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UPD 65/14 - 15.05.2014                                 Meldung als pdf

Vom ZdFL zum ZLbiB

Nach 15 erfolgreichen Jahren erfährt das Augsburger Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre eine programmatische Akzentuierung, die sich auch in einem neuen Namen spiegelt.


herwartz_emden_neuAugsburg/KPP - Mit einer Neueröffnungsfeier, zu der der Regensburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Gruber den Festvortrag über "Eckpunkte einer innovativen LehrerInnenbildung" beiträgt, wird heute Abend aus dem 1999 an der Universität Augsburg eingerichteten "Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre" (ZdFL) das Augsburger "Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung" (ZLbiB). In der Umbenennung spiegelt sich eine konzeptuelle Neuausrichtung, die eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften in den Vordergrund stellt.

Neben ihren mehr oder weniger selbstverständlichen fachlichen und didaktischen Qualifikationen sollen Lehrerinnen und Lehrer heute fundierte Expertise u. a. in Erziehungshilfe, Sozialarbeit, Psychologie, Interkulturalität und Sprachen mitbringen. "Um diesen stetig steigenden Herausforderungen und Anforderungen an die Qualität einer 'gut' ausgebildeten Lehrkraft gerecht zu werden, gründen wir an der Universität Augsburg heute ein Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung, in dem unser seit eineinhalb Jahrzehnten erfolgreich arbeitendes Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre aufgeht", so Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden, die Geschäftsführende Direktorin sowohl des alten ZdFL als auch des neuen ZLbiB.

Mit dem neuen Zentrum knüpfe man an an eine Vergangenheit, in der sich die Universität Augsburg bereits durch Pionierleistungen auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern profiliert habe. "Unser vor 15 Jahren gegründetes ZdFL war eine bundesweit einzigartige zentrale Einrichtung, mit seiner Arbeit hat es weit über den bayerischen Kontext hinaus Anerkennung gefunden", betont Herwartz-Emden und verweist auf die Resonanz, die das Institut in der Wissenschaft, insbesondere auch bei anderen Zentren der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie darüber hinaus auch in einer breiteren interessierten Öffentlichkeit gefunden habe.

"Jetzt - im Jahr 2014 - gehen wir an der Universität Augsburg wieder einmal neue Wege", so die bisherige ZdFL- und künftige ZLbiB-Chefin: "Wir schreiben uns mit dem im ZLbiB konsequent umgesetzten Konzept einer dezidiert interdisziplinären Bildungsforschung und einer engstmöglichen Kooperation zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften eine thematisch innovative und qualitativ hochwertige Ausbildung auf die Fahne, die den gestiegenen aktuellen und weiter steigenden künftigen Anforderungen an qualifizierte Lehrerinnen und Lehrern gerecht zu werden vermag."

Den gestiegenen Anforderungen an die Professionalität von Lehrkräften soll in deren Ausbildung u. a. mit neuen Gestaltungsprinzipien in der forschungsorientierten Lehre begegnet werden. Auf der Basis einer bereits erfolgreich praktizierten fach- und fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit, die u. a. Grundlage des interdisziplinären Augsburger Promotionskollegs "Heterogenität und Bildungserfolg" ist, sollen - neben der forschungsorientierten Aus- und Weiterbildung - die thematischen Zielsetzungen mit dem innovativen Forschungsprofil "Heterogenität und Bildungserfolg" weiter verfolgt und intensiviert werden.

"Wir neu-gründen das 'alte' ZdFL heute in Form des ZLbiB auch in der Hoffnung auf eine bald vielleicht mögliche Realisierung eines 'Hauses der LehrerInnenbildung' auf dem Augsburger Universitätscampus. Ein solch sicht- und greifbarer Ort auf dem Campus", so Herwartz-Emden, "wäre nicht nur der Tradition, der Bedeutung, der Qualität und den innovativen Potentialen angemessen, auf die die wissenschaftliche Lehrerinnen- und Lehrerbildung an der Universität Augsburg verweisen kann, vielmehr käme eine entsprechende räumliche Verortung aller in diesem Bereich kooperierender Einrichtungen auch ganz praktisch dem Lehramtsstudium an der Universität Augsburg zugute."

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Termin:

Eröffnung des Zentrums für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung

• Donnerstag, 15. Mai 2014, 18.00 Uhr

• Juristische Fakultät der Universität Augsburg (Geb. H), Universitätsstraße 24, Hörsaal 1009

 

Programm:

• Musikalischer Auftakt

• Begrüßung durch Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg

• Das Zentrum für LehrerInnen bildung und interdisziplinäre Bildungsforschung der Universität Augsburg: Forschungsprofil und Arbeitsgebiete - Ansprache von Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden

• Grußwort von Prof. Dr. Lutz-Helmut Schön (Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien)

• "Eckpunkte einer innovativen LehrerInnenbildung" - Prof. Dr. Hans Gruber, Lehrstuhl für Pädagogik III, Universität Regensburg

• Musikalischer Ausklang

• Empfang im Foyer vor dem Hörsaal 1009 in der Juristischen Fakultät

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Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden

Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung

Universität Augsburg, 86135 Augsburg

Telefon: 0821/598-5604, leonie.herwartz-emden@phil.uni-augsburg.de