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UPD 172/14 - 21.11.2014                                 Meldung als pdf

Für zivilgesellschaftlichen Transfer ausgezeichnet

Stifterverband-Förderung für das Dialogforum "Zivilgesellschaftlicher Transfer und bürgerschaftliches Engagement" / Für die Universität Augsburg bedeutet dies bereits die zweite Auszeichnung in diesem Kontext.


Augsburg/TS/MH – Im Verbund mit acht weiteren bayerischen Universitäten und Hochschulen erfährt die Universität Augsburg vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Förderung für ein neues Projekt: Gemeinsam werden die Verbundpartner dank dieser Förderung im Dialogforum "Zivilgesellschaftlicher Transfer und bürgerschaftliches Engagement" vielfältige Konzepte für die Kooperation zwischen Universität/Hochschule und Zivilgesellschaft aufwerten und strukturieren können. Nach ihrem Erfolg beim Wettbewerb "Mehr als Forschung und Lehre" bedeutet dies für die Universität Augsburg bereits die zweite Auszeichnung für ihr Engagement beim zivilgesellschaftlichen Transfer.

Über das Streben nach Bestleistungen in Forschung und Lehre hinaus zeichnen sich die beteiligten Hochschulen und Universitäten dadurch aus, dass sie sich bewusst mit ihrem Verhältnis zur Zivilgesellschaft befassen. Sie messen den Themenfeldern bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftlicher Transfer eine wichtige Rolle in ihrem Selbstverständnis bei. Im Verbund der bayerischer Hochschulen und Universitäten, die sich mit dem Themenfeld des Wettbewerbs befassen, soll ein Dialogforum den Austausch mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen ausbauen und die Zusammenarbeit mit den Partnerhochschulen stärken. Zu den Zielen des Projekts "Dialogforum" gehört es u. a., den Bedarf und die  Qualitätsvorstellungen der verschiedenen Beteiligten zu klären, um vor diesem Hintergrund gemeinsame Qualitätsmerkmale und -kriterien zu definieren. Neben der Universität Augsburg sind auch die Hochschule Augsburg, die Hochschulen Coburg, Neu-Ulm und München, die Munich Business School, die Technische Hochschulen Amberg-Weiden und Nürnberg sowie die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Universität Regensburg am Dialogforum beteiligt.

Universität stärkt bürgerschaftliches Engagement

Bereits das Leitbild der Universität Augsburg bringt zum Ausdruck, dass sie nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung und der Wissenschaft ist, sondern auch – im Sinne der Einsatzbereitschaft des aufgeklärten Bürgers – einen Beitrag dazu leistet, dass ihre Studierenden über ihre individuelle Freiheit hinaus die Mitverantwortung für das Gemeinwohl nicht vergessen.

Mit einem Konzept zur Förderung des Engagements von Studierenden wurde die Universität Augsburg im bereits Jahr 2011 beim Wettbewerb "Mehr als Forschung und Lehre" ausgezeichnet. Mit einer Förderung der Stiftung Mercator und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft konnte die Universität Augsburg seither ihre Aktivitäten im Bereich zivilgesellschaftlicher Transfer und bürgerschaftliches Engagement ausbauen. Durch studentische Initiativen, Service Learning-Veranstaltungen und Angebote zum freiwilligen Engagement haben Studierende im Kontext der Initiative "Bildung durch Verantwortung" zahlreiche Projekte durchgeführt, die einen Beitrag zum Gemeinwohl in der Stadt und Region leisten.

Dabei wurde mit einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammengearbeitet, und es sind lebendige Partnerschaften entstanden. Zu diesen Partnerschaften gehören beispielsweise das Freiwilligen-Zentrum und die Bürgerstiftung Augsburg, das Büro für bürgerschaftliches Engagement der Stadt Augsburg, die Caritas und die Diakonie, der Stadtjugendring, Schulen sowie zahlreiche weitere Vereine und Initiativen, die ein breites inhaltliches Spektrum - von der Betreuung von hilfsbedürftigen Senioren bis zur Unterstützung von benachteiligten Schülern - abdecken.

"Durch eine Zusammenarbeit mit der Hochschule und der Universität konnten wir in vergangenen Jahren erfahren, welches Potenzial das Engagement von Studierenden für eine lebendige Stadtgesellschaft hat. Studierende haben sich in vielfältigen Projekten bei zivilgesellschaftlichen Organisationen vor Ort eingebracht und lernen durch ihr Engagement auch gleich, das im Studium erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden", so Wolfgang Krell, der Geschäftsführer des Augsburger Freiwilligen-Zentrums.

Die Erfahrungen aus Augsburg können in dem neuen Projekt nun mit den Erkenntnissen der anderen Hochschulen zusammengebracht werden, so dass daraus neue Ideen und Konzepte entwickelt werden können. "Die Mitarbeit der Universität Augsburg an dem 2011  vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt 'Potenzialförderung für Lernen durch bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen' konnten erste Schritte in Richtung einer hochschulübergreifenden Vernetzung geleistet werden. Mit der Beteiligung an dem neuen Dialogforum kann diese Vernetzung fortgesetzt und im Verbund mit weiteren Hochschulen und Universitäten ausgebaut werden", so Thomas Sporer, der von Augsburg aus das Dialogforum koordiniert.

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Mehr über die Initiative „Bildung durch Verantwortung“:
http://www.uni-augsburg.de/projekte/bildung-durch-verantwortung/

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Ansprechpartner:
Thomas Sporer
Netzwerkkoordinator des Dialogforums
c/o Medienlabor der Universität Augsburg
Telefon 0821/5586-5724
thomas.sporer@phil.uni-augsburg.de