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UPD 136/14 - 06.10.2014                                 Meldung als pdf

25 Jahre Institut für Physik der Universität Augsburg

Am 7. Oktober 2014 feiern die Augsburger Physiker und Materialwissenschaftler ein erfolgreiches Vierteljahrhundert. / Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Feier des Jubiläums am morgigen Dienstag (Beginn 18.00 Uhr) herzlich eingeladen.


Augsburg/WB/KPP - Mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 blickt das Institut für Physik der Universität Augsburg auf seine mittlerweile 25-jährige Geschichte zurück. Seit dem Wintersemester 1989/90, in dem der Diplomstudiengang Physik startete, ist die Zahl der Professoren am Institut auf heute 25 angewachsen. Forschung und Lehre haben ihre Schwerpunkte in der Physik der kondensierten Materie sowie in der Materialforschung. Die Zahl der Studierenden in den Studiengängen Physik, Materialwissenschaften und dem Lehramt ist seit 2010 nochmals um mehr als 30% angestiegen und liegt nun bei fast 1000. Mit der Einführung und Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen wurde in den letzten Jahren eine tiefgreifende Reform des Studiums im Rahmen des sog. Bologna-Prozesses durchgeführt. Im Zuge des anstehenden Generationenwechsels wird sich das Institut in den nächsten Jahren auch in der Forschung neu aufstellen müssen. Außerdem bringt die an der Universität geplante Einrichtung einer medizinischen Fakultät neue Herausforderungen und Chancen, denen sich das Institut stellen wird.

Meilensteine

Im bayerischen Vergleich "schlank" konzipiert, ist der Augsburger Physik in den vergangenen 25 Jahren eine beachtliche Expansion gelungen. Nach anfänglich provisorischer Unterbringung konnte das Institut in den 1990er Jahren neue Gebäude auf dem Campus beziehen. Gleichzeitig erfolgte die Erweiterung durch den Bereich "Elektronische Korrelationen und Magnetismus" (EKM), der von 1996 bis 2006 aus Bundesmitteln finanziert wurde und mittlerweile vom Freistaat Bayern getragen wird. Durch die im Jahr 2000 im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern realisierte Einrichtung des "Anwenderzentrums Material- und Umweltforschung" (AMU) wurde außerdem die angewandte Forschung erheblich gestärkt. Mit einem jährlichen Umsatz von über 1 Mio. Euro gehört das AMU zu den wenigen Technologietransfereinrichtungen, die sich vollständig selbst tragen.

Forschung

Die Forschung hat ihre Schwerpunkte in der Physik der kondensierten Materie. Der Fachbereich gehört zu den größten, die auf diesem Gebiet in Deutschland forschen. Mittlerweile finden sich unter den 25 Professoren des Instituts auch fünf Chemiker, die die Materialforschung verstärken. Als wissenschaftliche Erfolge sind hier exemplarisch zu nennen die Errichtung des DFG-Sonderforschungsbereichs 484 zur Thematik "Metall-Isolator Phasenübergänge", an dem von 2000 bis 2009 fast das ganze Institut für Physik beteiligt war. An dem im Jahr 2010 folgenden SFB/ Transregio 80 ("From Electronic Correlations to Functionality"), dessen Sprecheruniversität Augsburg ist, sind zusätzlich Gruppen der beiden Münchner Universitäten sowie des Walther Meissner Instituts für Tieftemperaturforschung in Garching und des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart beteiligt. Des Weiteren sind Augsburger Physiker am Exzellenz-Cluster "Nano Initiative Munich" (NIM) sowie am Münchner SFB 641 "Festkörperbasierte Quanteninformationsverarbeitung" beteiligt. Darüber hinaus sorgen zahlreiche Einzel- und Verbundprojekte für ein stattliches Drittmittelaufkommen des Instituts von zuletzt 7,5 Mio. Euro pro Jahr.

Lehre

Ursprünglich als reines Physikstudium (Diplom bzw. Lehramt) konzipiert, wurde das Spektrum mit der Einführung eines Bachelorstudiengangs Materialwissenschaften im WS 2000/01 erheblich erweitert. Darauf aufbauend erfolgte im WS 2003/04 der Start des entsprechenden Masterstudiengangs "Materials Science" – des ersten rein englischsprachigen Studiengangs an der Universität Augsburg. Zwei weitere Varianten des materialwissenschaftlichen Masters - einerseits eines europäischen Studiengangs unter Beteiligung von fünf weiteren Universitäten, andererseits eines gemeinsamen Programms mit den Chemie-Departments der beiden Münchner Universitäten - runden das Spektrum ab. Alle Studiengänge sind modularisiert und durch ASIIN akkreditiert. Seit 2010 sind die Studierendenzahlen am Institut für Physik um ca. 30% angestiegen; ihre Gesamtzahl liegt mittlerweile bei knapp 1000. Zuletzt gingen mehr als 150 Absolventen pro Jahr aus den Bachelor- und Masterstudiengängen am Institut sowie fast 30 promovierte Physiker hervor.

Perspektiven

Gemeinsam mit Kollegen aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde vor wenigen Jahren das Institut für Materials Resource Management (MRM) gegründet, das in Forschung und Lehre eng mit der Physik verbunden ist. Zu erwarten ist, dass auch die beabsichtigte Einrichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg neue Herausforderungen und Chancen mit sich bringen wird. "Diesen Herausforderungen und dem anstehenden Generationenwechsel wir uns in den nächsten Jahren mit Tatkraft stellen", so Prof. Dr. Wolfgang Brütting, der soeben das Amt des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Physik übernommen hat.

Jubiläumsfeier am 7. Oktober 2014

Der Festakt aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Instituts für Physik der Universität Augsburg beginnt am 7. Oktober 2014 um 18.00 Uhr im Hörsaal 1001 des Physik-Hörsaalzentrums (Gebäude T), Universitätsstraße 1, 86159 Augsburg. Das ausführliche Festprogramm steht auf http://www.physik.uni-augsburg.de/downloads/25JahrePhysik-Einladung.pdf zum Download zur Verfügung. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Teilnahme herzliche eingeladen.

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Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Wolfgang Brütting
Geschäftsführender Direktor des Institut für Physik der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-3403
wolfgang.bruetting@physik.uni-augsburg.de
http://www.physik.uni-augsburg.de