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UPD 190/14 - 16.12.2014                                 Meldung als pdf

Zusammenarbeit zur Stärkung der politischen Bildung in Bayern

In mehreren Workshops erarbeiten Wissenschaftler und Praktiker neue Ansätze, um die politische Bildung in den bayerischen Schulen zu verbessern


Augsburg/MH – Die Augsburger Politikdidaktiker Prof. Dr. Andreas Brunold und Dr. Bernhard Ohlmeier setzen sich für eine Stärkung der schulischen politischen Bildung im Fachunterricht sowie als Querschnittskompetenz in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung ein und streben eine intensivere Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit an. In mehreren gemeinsamen Workshops wird u.a. ein Konzept für eine bessere Integration der politischen Bildung in die Lehrpläne und in die Lehrerbildung entwickelt.

Auf Initiative der Augsburger Politikdidaktiker Prof. Dr. Andreas Brunold und Dr. Bernhard Ohlmeier fanden bereits zwei Treffen mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit statt, um die Zusammenarbeit mit den Akteuren der politischen Bildungsarbeit voranzutreiben. Weitere Treffen sind geplant mit der Zielsetzung, gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten, wie politische Bildung in der Lehrerbildung stärker als fachübergreifende Kompetenz vermittelt werden kann. Zudem sind weitere Projekte und Publikationen geplant.

Bereits bei einem Treffen im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst am 17. Juli 2014 in München wurden vor dem Hintergrund der Ausbildungs- und Inhaltsprofile der Politischen Bildung und Politikdidaktik an den verschiedenen Universitätsstandorten in Bayern Möglichkeiten der Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und den Seminarlehrern in der zweiten Phase der Lehrerbildung ausgelotet. Daneben steht eine bessere Integration der politischen Bildung als grundlegende Kompetenz im schulischen Curriculum und damit auch in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Zentrum der gemeinsamen Bemühungen. Während beim ersten Treffen noch die unbefriedigende, weil randständige Situation vor allem an den Realschulen und Gymnasien in Bayern analysiert und diskutiert wurde, konzentrierte sich das zweite Treffen am 20. November 2014 auf die Entwicklung eines Konzeptes, wie die politische Bildung in den Schulen besser vermittelt werden kann.

„Wir freuen uns, dass die Landeszentrale und die anderen Beteiligten hier gemeinsam an einem Strang ziehen, um der politischen Bildung in der Schule mehr Gewicht zu geben“, betont Brunold, der auch darauf hinweist, dass gerade an bayerischen Schulen im Bereich der politischen Bildung weniger Unterrichtsstunden im Lehrplan verankert sind als in den meisten anderen Bundesländern. Der Augsburger Professor für Politische Bildung und Politikdidaktik ist auch Sprecher des Arbeitskreises Politikdidaktik in der Landesgruppe Bayern der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung.

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Andreas Brunold
Professur für Politische Bildung und Politikdidaktik
Universität Augsburg
Telefon 0821/598-5585
andreas.brunold@phil.uni-augsburg.de