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UPD 253/10 - 09.12.2010

Neubesetzungen an der Universität Augsburg

Prof. Dr. Peter Hofmann: Lehrstuhl für Fundamentaltheologie


Augsburg - Seit Sommer 2010 lehrt Prof. Dr. Peter Maria Hofmann Katholische Fundamentaltheologie an der Universität Augsburg. Er trat damit die Nachfolge von Prof. Dr. Klaus Kienzler an. Der gebürtige Hildesheimer lehrte zuvor an der Universität Koblenz-Landau. Als Priester war Hofmann als Seelsorger und Gemeindevorstand tätig. In seiner Forschung und Lehre widmet er sich unter anderem Aspekten der Ikonologie innerhalb der Theologie und dem Verhältnis von Liturgie und Dogmatik. Als eine von vielen fundamentaltheologischen Fragestellungen diskutiert er in seinen Vorlesungen etwa die Frage nach der Gotteserfahrung im Gebet bzw. nach den theologischen Voraussetzungen des Betens.

Vita - Prof. Dr. Peter Hofmann

Geboren wurde Peter Maria Hofmann in Hildesheim. Dort besuchte er das Bischöfliche Gymnasium Josephinum. Nach seinem Abitur 1977 studierte er Katholische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und an der Universität Würzburg. Seinem Diplom 1983 folgte ein zweimonatiges Praktikum in der Seelsorge. Als Stipendiat des Cusanuswerks folgte ein theologisches Aufbaustudium, das Hofmann 1987 mit der Promotion abschloss. Parallel dazu erfolgte von 1985 bis 1987 die Ausbildung im Priesterseminar Hildesheim. Die Priesterweihe erhielt er 1987. Von 1987 bis 1993 war Hofmann als Kaplan in Hannover tätig. Von 1990 bis 1998 unterrichtete er zudem als Religionslehrer und betreute die Aufgabe des Schulseelsorgers in Hannover. Von 1993 bis 1998 betreute er als Priester die Pfarrei St. Heinrich in Hannover. 2000 wurde Hofmann an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster zum Thema "Goethes Theologie" habilitiert. Es folgten bis 2004 Lehraufträge, außerdem bekleidete Hofmann von 2001 bis 2005 das Amt des Hochschulseelsorgers in der Hochschulgemeinde Hannover. 2004 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Katholische Theologie/Dogmatik und Fundamentaltheologie der Universität Koblenz-Landau. Zum Juni 2010 folgte er einem Ruf der Universität Augsburg auf den Lehrstuhl für Fundamentaltheologie in der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Forschung und Lehre

In der Forschung untersucht Hofmann unter anderem die Frage der bildlichen Darstellung in der Theologie. Verkürzt formuliert, geht er der Frage nach, inwieweit Theologie als Ikonologie aufgefasst werden kann? Großes Augenmerk richtet Hofmann in Lehre und Forschung gleichermaßen auf den Aspekt der Gotteserfahrung. Forschungsgegenstand ist auch der Begriff der Tradition, wie er in der Theologie von Joseph Ratzinger (Papst Benedikt der XVI) verstanden wird. Darüber hinaus stehen im Zentrum der Forschung auch Fragen zur Liturgie. So wird etwa das Verhältnis von Liturgie und Dogmatik ebenso erforscht, wie auch anhand von Reliquien die Frage von Körper und Präsenz thematisiert wird.

Publikationen (Auswahl)

A. Monographien/Ko-Autorschaften/Herausgeberschaften

Wahrheit und Tradition. Benedikt XVI. - Eine theologische Biographie (in Arbeit für 2013 / Schöningh)
Gott ist Bild. Ein fundamentaltheologischer Essay (in Vorbereitung für 2010 / Schöningh)
ChristusBild - icon + Ikone, Interdisziplinäre Wege zu Theorie und Theologie des Bildes, Beiträge zum Symposion ChristusBild" Koblenz 2007, mit Andreas Matena (Hg.),Schöningh: Paderborn 2009
Benedikt XVI. Einführung in sein theologisches Denken, Schöningh: Paderborn 2009
Joseph Ratzinger: Ein theologisches Profil, Schöningh: Paderborn 2008
Katholische Dogmatik (utb basics), Schöningh: Paderborn 2008

B. Aufsätze

Hermeneutik und theologischer Stil. Kommentar zu Joseph Ratzinger, Jesus Christus, Kap. 7: "Die Botschaft der Gleichnisse".(mit Andreas Matena),in: Helmut Hoping/Michael Schulz (Hg.), Jesus und der Papst. Ein systematisch-theologischer Kommentar zu "Jesus Christus". Herder: Freiburg i. Br. 2007
Paulus über die Erkenntnis Jesu Christi. Anmerkungen zu Phil 3,7-11.In: Bibel und Liturgie 2008, 278-281
Wunder - des aufgeklärten Glaubens ungeliebtes Kind, in Eulenfisch 1/2009, 8-13
Paramente am Körper der inszenierten Liturgie. Der liturgiewissenschaftliche Beitrag Joseph Brauns und seine Bedeutung für die systematische Theologie.In: Ludwig Tavernier (Hg.), 2009
Die Bibel als erste Erkenntnisquelle der Theologie. In: Josef Meyer zu Schlochtern/Roman Siebenrock (Hg.),Wozu Fundamentaltheologie? Zur Grundlegung der Theologie im Anspruch von Glaube und Vernunft (= Paderborner Theologiesche Studien Bd. 52). Paderborn 2010.
Kanon und Kirche: Der Schrifttext als normierte Norm. In: Wolfgang Müler u.a. (Hg.), Text und Normativität (Tagungsband zur interdisziplinären Tagung in Luzern September 2009), Luzern 2010
Offenbarung und Geschichte - Joseph Ratzingers Kommentar zu Gaudium et spes als angewandte Bonaventura-Rezeption.In: Rudolf Voderholzer (Hg.), Ratzinger-Studien Bd. 2: , Regensburg 2010

C. Lexikon-/Handbuchartikel

"Christentum" In: H. James Birx/Nikolaus Knoepffler/Stephan Lorenz Sorgner (Hg.), Wagner und Nietzsche. Kultur - Werk - Wirkung. Ein Handbuch (rowohlt enzyklopädie). Rowohlt: Berlin 2008
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Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Peter Hofmann
Lehrstuhl für Fundamentaltheologie
Universität Augsburg
Universitätsstraße 10
86159 Augsburg
Tel: +49 (0)821 / 598 - 2639
peter.hofmann@kthf.uni-augsburg.de