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UPD 30/12 - 31.01.2012

Jetzt vier statt bislang zwei Vertreter/innen im "Parlament der deutschen Wissenschaft"

Mit der Kommunikationswissenschaftlerin Helena Bilandzic, dem Theoretischen Physiker Ulrich Eckern, der Plasmaphysikerin Ursel Fantz und dem Klassischen Archäologen Valentin Kockel hat sich die Zahl von Wissenschaftler/innen der Universität Augsburg in den DFG-Fachkollegien verdoppelt.


Augsburg/KPP - "Die Universitätsleitung freut sich mit Ihnen über Ihre Wahl, die Sie Ihrem ausgezeichneten wissenschaftlichen Renommee verdanken", schreibt Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel in ihrer Gratulation an zwei Wissenschaftlerinnen und zwei Wissenschaftler des eigenen Hauses, die bei der Fachkollegienwahl 2011 der DFG erfolgreich waren und in den Jahren 2012 bis einschließlich 2015 im vom DFG-Präsidenten Prof. Dr. Matthias Kleiner so genannten"Parlament der deutschen Wissenschaft" Verantwortung tragen werden. Prof. Dr. Valentin Kockel, der die Universität Augsburg zusammen mit der Informatikerin Prof. Dr. Elisabeth André bereits in der letzten Amtsperiode in den DFG-Fachkollegien vertreten hat, war bei der Wahl 2011 erneut erfolgreich, die Profs. Drs. Helena Bilandzic, Ulrich Eckern und Ursel Fantz wurden neu gewählt.

Die Fachkollegien spielen eine zentrale Rolle im Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren der DFG: Sie bewerten die Förderanträge an die DFG wissenschaftlich und formulieren auf dieser Basis eine abschließende Empfehlung für die Entscheidungsgremien der DFG, die sie zudem in strategischen Fragen der Forschungsförderung beraten. Zugleich repräsentieren die Fachkollegien im Förderhandeln der DFG die wissenschaftlichen Disziplinen und regen Innovationen im Fördersystem an.

Über 100.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren vom 7. November bis zum 5. Dezember 2011 aufgerufen, durch ihr Votum die insgesamt 606 Plätze in den 48 DFG-Fachkollegien für die Jahre 2012 bis 2015 neu zu besetzen. 42.896 machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. In vier der 21 DFG-Fachkollegien, die sich auf Disziplinen beziehen, die an der Universität Augsburg vertreten sind, konnten sich ausweislich des vorläufigen Wahlergebnisses Augsburger Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler durchsetzen:

  • Prof. Dr. Valentin Kockel, seit 1995 Inhaber der Professur für Klassische Archäologie an der Philsophisch-Historischen Fakultät, bleibt für weitere vier Jahre Mitglied im zwölfköpfigen Fachkollegium 101 "Alte Kulturen", in das er bereits 2007 für eine erste vierjährige Amtsperiode gewählt wurde. Zusammen mit einem Kollegen von der Universität Freiburg vertritt er in diesem Fachkollegium weiterhin das Fach 101-04 "Klassische Archäologie".
  • Neu gewählt wurde Prof. Dr. Helena Bilandzic. Sie ist seit 2010 Inhaberin des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Rezeption und Wirkung an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Gemeinsam mit einem Kollegen von der Universität Mannheim vertritt Bilandzic fortan im insgesamt ebenfalls zwölf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zählenden Fachkollegium 111 "Sozialwissenschaften" das Fach 111-03 "Publizistik und Kommunikationswissenschaft".
  • Ebenfalls erstmals in ein DFG-Fachkollegium gewählt wurde Prof. Dr. Ulrich Eckern, der seit 1993 den Lehrstuhl für Theoretische Physik II an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät innehat. Im insgesamt 13 Physikerinnen und Physiker umfassenden Fachkollegium 307 "Physik der kondensierten Materie" vertritt er zusammen mit einer Kollegin von der Universität Frankfurt am Main und zwei Kollegen von der TU Dresden und vom Karlsruher KIT das Fach 307-02 "Theoretische Physik der kondensierten Materie".
  • Prof. Dr.-Ing. Ursel Fantz schließlich macht das Augsburger "Quartett" in den DFG-Fachkollegien komplett: Fantz leitet seit 2008 kommissarisch den Augsburger Lehrstuhl für Plasmaphysik, seit 2010 auch den Bereich Technologie des MPI für Plasmaphysik München. Erstmals gewählt, bildet sie in den kommenden vier Jahren zusammen mit fünf Kollegen des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Universitäten Bochum, Jena und Frankfurt am Main sowie der TU Ilmenau das nicht weiter differenzierte Fachkollegium 308 "Optik, Quantenoptik, Physik der Atome, Moleküle und Plasmen".

Im Interesse der Wissenschaft, der DFG und der Universität Augsburg

Nach der für Mitte Februar 2012 zu erwartenden Mitteilung des endgültigen Wahlergebnisses an den Senat der DFG werden sich die neu besetzten Fachkollegien in ihren jeweiligen ersten Sitzungen im Frühjahr 2012 konstituieren und ihre Arbeit aufnehmen. "Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement", meint Präsidentin Doering-Manteuffel gegenüber ihren vier gewählten Augsburger Kolleginnen und Kollegen, "erweisen Sie nicht nur der Wissenschaft im Allgemeinen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Besonderen einen großen Dienst, sondern auch der Universität Augsburg, die sehr von einer zahlreichen Vertretung Augsburger Wissenschaftler in den Gremien der DFG profiziert. In dieser wissenschaftspolitisch bedeutenden Position sichern Sie die Qualität der Förderverfahren der DFG und tragen einen nicht unerheblichen Teil zur Selbstverwaltung der Wissenschaft bei."
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Mehr zur DFG-Fachkollegienwahl 2011: http://www.dfg.de/fk-wahl2011