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UPD 32/11 - 31.01.2011

Neubesetzungen an der Universität Augsburg

Prof. Dr. Henning Höppe: Professur für Festkörperchemie und Materialwissenschaften


Augsburg/ HH/ CW - Seit Oktober 2010 hat Prof. Dr. Henning Höppe an der Universität Augsburg am Institut für Physik die Professur für Festkörperchemie und Materialwissenschaften inne. In seiner Forschung beschäftigt sich Höppe schwerpunktmäßig mit der Suche nach neuartigen optischen Materialien, die einen Beitrag zur Energieeffizienz leisten können. So arbeitet er etwa an der Entwicklung effizienter Leuchtstoffe für Plasma-Bildschirme. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich von Leuchtstoffen für weiße Leuchtdioden sowie die Beschichtung von Solarzellen.

Vita - Prof. Dr. Henning Höppe

Henning Höppe wurde 1972 in Nürnberg geboren. Nach seinem Abitur 1992 leistete er seinen Grundwehrdienst im bayerischen Traunstein. Daran schloss sich bis 1998 ein Studium der Chemie an der Universität Bayreuth. 2003 wurde Höppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit summa cum laude promoviert. Ein DAAD-Stipendium ermöglichte ihm im Anschluss an seine Promotion einen einjährigen Forschungsaufenthalt in England an der Universität Oxford. 2006 wurde der Chemiker mit dem Eugen-Graetz-Preis (Freiburg) ausgezeichnet. Das 'Liebig-Stipendium des Fonds der Chemischen Industrie' nutzte Höppe 2006 - 2010 für Forschungen an der Universität Freiburg. Im Wintersemester 2009 nahm er eine Lehrstuhlvertretung für Anorganische Chemie an der Humboldt-Universität Berlin wahr. Im Mai 2010 wurde er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg habilitiert. Zum Wintersemester 2010 folgte Höppe dem Ruf an das Institut für Physik der Universität Augsburg als Professor für Festkörperchemie/Materialwissenschaften.

Forschung und Lehre

Im Mittelpunkt der Forschung stehen Struktur-Eigenschafts-Beziehungen, die sich mit oxidischen und nicht-oxidischen Festkörperverbindungen der Gruppen 13-15 im Periodensystem in Verbindung mit Erdalkalimetallen, Übergangsmetallen und insbesondere Seltenerdelementen beschäftigen. Ziel dieser Arbeiten sind neue seltenerddotierte oxidische Wirtsverbindungen für optische Anwendungen (z. B. Leuchtstoffe). Erst die genaue Kenntnis der Kristallstruktur einer untersuchten Verbindung erlaubt eine gewisse Syntheseplanung zur Herstellung denierter Verbindungen mit den jeweils gewünschten Eigenschaften. "Ein besonderer Schwerpunkt liegt deshalb auf der Synthese sauberer Proben, der Kristallzucht geeigneter Einkristalle und insbesondere der Strukturaufklärung mittels Röntgendiffraktometrie", so Höppe.

Seltenerddotierte Wirtsmaterialien für optische Anwendungen

Gegenwärtig konzentriert sich die Erforschung neuer Leuchtstoffe auf zwei Hauptschwerpunkte. Zum einen eignen sich Verbindungen dreiwertiger Seltenerdionen (SE3+) zur Herstellung von sog. Quantumcutter-Materialien, die ein hochenergetisches UV-Photon absorbieren und mehrere Photonen sichtbaren Lichts emittieren. Zum anderen sind zweiwertige Seltenerdionen wie Eu2+ herausragende Dotierungs-Kandidaten für die Synthese neuer klassischer Fluoreszenzfarbstoffe, die ein UV-Photon absorbieren und sichtbares Licht emittieren.

Forschung im Bereich Neue optische Materialien

Aktuell beschäftigt sich die Arbeitsgruppe von Höppe mit der Suche nach neuartigen optisch interessanten Materialien, die einen Beitrag zur Energieefzienz leisten. Themenschwerpunkte sind Mehrfarben-Leuchtstoffe für weiße Leuchtdioden, Upconversion-Materialien für die Beschichtung von Solarzellen sowie Quantenteiler-Leuchtstoffe für Xe-Damp\u-1278ßampen. Die untersuchten Stoffsysteme sind Seltenerd- und Erdalkalioxoverbindungen (Phosphate, Borate, Fluorophosphate, Thiophosphate). Ebenso werden auch Phasenübergänge im Festkörper bei niedrigen Temperaturen (z. B. kommensurabel- inkommensurabel) charakterisiert.

Darüber hinaus beschäftigt Höppe sich mit efzienten Leuchtstoffen für Plasma-Bildschirme. "Momentan weite ich unsere Forschungsaktivitäten auf Derivate aus, die Übergangsmetalle in höchsten Oxidationsstufen enthalten (z. B. Wolframate), um neuartige Sensibilisatoren für optische Anwendungen zu erschließen. Ein weiteres Arbeitsgebiet werden seltenerddotierte anorganisch-organische Hybridmaterialien bzw. Szintillatormaterialien sein."

Publikationen (Auswahl)

Ausgewählte Publikationen an denen Höppe beteiligt ist, finden sich unter nachfolgenden Links.

http://www.ak-hoeppe.de/index.php?option=com_content&;view=article&id=59&Itemid=61

oder

http://www.researcherid.com/ProfileView.action?queryString=KG0UuZjN5WnuLTcugkGTwkA%252FOFeyA72DFcNLkL7%252BVsY%253D&;Init=Yes&SrcApp=CR&returnCode=ROUTER.Success&SID=Y1fmc3aFGnMaJleikgL

 

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Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Henning Höppe
Institut für Physik
Universität Augsburg
Universitätsstraße 1
86159 Augsburg
Tel: +49 821 / 598 - 3033
Fax: +49 821 / 598 - 5955
henning.hoeppe@physik.uni-augsburg.de