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UPD 179/14 - 27.11.2014                                 Meldung als pdf

Das Nibelungenlied in Augsburg

Eine Augsburger Handschrift des berühmten Nibelungenliedes steht im Zentrum des Vortrags von Prof. Dr. Freimut Löser im Fugger und Welser Erlebnismuseum.


Augsburg/TS/MH – Im Rahmen der Reihe „Stadtgeschichte(n): Von Glaube, Handel und Dichtung in Augsburg“ spricht Prof. Dr. Freimut Löser, Professor für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters, am 2. Dezember 2014 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) zum Thema „Das ‚Nibelungenlied‘ in Augsburg? Von Wirtschaft, Bildung und Geschichtsbewusstsein“. Zum Vortrag laden das Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg und das Fugger und Welser Erlebnismuseum gemeinsam ein. Der Eintritt ist frei.

Das Nibelungenlied gilt als das bedeutendste deutsche Heldenlied des Mittelalters, manchen gilt es gar als „Deutsches Nationalepos“. Der reich bebilderte Vortrag stellt den Text und seine Wirkung vor. Er behandelt ausführlich auch  eine spätmittelalterliche Handschrift, die – wie neueste Forschungen zeigen – aus Augsburg stammt. Diese einzige bebilderte, kostbare Handschrift des Nibelungenliedes führt in den Kreis um bedeutende Augsburger Kaufleute und Humanisten. Die Erforschung der Handschrift zeigt, dass die aktuelle Wissenschaft gut daran tut, Informationen über Handel, Wirtschaft, Ausbildung und Geschichtsbewusstsein zu verbinden – und dass lokale und regionale Kulturgüter nationale Bedeutung haben können.

Prof. Dr. Freimut Löser ist Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters und Gründungsmitglied und „Fellow“ des Jakob-Fugger-Zentrums. In einer breiteren Augsburger Öffentlichkeit ist er auch durch seine Vorträge und Beiträge bei der feierlichen Eröffnung des Jakob-Fugger-Zentrums, über Kaiser Maximilian (den „letzten Ritter“ und „Bürgermeister von Augsburg“), den Lech im Mittelalter und Augsburger mittelalterliche Handschriften hervorgetreten.

Zweiter Vortrag in der Reihe „Stadtgeschichte(n)“ im Wieselhaus

Bereits zum zweiten Mal in diesem Semester laden das Fugger und Welser Erlebnismuseum und das Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer zur Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n): Von Glaube, Handel und Dichtung in Augsburg“ ins Wieselhaus ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren bereits Anfang November zum Auftaktvortrag des Theologen Bernd Oberdorfer ins Museum gekommen, der über die Verbindung von Religion und Wirtschaft im Ablasshandel sprach.

Mit der Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ thematisieren das Jakob-Fugger-Zentrum und das Fugger und Welser Erlebnismuseum an drei Abenden im Wintersemester unterschiedliche Aspekte von Wirtschaft, Globalisierung, Religion und Ethik im Kontext von Geschichte, Gegenwart und Zukunft und ermöglichen auf diese Weise den Dialog zwischen der Universität, dem Museum und den Augsburger Bürgerinnen und Bürgern.

Zum Vortrag „Das ‚Nibelungenlied‘ in Augsburg? Von Wirtschaft, Bildung und Geschichtsbewusstsein“ von Prof. Dr. Freimut Löser am 2. Dezember 2014 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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Ansprechpartner:

Dr. Tilman Schröder
Jakob-Fugger-Zentrum
Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-5924
tilman.schroeder@praesidium.uni-augsburg.de

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