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UPD 75/14 - 23.05.2014                                 Meldung als pdf

Mathematik kann sinnlich sein: "Colors of Math"

Am 3. Juni ist der vielfach preisgekrönte Dokumentarfilm der Mathematikerin und Regisseurin Ekaterina Eremenko um 18.00 Uhr im Liliom zu sehen / Anschließend an die Vorführung Publikumsgespräch mit der Regisseurin / Eintritt ist frei.


Augsburg/KPP - "Possibly the Best Math Movie you haven't seen", urteilt Science Friday (USA) über den einstündigen preisgekrönten Dokumentarstreifen "Colors of Math", der am 3. Juni 2014 um 18.00 Uhr im Liliom-Filmtheater (Unterer Graben 1, 86152 Augsburg) gezeigt wird. In Verbindung mit dem Institut für Mathematik lädt der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Verein der Universität Augsburg e. V. alle wissenschaftlich Interessierten zu dieser Vorführung ein. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den einstündigen Film findet ein Gespräch mit der Regisseurin Ekaterina Eremenko statt.

Den meisten Menschen, so heißt es in der Kurzbeschreibung des Films, erscheine die Mathematik abstrakt, mysteriös. Kompliziert. Undurchdringbar. Dabei sei Mathematik nichts weiter als eine andere Sprache, die Welt auszudrücken. Mathematik könne sinnlich sein. Mathematik könne man schmecken, sie rieche, mache Geräusche und erscheine in unzähligen Farben. Man könne sie berühren und von ihr berührt werden.

Der neue Film "Colors of Math" der Dokumentarfilmerin Ekaterina Eremenko lädt die Zuschauer ein, einen Einblick in die Schönheit der Mathematik durch die Augen berühmter zeitgenössischer Mathematiker zu bekommen. Der Film, der sich an ein breites Publikum wendet, wurde auf mehreren Filmfestivals, u. a. auch auf dem 34. Internationalen Filmfestival in Moskau, mit großem Erfolg gezeigt.

Über die Regisseurin

Die Regisseurin des Films, Ekaterina Eremenko, arbeitet derzeit in Berlin am Sonderforschungsbereich "Discretization in Geometry and Dynamics". Ihren Abschluss mit Auszeichnung machte sie 1990 an der Fakultät für Mechanik und Mathematik der Lomonossow-Universität in Moskau. 2000 folgte der Abschluss in Filmregie unter Marlen Khutsiyev am Gerassimow-Institut für Kinematographie (WGIK), staatliche Filmhochschule in Moskau. Bereits 2002 absolvierte Eremenko die Documentary Campus Masterschool in München. Des Weiteren ist sie Gründerin der Berliner Produktionsfirma Ekaterina Eremenko Films (EEFilms). Zu ihrem Repertoire gehören Dokumentationsfilme wie "Meistersinger: The Sound of Russia" (2003), "Big Bones – Big Business" (2004) und "My Class – Was aus uns wurde" (2008).

"Colors of Math" in der Filmkritik

"Mathematik als sinnliche Erfahrung — das verspricht der Dokumentarfilm „Colors of Math“. Die russische Regisseurin Ekaterina Jeremenko verbindet die Welt des Sehens, Hörens, Riechens, Schmeckens und Tastens mit derjenigen der Zahlen. Das Wesen der Mathematik, dargestellt anhand der fünf Sinne — ein Schachzug, der am Ende aufgeht." (Moskauer Deutsche Zeitung)

"'Colors of Math' builds a bridge from the shore of everyday life to the shore of a phantasmic harmony of divine spheres, sometimes unreachable and thus more attractive." (Drugoe Kino)

“This film generated enournous interest even before it was shown. The topic is difficult, the approach highly unusual. Mathematics is a science that is very hard to visualize. But the work of director Ekaterina Eremenko and the cameraman Pavel Kostomarov consists primarily of striking metaphors and associations. This is not a popularizing film, but rather a philosophical one." (Vesti, Russland)

"In this film, outstanding, brilliant mathematicians are shown first of all as exceptional, extraordinary people. This is why this film will be more and more appreciated, as time passes. Most importantly, very few have ever succeeded in PAINTING mathematics." (Victor Kossakovsky, Filmemacher)

"The film has proven an unlikely hit, packing cinemas all over the country on a limited release." (The Moscow News)

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Colors of Math

Russland 2013, 60 Minuten
Regie und Drehbuch: Ekaterina Eremenko
Kamera: Pavel Kostomarov
Schnitt: Marat Magambetow
Komponist: Mike Schröder
Interviewpartner: Jean-Michel Bismut, Anatoly Fomenko, Maxim Kontsevich

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Trailor: http://www.youtube.com/watch?v=O8UNZiL7Gag&feature=youtu.be

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Bernhard Hanke
Institut für Mathematik der Universität Augsburg
Telefon: 0821/598-2240
hanke@math.uni-augsburg.de