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UPD 12/14 - 03.02.2014                                 Meldung als pdf

Am 5. Februar in der Reihe "Gender und Diversität":

Wissenschaft als Beruf

Die Augsburger Universitätsrätinnen Elke Lütjen-Drecoll und Christel Hartmann-Fritsch im Gespräch


Am Ende der zweiten Serie der Ringvorlesung des "Transdisziplinären Forum Gender und Diversität" der Universität Augsburg steht am kommenden Mittwoch, dem 5. Februar 2014, eine Veranstaltung mit zwei externen Mitgliedern des Universitätsrats der Universität Augsburg: Im moderierten Gespräch unterhalten sich Prof. em. Dr. Elke Lütjen-Drecoll und Christel Hartmann-Fritsch unter dem Titel "Wissenschaft als Beruf" über Karrieren in Wissenschaft und Forschung und über die Wege, die zu solche Karrieren führen.

Elke Lütjen-Drecoll, ehemalige Inhaberin des Lehrstuhls für Anatomie II der Universität Erlangen-Nürnberg, und Christel Hartmann-Fritsch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied "Kunst- und Kulturvermittlung in Europa" der Stiftung Genshagen, werden die Wege, die sie selbst gegangen sind, kurz skizzieren und sich so zugleich erstmals der inner- und der außeruniversitären Öffentlichkeit als Angehörige des Universitätsrats der Universität Augsburg vorstellen. Lütjen-Drecoll gehört diesem Gremium seit Dezember 2012 an, Hartmann-Fritsch seit Oktober 2013. Das anschließende, auch für das Publikum offene Gespräch über Werdegänge in Wissenschaft und Forschung und insbesondere über genderspezifische Aspekte solcher Werdegänge wird von Prof. Dr. Marita Krauss moderiert. Krauss ist seit 2008 Inhaberin des Lehrstuhls für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte sowie seit zwei Jahren Frauenbeauftragte der Universität Augsburg und als solche auch Leiterin des "Transdisziplinären Forums Gender und Diversität".

Prof. Dr. med. Elke Lütjen-Drecoll

... war bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2010 16 Jahre lang Inhaberin des Lehrstuhls II für Anatomie und seit 1985 auch Direktorin des Anatomischen Instituts der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihr Studium der Humanmedizin hat sie an der Universität Marburg mit dem Medizinischen Staatsexamen und der Promotion abgeschlossen. Zwei Jahre nach ihrer Approbation erfolgte - ebenfalls an der Universität Marburg – 1973 die Habilitation. Nach ihrer Tätigkeit als Wissenschaftliche Assistentin am Anatomischen Institut der Universität Marburg und nach der Ablehnung eines Rufes an die Universität Madison/Wisconsin wurde Lütjen-Drecoll an das Anatomische Institut der Universität Erlangen-Nürnberg berufen. Rufe auf Anatomie-Lehrstühle der Universitäten Mainz und Essn lehnte sie ebenso ab wie einen Ruf an der Emory University Atlanta/USA, um aus ihrem Erlanger Anatomie-Lehrstuhl eine weltweit bekannte und angesehene Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Augen-Anatomie mit Schwerpunkt "Grüner Star" zu machen. Die lange Liste der Ehrungen, die Elke Lütjen-Drecoll national und international erfahren hat, reicht von zahlreichen fachbezogenen Würdigungen über den Bayerischen Maximilians-Orden für Wissenschaft und Kunst, den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz oder die Verfassungsmedaille des Freistaates Bayern bis hin zur Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Salzburg, und in der Akademie der Naturforscher Leopoldina. Bereits 1991 wurde Elke Lütjen-Drecoll in die Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz, aufgenommen, deren Präsidentin sie seit 2005 ist - als erste Frau, die eine der deutschen Akademien der Wissenschaften leitet. Seit 2009 ist sie auch Vizepräsidentin der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. 

Christel Hartmann-Fritsch

... ist seit 2009 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Bereich "Kunst- und Kulturvermittlung in Europa" der "Stiftung Genshagen – Berlin-Brandenburgisches Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa" (http://www.stiftung-genshagen.de). Ihr Studium der Germanistik und der Romanistik an den Universitäten Regensburg, Freiburg und Clermont-Ferrand schloss sie mit dem Magister der Philosophie ab, um zunächst als freie Journalistin und Dolmetscherin zu arbeiten. In den frühen 1980er Jahren war sie Geschäftsführerin des "Kollektivtheaters" sowie Mitarbeiterin und Projektleiterin der Internationalen Bauausstellung IBA, einer Architekturausstellung und eines städteplanerischen Konzepts des Berliner Senats zur "behutsamen Stadterneuerung". Bis zum Wechsel an die Stiftung Genshagen war sie dann 26 Jahre lang Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des von ihr gegründeten "Internationalen Jugend-Kunst- und Kulturzentrums 'Schlesische 27'" in Berlin. Auch ihre zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten haben zur beeindruckenden Liste ihrer Auszeichnungen beigetragen, die u. a. das Bundesverdienstkreuz für nationale und europäische Verdienste in der künstlerischen und kulturellen Jugendarbeit, den Chevalier im Ordre National du Mérite und die Médaille d'honneur du Conseil Général de l'Allier verzeichnet.

Das "Transdisziplinäre Forum Gender und Diversität"

... der Universität Augsburg bietet seit seiner Einrichtung im Jahr 2013 mit seiner Ringvorlesung "Gender und Diversität" Einblick in die fakultätsübergreifenden Augsburger Forschungen zu diesem Thema. Die Referentinnen und Referenten präsentieren hier Werkstattberichte und Ergebnisse aus ihren Projekten zum Umgang mit Alterität und der Dimension Geschlecht. "Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen 'Vielfalt' in unserer Gesellschaft ist von größter Bedeutung. Im Mittelpunkt", so Krauss, "stehen dabei Fragen von Nationalität und Ethnizität, Fragen regionaler Herkunft oder Religionszugehörigkeit, Fragen von Alter und Geschlecht. Menschen unterscheiden sich jedoch nicht nur durch Religion, Hautfarbe oder Geschlecht, sondern auch in ihren Werten und Einstellungen. Das Nachdenken über diese von sozialer und regionaler Herkunft, nicht zuletzt und ganz besonders aber auch von der Geschlechtszugehörigkeit mit geprägte Diversität wollen wir mit unserer Ringvorlesung ins Bewusstsein rücken."

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Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Marita Krauss
Frauenbeauftragte der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-5643
marita.krauss@phil.uni-augsburg.de