon mitgeprägt. Rupp wird in seinem Vortrag nachzeichnen, wie gerade Melanchthons Bildungsbemühungen dazu beitrugen, der neuen religiösen Bewegung bis in die Gegenwart hinein eine nachhaltige Wirkung zu verleihen.

Denn Melanchthon hat - und hier war er ganz Schüler des Humanismus - auf die Bildung des Einzelnen gesetzt. Er gründete Schulen und reformierte die Universitäten im Geiste der Reformation, was der neuen religiösen Bewegung eine dauerhafte Dynamik verlieh. Bereits im 16. Jahrhundert galt sinngemäß ein Satz, der in dieser Form allerdings erst im 19. Jahrhundert formuliert wurde: "Wer die Schule hat, der hat die Zukunft!" Und heute sprechen wir wie selbstverständlich davon, dass unsere Gesellschaft eine "Wissensgesellschaft" geworden sei. Ein zentrales Fundament für diese Entwicklung ist, wie Rupp in seinem Vortrag zeigen wird, von Philipp Melanchthon gelegt worden.

Zum Referenten:

Horst F. Rupp, geb. 1949, studierte ab 1969 Evangelische Theologie, Psychologie, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Erlangen und Zürich. Nach dem Staatsexamen 1980 war er zunächst Akademischer Rat a. Z. an der Universität Bamberg, von 1983 bis 1985 dann im gymnasialen Schuldienst. Im Jahr 1985 folgte die Promotion an der Universität Erlangen. Rupp lehrte anschließend an der RWTH Aachen sowie den Universitäten Bamberg und Koblenz-Landau. 1993 habilitierte er sich an der Universität Frankfurt am Main. Seit dem WS 1993/94 hat er den Lehrstuhl für Evangelische Theologie II mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Julius-Maximilians Universität Würzburg inne.

Der Vortrag von Professor Rupp beginnt am Montag, dem 28. Juni 2010, um 18.15 Uhr im Hörsaal III des Großen Hörsaalzentrums (Gebäude D, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg). Der letzte Vorträge in der Melanchthon-Reihe des Colloquium Augustanum findet am 12. Juli statt.
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Ansprechpartner:

Dr. Stefan Paulus, IEK, Telefon 0821/598 - 5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de