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UPD 215/12 - 13.12.2012                                 Meldung als pdf

Colloquium Augustanum am 17. Dezember 2012

The Day after Tomorrow

Der Münchner Amerika‐Historiker Dr. Christoph Mauch über den kollektiven Umgang mit Naturkatastrophen in den USA


Mauch_updAugsburg/StP/KPP Nachdem im letzten Vortrag der amtierende Direktor des Deutschen HistorischenInstituts Washington, Prof. Dr. Hartmut Berghoff, über die Geschichte der Korruptionsbekämpfung in den USA, folgt am 17. Dezember 2012 der zweite Teil eines kleinen "USA Blocks" im Colloquium Augustanum: Prof. Dr. Christoph Mauch, von 1999 bis 2007 Vorgänger Berghoffs als Leiter des DHI Washington und jetzt Professor für Amerikanische Kultur, Sozial und Politikgeschichte und Transatlantische Beziehungen an der Ludwig-Maximilians-Universität München, spricht unter dem Titel "The Day after Tomorrow" über den Umgang der US-Amerikaner mit Naturkatastrophen. Beginn ist wie immer um 18.15 Uhr im HS III des Großen Hörsaalzentrums (Gebäude C, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg). Der Eintritt ist frei.

Die USA werden häufiger von tödlichen Naturkatastrophen heimgesucht als irgendein europäisches Land. Im Westen des Landes sind es die Erdbeben und "wildfires", im Mittleren Westen die Tornados, im Süden die Dürrekatastrophen und im Südosten und an der Ostküste die tropischen Wirbelstürme oder Hurrikans, die mit großer Regelmäßigkeit und enormer Verwüstungskraft über den Kontinent hinwegfegen. Einige wenige Katastrophen – wie das Dust Bowl Desaster der 1930er Jahre – haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Amerikaner eingegraben. Dagegen wurden andere vergessen oder verdrängt, weitere im Nachhinein positiv umgedeutet und als Chance zur Neuordnung begriffen.

Die Fragen, die sich daraus ergeben und deren Beantwortung sich Christoph Mauch im Colloquium Augustanum widmen wird: Gibt es eine speziell amerikanische Katastrophenkultur? Warum fasziniert sich Hollywood für Katastrophen? Woran liegt es, dass manche Katastrophen in Vergessenheit geraten, andere dagegen permanent fortzuleben scheinen? Und welche Lehren können aus vergangenen Katastrophen für die Zukunft gezogen werden?

Zum Referenten

Prof. Dr. Christof Mauch, geb. 1960, studierte Literaturwissenschaften, Philosophie, Geschichte und evangelische Theologie an der Eberhard‐Karls‐Universität Tübingen, Humanities und Religious Studies in London (King’s College und Leo‐Baeck‐College), sowie an der Universität von Salamanca. 1984 gründete Mauch den Universitas Verlag Tübingen (UVT), den er bis 1996 auch führte. Im Jahr 1990 promovierte er in Tübingen mit einer Arbeit über den Schweizer Schriftsteller Kurt Marti. 1998 folgte an der Universität zu Köln die Habilitation im Fach Neuere Geschichte. Von 1999 bis 2007 leitete Mauch das Deutsche Historische Institut in Washington. Seit 2007 ist er Professor für Amerikanische Kultur‐, Sozial‐ und Politikgeschichte und Transatlantische Beziehungen an der Ludwig‐Maximilians‐Universität München, wo er seit 2009 auch als Direktor des "Rachel Carson Center for Environment and Society" amtiert. Zu Mauchs Hauptforschungsgebieten zählen die neuere deutsche Literatur, die Geschichte der Friedensbewegung, der Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die Geschichte der amerikanischen Geheimdienste und die Umweltgeschichte.

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Weitere Vorträge im Colloquium Augustanum im WS 2012/13:

  • 7. Januar 2013
    Prof. Dr. Klaus Geus (Berlin): Wie erstellt man aus Beschreibungen eine Weltkarte? Die Lösung des Ptolemäus und ihre Probleme
  • 14. Januar 2013
    Dr. Martin Espenhorst (Mainz): Bäuerliche Kultur als Weltkulturerbe? Das Artland – eine Kulturlandschaft im ehemaligen Hochstift Osnabrück

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Alle Veranstaltungen jeweils montags um 18.15 Uhr im Hörsaal III des Großen Hörsaalzentrums (Gebäude C), Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg

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Ansprechpartner:

Dr. Stefan Paulus

Institut für Europäische Kulturgeschichte

Universität Augsburg Eichleitnerstraße 30

86159 Augsburg

Tel.: 0821/598 5840

stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de

http://www.uni-augsburg.de/institute/iek