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UPD 89/15 - 29.05.2015                                 Meldung als pdf

EU-geförderte Doktorandenausbildung auf Spitzenniveau

Augsburger Physiker und Kollegen erhalten fast vier Millionen Euro für ihr „Innovative Training Network SAWTrain“ zur Förderung hochqualifizierten Forschernachwuchses auf dem Gebiet der Akustischen Oberflächenwellen.


sawtrain_logoAugsburg/HK/KPP - Mit rund einer halben Million Euro fördert die Europäische Union zwei Physik-Promotionen an der Universität Augsburg. Eingeworben haben diese Förderung Prof. Dr. Hubert Krenner, Dr. Christoph Westerhausen und Prof. Dr. Achim Wixforth gemeinsam mit neun weiteren Partnern aus ganz Europa im Rahmen des Marie Sklodowska-Curie Programms. Mit diesem Programm - ein Teil des Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“ - unterstützt die Europäische Union die Ausbildung und Förderung hochqualifizierter junger Nachwuchswissenschaftler. Für einen Zeitraum von vier Jahren werden den Augsburger Physikern und ihren Kollegen insgesamt fast vier Millionen Euro für ihr „Innovative Training Network SAWTrain“ zur Verfügung stehen. SAW steht dabei für Surface Acoustic Waves, für das Gebiet der akustischen Oberflächenwellen also, auf dem der Augsburger Lehrstuhl für Experimentalphysik I international führend ist.

Bild: SAW steht für Surface Acoustic Waves: Doktorandinnen und Doktoranden, die auf diesem Gebiet forschen, erfahren im Rahmen des EU-geförderten "Innovative Training Networks" eine maßgeschneiderte individuelle Förderung auf Spitzenforschungsniveau. Bewerbungen um eine Aufnahme in dieses außergewöhnliche Programm sind noch bis zum 21. Juni 2015 möglich. © sawtrain.eu

„Im Marie Sklodowska-Curie Programm ist es wichtig, dass die Doktoranden an spannenden und hochaktuellen Themen forschen. Ganz besonderen Wert legt die EU aber auf eine individuelle Förderung und Ausbildung, um den Studierenden das Rüstzeug für ihren nächsten Karriereschritt an die Hand zu geben“, führt Prof. Dr. Hubert Krenner aus, der eines der wissenschaftlichen Arbeitspakete von SAWTrain koordiniert. Zusammen mit Partnern an renommierten Spitzenuniversitäten – darunter die University of Cambridge in England, die Chalmers Tekniska Hoegskola in Schweden oder der Universiteit Twente in den Niederlanden – und nicht minder renommierten Forschungsinstituten – darunter das Paul-Drude-Institut in Berlin oder das französische Institut Neel des CNRS in Grenoble - konnten die Augsburger Physiker ein anspruchsvolles Ausbildungsprogramm entwickeln.

„Zusätzlich“ – so Krenner – „konnten wir noch 15 assoziierte Partner aus aller Welt mit an Bord holen, die ihr Fachwissen mit einbringen werden. Besonders die Einbindungen von Industriepartnern und vor allem des Deutschen Museums in München hat die als besonders kritisch bekannten EU-Gutachter überzeugt. So knüpfen die ‚Early Stage Researchers’, wie die EU die Doktorandinnen und Doktoranden bezeichnet, nicht nur erste Kontakte zu zukünftigen Arbeitgebern, sie lernen auch an einem der größten technischen Museen der Welt, wie sie die Ergebnisse ihrer Spitzenforschung einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen.“

Eines der Grundprinzipien des Marie Sklodowska-Curie Programms ist die Mobilitätsförderung. „Wir freuen uns besonders darüber, dass hier der europäische Gedanke nicht zu kurz kommt und wir zwei neue junge Talente aus dem Ausland bei uns in Augsburg werden begrüßen können“, so Christoph Westerhausen, der eine der beiden Augsburger SAWTrain-Promotionen mit betreuen wird. „Wir haben gerade auf http://www.SAWTrain.eu Ausschreibungen veröffentlicht, um die klügsten Köpfe für unser Innovative Training Network und für die Universität Augsburg gewinnen zu können.“

Die thematische Klammer von SAWTrain sind akustische Oberflächenwellen. Prof. Dr. Achim Wixforth ist weltweit einer der Pioniere in der Anwendung der Nanobeben-auf-einem-Chip-Methode in der Nano- und Biotechnologie (siehe zuletzt: http://idw-online.de/de/news630024). „Unsere Augsburger Spitzenforschung wird bislang vor allem auf nationaler Ebene - zum Beispiel im Rahmen der Exzellenzinitiative - gefördert. Die Einwerbung dieses besonders prestigeträchtigen Innovative Training Networks bringt uns nun auch auf die europäische Bühne“, freut sich Wixforth, an dessen Lehrstuhl die beiden Augsburger SAWTrin-Doktorarbeiten durchgeführt werden.

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Ansprechpartner:

Prof. Hubert Krenner – hubert.krenner@physik.uni-augsburg.de
Prof. Achim Wixforth – achim.wixforth@physik.uni-augsburg.de
Dr. Christoph Westerhausen– christoph.westerhausen@physik.uni-augsburg.de

Lehrstuhl für Experimentalphysik I
Universität Augsburg
Universitätsstraße 1
86159 Augsburg
Telefon +49 821-598-3308 

http://www.physik.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/exp1/
http://www.sawtrain.eu