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UPD 4/14 - 19.01.2014                                 Meldung als pdf

Am 20. Januar im Colloquium Augustanum:

Bäuerliche Kultur als Weltkulturerbe?

Der Mainzer Historiker Dr. Martin Espenhorst über die Kulturlandschaft Artland


Augsburg/MSt/KPP - Mit einem Vortrag über das niedersächsische Artland endet das Colloquium Augustanum des Instituts für Europäische Kulturgeschichte im laufenden Wintersemester. Unter der Frage "Bäuerliche Kultur als Welterbe?" spricht Dr. Martin Espenhorst vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz über diese Kulturlandschaft im ehemaligen Hochstift Osnabrück.

Zwischen Osnabrück und Oldenburg erstreckt sich entlang des Flusses Hase eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft, die Artland genannt wird. Was zeichnet das Artland aus? Handelt es sich um eine geographisch begrenzte Einheit? Welche Bedeutung hatte die Konfessionalisierung?

Zwischen Varusschlacht, Hanse und dem Westfälischem Frieden

Martin Espenhorsts Vortrag "Bäuerliche Kultur als Weltkulturerbe? Das Artland - eine Kulturlandschaft im ehemaligen Hochstift Osnabrück" erschließt und vermisst das kulturelle Vermächtnis dieser Region, seine Gesellschaftsstruktur, Bau-, Wohn-, Raum- und Festkultur. Espenhorst präsentiert einen ungewohnten Blick auf die bäuerliche Welt und ihre Akteure und betont dabei den Transfer mit Europa. Zugleich fragt er nach prägenden Differenzen – wie etwa Tradition und technischer Fortschritt – sowie einstigen oder auch heutigen Identitäten und Referenzen, um so eine Region vorzustellen, die zwischen Varusschlacht, Hanse und dem Westfälischem Frieden von 1648 changiert.

Zum Referenten

Dr. Martin Espenhorst, Jahrgang 1965, promovierte bei Prof. Dr. Dr. h. c. Klaus Malettke in Marburg über den Historiker, Publizisten und Staatsrechtler August Ludwig von Schlözer (1735–1809). 2001/2002 lehrte er am Historischen Institut der Penn State University in Pennsylvania (USA). Seit 2003 ist er am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz tätig, wo er sich mit der Historischen Friedensforschung der Vormoderne befasst.  Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wissenschaften des 18. Jahrhunderts, historische Friedensforschung und Genossen-schaftstheorien des 19. Jahrhunderts. Außerdem befasst er sich mit der bäuerlichen Kultur des Osnabrücker Landes.

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Termin:

Die Vortragsveranstaltung beginnt am Montag, dem 20. Januar 2014, um 18.15 Uhr im Hörsaal III des Großen Hörsaalzentrums (Gebäude C, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg). Der Eintritt ist frei.

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Kontakt:

Markus Stadtrecher

Institut für Europäische Kulturgeschichte

Telefon 0821/598-5851

markus.stadtrecher@iek.uni-augsburg.de