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UPD 145/14 - 16.10.2014                                 Meldung als pdf

Als Professorin an die Universität Augsburg zurückgekehrt

Die Historikerin Elke Seefried ist seit Beginn des Wintersemesters 2014/15 Inhaberin einer neuen Professur für Neueste Geschichte und bringt zum Einstand ihre Auszeichnung mit dem renommierten Carl-Erdmann-Preis mit.


Seefried_ElkeAugsburg/MH –  Die Historikerin Prof. Dr. Elke Seefried ist einem Ruf an die Universität Augsburg gefolgt und seit Beginn des laufenden Wintersemesters erste Inhaberin einer neu geschaffenen Professur für Neueste Geschichte an der Philologisch-Historischen Fakultät. Als zugleich Zweiter Stellvertretender Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ) ist ihr nicht zuletzt daran gelegen, die Forschungszusammenarbeit zwischen ihren Augsburger Kolleginnen und Kollegen und dem IfZ zu vertiefen.

Verbunden mit ihrer Ernennung zur Stellvertretenden Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte hat Prof. Dr. Elke Seefried zum 1. Oktober 2014 an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg eine neu geschaffene Professur für Neueste Geschichte übernommen. Foto: privat

Die frisch gebackene Professorin kennt sich an der Universität Augsburg bereits bestens aus, da sie 2004 hier promoviert hat und 2007 bis 2012 am Augsburger Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Wissenschaftliche Mitarbeiterin war. "Ich freue mich, wieder nach Augsburg zurückzukehren, und erhoffe mir, hier insbesondere eine Brückenfunktion zwischen der Universität und einem außeruniversitären Forschungsinstitut - dem Institut für Zeitgeschichte – auszufüllen." Das IfZ erforscht die gesamte deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihren europäischen Bezügen bis zur Gegenwart, insbesondere Diktaturen, Demokratie und die historischen Transformationen seit den 1970er Jahren.

"Auch die Augsburger Studierenden können profitieren, indem sie so das Forschungsinstitut, sein Archiv und seine Bibliothek näher kennenlernen können", beschreibt Seefried mögliche Synergien. In Augsburg unterrichtet sie in Bachelor-, Master- und auch Lehramtsstudiengängen, ihre Lehrtätigkeit als Professorin beginnt sie mit einer Vorlesung zur Geschichte der "alten" Bundesrepublik 1949-1989/90.

Elke Seefried studierte nach einem Diplomabschluss in Betriebswirtschaftslehre (FH) Neuere und Neueste Geschichte sowie Politikwissenschaft und promovierte 2004 an der Universität Augsburg mit einer Studie über "Ideen und Wirken des deutschen politischen Exils in Österreich 1933-38". Während ihrer Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte war sie Stipendiatin sowohl am Deutschen Historischen Institut London (2010) als auch am Historischen Kolleg München (2010/11). 2012 wechselte sie von der Universität Augsburg als Wissenschaftliche Mitarbeiterin ans IfZ, dessen Zweite Stellvertretende Direktorin sie nun in Verbindung mit ihrer Berufung auf die neue Augsburger Professur für Neueste Geschichte geworden ist.

Seefrieds Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Weimarer Republik, des deutschen Exils 1933-1945 und der Bundesrepublik Deutschland sowie die Wissenschaftsgeschichte der 1960er und 1970 Jahre in einer transnationalen Perspektive. Ihre Arbeiten sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden, u. a. mit einem Förderpreis des Österreichischen Staatspreises für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften (2010).

Carl-Erdmann-Preis für Studie zur Zukunftsforschung

Ihre jüngste Auszeichnung erfuhr die Historikerin erst im vergangenen September auf dem 50. Deutschen Historikertag. Für ihre Studie "Zukünfte. Zukunftsforschung und Expertise in den 1960er und 70er Jahren“ erhielt sie dort den renommierten Carl-Erdmann-Preis, der für herausragende Habilitationen aus dem Gesamtbereich der Geschichtswissenschaft vergeben wird. In dieser Studie, mit der sie im Juli 2013 an der Ludwig-Maximilians-Universität München habilitierte, zeichnet Elke Seefried nach, wie die Zukunftsforschung im Rahmen einer amerikanisch-westeuropäischen Zirkulation von Wissen und aus den Denksystemen des Kalten Krieges entstand. Die Studie beleuchtet die erkenntnistheoretischen Zugänge und Denkstile, die den Konzeptionen einer "neuen Wissenschaft" von der Zukunft zugrundelagen, sie untersucht die transatlantischen Netzwerke und ihre Bedeutung für Prognosen, Steuerungskonzepte und Globalitätsdiskurse der 1960er und 1970er Jahre und sie analysiert die Rolle der Zukunftsforscher als Experten für die politische Planung.

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Kontakt:

Prof. Dr. Elke Seefried
Professur für Neueste Geschichte
elke.seefried@phil.uni-augsburg.de
Telefon +49 (0)821/ 598-5809

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Pressefoto zum Download:

Seefried_Elke

Verbunden mit ihrer Ernennung zur Stellvertretenden Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte hat Prof. Dr. Elke Seefried zum 1. Oktober 2014 an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg eine neu geschaffene Professur für Neueste Geschichte übernommen. Foto: privat