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UPD 247/10 - 02.12.2010

25 Jahre Kanada-Studien an der UniversitätAugsburg

Als eines der führenden Zentren der Kanadistik im deutschsprachigen Raum feiertdas Institut für Kanada-Studien der Universität Augsburg sein Jubiläum vom 8. biszum 11. Dezember 2010 mit einer interdisziplinären Konferenz zum Thema "Migration - Regionalization - Citizenship: Canada and Europe in Comparative Perspective". / Pressegespräch vor der Konferenzeröffnung am 8. Dezember um 18.15 Uhr


Augsburg/KPP - Mit einer internationale Konferenz zu Fragen von Bürgerschaft und Migration in Kanada und Europa feiert das Institut für Kanada-Studien der Universität Augsburg vom 8. bis zum 11. Dezember 2010 sein 25-jähriges Bestehen. In vier Sektionen und zehn Sitzungen diskutieren kanadische, österreichische und deutsche Experten den Zusammenhang zwischen Migration und gesellschaftlicher wie politischer Integration unter kultur- und sozialwissenschaftlichen Aspekten. Begleitet wird die Konferenz von dem Treffen der Alumni des Instituts und einer Literaturlesung kanadischer Autoren zum Thema.

Die vier Sektionen der englisch- und französischsprachigen Konferenz sind - mit insgesamt 19 Vorträgen - den Themen "Migration", "Citizenship", "Regionalization" und - in Form einer Podiumsdiskussion - "Regional Studies - The State of the Art" gewidmet (ausführliches Programm: http://www.uni-augsburg.de/institute/kanada/pdf-files/Program-25yIKS.pdf).

Eröffnung am 8. Dezember mit dem Botschafter Kanadas

Bei der Eröffnungsveranstaltung am 8. Dezember ab 19.00 Uhr im Hörsaal 2001 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Universitätsstraße 24, 86159 Augsburg) sprechen neben dem amtierenden Präsidenten der Universität Augsburg, Prof. Dr. Alois Loidl, und dem Direktor des Instituts für Kanada-Studien, Prof. Dr. Rainer-Olaf Schultze, der Botschafter Kanadas in Deutschland, Dr. Peter M. Boehm, als Repräsentant der Délégation générale du Québec à Munich Dr. Charles Viliers, und als Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Ministerialdirektor Dr. Friedrich W. Rothenpieler. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Randall Hansen, Ph. D., vom Munk Centre der University of Toronto.

Pressegespräch vor der Eröffnungsveranstaltung

Botschafter Dr. Peter M. Böhm und voraussichtlich auch Dr. Charles Viliers werden auch bei einem Pressegespräch anwesend sein, zu dem die Universitätsleitung und die Leitung des Instituts für Kanada-Studien die Vertreterinnen und Vertreter der Medien unmittelbar vor der Eröffnungsveranstaltung einladen. Das Pressegespräch beginnt um 18.15 Uhr im Senatssaal der Universität Augsburg (Universitätsstraße 2 / Gebäude A).

Autorenlesung am 10. Dezember in der Neuen Stadtbücherei

Am Freitag, dem 10. Dezember, wird das wissenschaftliche Programm durch eine öffentliche Lesung zweier kanadischer Autoren in der Neuen Stadtbücherei Augsburg (Ernst-Reuter-Platz, 86150 Augsburg, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt frei) ergänzt. Was sie aus ihren Werken vortragen, haben Larissa Lai and David Chariandy unter den gemeinsamen Titel "Hope and Delusion in 21st Century Canada" gestellt.

25 Jahre Kanada-Studien an der Universität Augsburg

Die Jubiläumskonferenz "Migration - Regionalization - Citizenship: Canada and Europe in Comparative Perspective" setzt eine lange Reihe interdisziplinärer wissenschaftlicher Symposien fort, die das Institut seit seiner Gründung im Jahr 1985 kontinuierlich veranstaltet hat - als eine der vielfältigen Aktivitäten, auf die das Institut ebenso zufrieden zurückblicken kann, wie auf seine Erfolgsbilanz in den universitären Kerngeschäften Forschung und Lehre.

Auch die Alumni des Instituts feiern

Ein wesentlicher Aspekt dieser Erfolgsbilanz ist nicht zuletzt die imposante Zahl "Ehemaliger", die aus Anlass des 25. Institutsgeburtstags und der Jubiläumskonferenz zu einem Alumi-Treffen nach Augsburg eingeladen sind. "Wissenschaft und Journalismus, aber auch das betriebs- und volkswirtschaftliche Management sind einige der Berufsfelder, in denen unsere ehemaligen Studentinnen und Studenten bzw. wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute erfolgreich tätig sind", so Schultze. Auf Anhieb und ohne Anspruch auf Vollständigkeit fallen ihm dabei z. B. Elmar Schafroth und Martin Kuester ein: der eine Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der andere Professor für Anglistik/Literaturwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg; oder Angelika E. Sauer, die heute als Professorin am Department History and Geography der Texas Lutheran University forscht und lehrt; oder auch Dr. Ralf Borchert, den es in den Journalismus verschlagen hat, und den jeder Bayern 2- oder Bayern 5-Hörer als BR-Korrespondenten in London kennt.

Kanadistik mit den Schwerpunkten Sprache/Literaturen und Geschichte/Gesellschaft

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des also auch unter dem Gesichtspunkt seines berufsqualifizierenden und karrierebereitenden Anspruchs höchst produktiven Augsburger Instituts für Kanada-Studien kommen aus der Politikwissenschaft? und der Soziologie, aus der Geschichtswissenschaft?, aus der Anglistik und der Romanistik sowie aus der Geografie und der Rechtswissenschaft. Das regelmäßig durch kanadische Gastwissenschaftler bereicherte kanadistische Lehrangebot des Instituts kann dementsprechend mit den Schwerpunkten "Sprachen und Literaturen" bzw. "Geschichte und Gesellschaft" wahrgenommen werden. Ab dem Wintersemester 2011/12 wird dieses Lehrangebot die Form eines ausgeprägten Kanadistik-Schwerpunkts in dem neuen kultur- und sozialwissenschaftlichen Masterstudiengang "Nordamerikastudien" haben. Für hochqualifizierte Studierende steht ein projektbezogenes Programm der Graduiertenförderung mit drittmittelfinanzierten Doktorandenstipendien zur Verfügung.

Breites Spektrum kanadabezogener Forschungsthemen

Die ebenfalls häufig drittmittelfinanzierten und in den Reihen "Kanada-Studien" und "Canadiana Romanica" dokumentierten Forschungen der Institutsmitglieder widmen sich im Bereich der Geografie den Themen Demographie und Immigration sowie der Sozial- und Wirtschaftsentwicklung Kanadas; im Bereich der Philologien insbesondere dem Verhältnis von Sprache, Literatur und nationaler Identität; im Bereich der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Geschichte schließlich liegt der Schwerpunkt auf Untersuchungen zur politischen Integration im Spannungsfeld von Föderalismus und Regionalismus, zum Wandel politischer Repräsentation und zur Verfassungsreformpolitik in Kanada sowie zur Kontinentalisierung in Nordamerika.

Dokumentation und Kooperation

Mit dem Institut für Kanada-Studien und der über das Institut laufenden Förderung der kanadischen Regierung konnte sich die Universitätsbibliothek Augsburg in den letzten drei Jahrzehnten zu einem Standort der deutschlandweit größten Canadiana-Sammlungen entwickeln. Der Gesamtbestand umfasst rund 20.000 Bände bei einem jährlichen Zuwachs von knapp 1.000 Bänden. Auch bei der deutsch-kanadischen Wissenschaftskooperation und mit Blick auf den deutsch-kanadischen Studierendenaustausch nimmt das Augsburger Institut durch seine engen Partnerschaftsbeziehungen mit der University of British Columbia, der Carleton University und der Université Laval eine Schlüsselposition ein. Voraussetzung hierfür sind nicht zuletzt die regelmäßige Organisation von Konferenzen und die Mitarbeit des Instituts in Institutionen wie dem International Council for Canadian Studies oder der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) oder der Stiftung für Kanada-Studien, in dessen Kuratorium Instituts-Direktor Schultze Vorsitzender ist und deren Verwaltung vom Institut besorgt wird.

Grund zum Feiern

"Unser Institut für Kanada-Studien ist 1985 als ein Joint Venture der Regierung Kanadas, des Freistaats Bayern und der VolkswagenStiftung an der Universität Augsburg auf den Weg gebracht worden", so Schultze. "Rasch haben wir uns dann zu einem der führenden Zentren der deutschen Kanadistik entwickelt. Ich meine, dass wir das damals von allen Förderern in uns gesetzte Vertrauen in den seither vergangenen 25 Jahren nicht enttäuscht haben. Und ich meine, dass das, was wir in Forschung und Lehre seither geleistet haben, was wir zum Ausbau der deutsch-kanadischen Wissenschaftskooperation beigetragen haben und was wir mit den Möglichkeiten der Wissenschaft - und nicht zuletzt auch durch unser Engagement für den bilateralen Austausch von Studentinnen und Studenten - zu den guten Beziehungen zwischen Deutschland und Kanada und zum wechselseitigen Verständnis zwischen Deutschen und Kanadiern beigetragen haben, durchaus ein Grund zum Feiern ist."
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Die Konferenz "Migration - Regionalization - Citizenship" wird unterstützt von der Kanadischen Regierung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS), der Bayerischen Amerika-Akademie (BAA), der Neuen Stadtbücherei Augsburg und vom Staatsarchiv Augsburg.
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Konferenzhomepage:

 

http://www.uni-augsburg.de/institute/kanada/conf2010.html

 

Institutshomepage:

 

http://www.uni-augsburg.de/institute/kanada/

 

Kontakt:

Institut für Kanada-Studien
Telefon 0821/598-5177


claudia.gloeckner@phil.uni-augsburg.de

Anmeldung zum Pressegespräch bitte bis zum 7. Dezember an info@presse.uni-augsburg.de oder telefonisch unter 0821/598-2094

 

Foto zu dieser Pressemitteilung:

 

https://idw-online.de/de/news400135

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