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UPD 237/11 - 04.12.2011

Ausstellung:

Schillernder Abgang

Vom 7. Dezember 2011 bis zum 11. Januar 2012 präsentieren acht Kunstpädagogik-Absolventinnen Arbeiten aus ihrer Studienzeit / Vernissage ist am 6. Dezember ab 18.00 Uhr


Augsburg/GN/KPP - Es wird das letzte Mal sein, dass die Lehramtsabsolventinnen und -absolventen des Augsburger Lehrstuhls für Kunstpädagogik - wie jedes Semester - ausgewählte Werke, die während ihres Studiums entstanden sind, "in der Schillstraße" ausstellen. Der Titel der jetzt anstehenden Ausstellung - "Schillernder Abgang" -verweist nicht zuletzt auch auf den nun unmittelbar bevorstehenden Umzug der Augsburger Kunst- und Musikpädagogik vom im Norden Augsburgs gelegenen Universitätsstandort "Schillstraße 100" auf den Campus im Süden der Stadt.

Beim "Schillernden Abgang", der vom 7. Dezember 2011 bis zum 11. Januar 2012 also noch in der Schillstraße 100 zu sehen sein wird, zeigen Lena Bastian, Elena Bilchinski, Elena Formato, Eva Maria Reisach, Katrin Schmid, Tanja Schwän, Hanna Stark und Ulrike Weilbacher ein breites Spektrum an bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten von der Grafik über die Malerei bis zur Bildhauerei und Produktgestaltung.

Bei der Vernissage am 6. Dezember um 18.00 Uhr werden nach einem Grußwort der Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Constanze Kirchner Dr. Christiane Schmidt-Maiwald und Gregor Nagler in die Ausstellung einführen. Die Ausstellung wird dann bis zum 11. Januar 2012 im Foyer der Schillstraße 100 laufen und (außer an Feiertagen) montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen sein.
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Ansprechpartner:

Gregor Nagler
Telefon 0821/598-2943
gregor.nagler@phil.uni-augsburg.de
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Zu den ausstellenden Absolventinnen

Lena Bastian studiert seit 2006 Grundschullehramt mit Kunstpädagogik im Hauptfach. Ihren Fokus im praktischen Arbeiten legt sie auf die großformatige Malerei, bei der sie Ambivalenzen der bildnerischen Mittel sowie der dargestellten Objekte auslotet. Insbesondere fasziniert sie die äußere Erscheinung und Konsistenz tierischen Fleisches, das Abstoßende und doch zugleich malerisch Reizvolle. Durch expressive Malweise und die Natur übersteigernde Farbigkeit findet sie bildnerische Zeichen, die auch eine symbolische Ebene öffnen. Darüber hinaus schlägt sich ihr Interesse für Körperlichkeit in der Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt nieder - in zahlreichen Aktzeichnungen wie auch im plastischen Bereich. Hier thematisiert Lena Bastian nicht nur das Motiv "Fleisch", sondern auch das menschliche Individuum.

Elena Bilchinski studiert seit dem Wintersemester 2006/07 an der Universität Augsburg Kunstpädagogik für Lehramt Realschule. Im Rahmen ihres praktischen Kunststudiums liegt ihr Schwerpunkt auf der Zeichnung und der Malerei. Dabei wird von ihr nicht nur der Mensch in Alltagssituationen thematisiert. Auch seine alltäglichen Gebrauchsgegenstände und architektonische Fragmente als Ergebnisse menschlichen Schaffens und bestimmende Aspekte menschlicher Existenz beschäftigen sie. Dies findet unter anderem bei ihren Grafiken und kleinformatigen Plastiken Ausdruck. Im Bereich des plastischen Gestaltens arbeitet sie mit Pappmache und Ton.

Elena Formato studiert seit dem Wintersemester 2007/08 Lehramt für Realschule mit der Fächerkombination Englisch und Kunst. Im Laufe des Studiums fand sie - neben flächigen Gestaltungsmitteln und der analogen Fotografie - vermehrt Gefallen an den räumlichen Werkstoffen Ton und Holz. Hierbei beschränkt sie sich im Bereich Keramik anfangs auf figürliche Gestaltungsformen, setzt sich aber bald auch mit abstrakten Formgebungen auseinander und schafft dadurch neue ästhetische Spannungsfelder. Im Bereich Holz bildet das konstruktive Bauen einen Schwerpunkt, wobei sowohl bespielbare Objekte als auch Schmuckreliefs entstehen.

Eva Maria Reisach studiert seit 2007 Kunstpädagogik, Mathematik und Physik für das Lehramt an Realschulen. Im Laufe ihres Kunstpädagogikstudiums setzt sie sich mit einem breiten Spektrum an Techniken und Materialien sowohl plastisch als auch in der Fläche auseinander. Ausgehend von einem intensiven Studium des Akts und der Figur wird das Sujet Mensch, insbesondere die Beziehung zwischen Mann und Frau, zur vorherrschenden Thematik in ihren Arbeiten. Die Begeisterung für die Gestaltungsmöglichkeiten des Tiefdrucks, vor allem für die Ätzradierung und die Aquatinta, zeigt sie in mehrfarbigen Drucken, in denen sie mit dem Kontrast zwischen Linien und Flächen spielt. Ihren künstlerischen Schwerpunkt legt sie auf das plastische Gestalten, wobei die Bearbeitung des Materials Glas, der konstruktive Holzbau und die Plattentechnik im Bereich der Keramik zentral sind. Es entstehen kubistisch anmutende Figuren, die durch eine reduzierte und abstrahierte Formensprache gekennzeichnet sind. Diese klaren und nüchternen Formen stehen im Gegensatz zu der durch die Beziehung der dargestellten Figuren verinnerlichten menschlichen Wärme.

Katrin Schmid hat zum Wintersemester 2007/2008 in Augsburg ihr Kunstpädagogik-Studium für Lehramt Realschule begonnen. Besonderes Interesse entwickelte sie für das Fotografieren, Töpfern und Drucken. Sie zeigt unter anderem Selbstbildnisse zum Thema "Ikone und analoge Fotografie". Die nahezu identisch aussehenden Werke entstanden durch analoges Fotografieren und Aufziehen auf vorbearbeitete, lichtempfindlich gemachte Leinwände. Inhaltlich spielt sie damit auf alte Ikonendarstellungen und das Turiner Grabtuch an. Katrin Schmid beschäftigte sich intensiv mit der Entwicklung von analogen Fotographien, blieb aber nicht, wie üblich, in den bekannten kleinen Fotoformaten, sondern versuchte sich an Großformaten von bis zu einem Meter. Hierfür musste sie selbst die Oberfläche der Leinwände lichtempfindlich bearbeiten, sodass sie dieselben Voraussetzungen wie auf normalen Fotopapier hatte. Diese experimentelle Arbeit wurde auch dokumentarisch festgehalten.

Tanja Schwän studiert seit dem Wintersemester 2006 /2007 Lehramt für Grundschule mit Kunstpädagogik im Hauptfach. Ihren künstlerischen Schwerpunkt legt sie auf die Bereiche Malerei und Keramik. Dabei zeigen ihre malerischen Arbeiten meist Portraits und Landschaften in stimmungsvoller Farbigkeit. Sanfte Übergänge, feine Pinselstriche und verträumte Mimiken ihrer Figuren verbindet sie zu einem harmonischen Ganzen. Abstrahierter sind demgegenüber ihre Objekte und Gefäße aus dem Material Ton. Werke in verschiedenen Drucktechniken und aus dem Werkstoff Holz gehören ebenfalls zu ihrem künstlerischen Schaffen.

Hanna Stark studierte seit 2004 Kunstpädagogik im Hauptfach ihres Magisterstudiengangs (Abschluss 2009) und seit 2006 zusätzlich Realschullehramt in der Fächerkombination Kunst und Deutsch. Seit etwa drei Jahren beschäftigt sie sich überwiegend mit dem Thema Oktopus, das sie in ihrer favorisierten Technik, der Malerei, in meist großformatigen Acrylbildern verarbeitet. Aus der anfänglichen Faszination über die unterschiedlichen Farbschattierungen und unge-wöhnlichen Formen wurde zunehmend ein Interesse an Strukturen und an der Transluzidität tierischer Materie. Die "Farbtektonik" der Bilder repräsentiert dabei die Vielschichtigkeit der Biomasse "Oktopus".

Ulrike Weilbacher studiert seit dem Wintersemester 2006 an der Universität Augsburg Kunstpädagogik für das Lehramt an Grundschulen. Sie erprobte zunächst Techniken wie Glas, Metall oder Holz und widmete sich dann vorwiegend der Malerei und dem Material Ton in den Bereichen Gefäßkeramik sowie der figürlichen und abstrakten Plastik.