Suche

UPD 98/15 - 09.06.2015                                 Meldung als pdf

Menschenrechte, Minderheiten und Diversity Management

Drei Doktorandinnen und Doktoranden des Augsburger Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Peter A. Kraus vertreten in diesem Jahr Europa bei der renommierten internationalen Summer School der Europäischen Akademie Bozen (EURAC).


Kraus Peter A-sw-klAugsburg/IG/KPP - Probleme der Kohäsion, der Anerkennung, der Umverteilung und der Sezession in fragmentierten politischen Gesellschaften sind das Thema der diesjährigen EURAC Summer School, die vom 14. bis zum 27. Juni in Bozen stattfinden wird. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Kanada und Europa werden unter dem Titel "Menschenrechte, Minderheiten und Diversity Management" mit internationalen Experten über die mit dem Thema verbundenen Herausforderungen diskutieren. Partner bei der Planung und Umsetzung des diesjährigen Programms ist Prof. Dr. Peter A. Kraus, Inhaber der Augsburger Professur für Vergleichende Politikwissenschaft und Direktor des Institutes für Kanada-Studien. Seine Mitarbeit an der Koordination der Summer School fügt sich zu einem Forschungsschwerpunkt seiner Professur, der im Zeichen der „komplexen Vielfalt“ steht. Zu verstehen sind darunter neue soziale Konfliktkonstellationen in postindustriellen Gesellschaften, die durch Prozesse der Transnationalisierung, der Migration, der religiösen Mobilisierung und der kulturellen Ausdifferenzierung hervorgerufen werden.

Als Partner bei deren Planung und Umsetzung wird der Augsburger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter A. Kraus im kommenden Juni von drei seiner Doktoranden zur renommierten EURAC-Summer School nach Bozen begleitet. Foto: privat.

"Wir haben es unserer internationalen Vernetzung zu danken, dass gleich drei unserer Doktorandinnen und Doktoranden, die zu einschlägigen Themen forschen, Gelegenheit haben werden, bei der EURAC Summer School mitzumachen und von ihr zu profitieren", so Kraus. Erwähnenswert sei auch, dass es sich bei den drei Augsburgern um die einzigen europäischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer handeln werde in einem Kreis, der sich primär aus kanadischem Forschungsnachwuchs rekrutiere.

Großes Renommee in der Community

"Seit sie 1999 etabliert wurde", betont der diesjährige Organisationspartner Kraus, "genießt die EURAC Summer School zu Menschenrechten, Minderheiten und Diversity Management, die vom Institut für Minderheitenrechte der Europäischen Akademie Bozen mit von Jahr zu Jahr wechselnden Partnern organisiert wird, in unserer Community großes Renommee."

Neue Forschungsansätze und aktuelle Debatten

Insgesamt sind es rund 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich in Südtirol zwei intensive Wochen lang gemeinsam mit internationalen Experten den Fragen der Kohäsion, Anerkennung, Umverteilung und Sezession in politisch fragmentierten Gesellschaften widmen werden. Das Programm der ersten Woche bietet vor allem Vorlesungen, die von ausgewiesenen Fachleuten gehalten werden. Sie informieren - mit jeweils anschließenden Diskussionen - über neue Forschungsansätze und greifen entsprechende aktuelle sozialwissenschaftlichen Debatten auf. Im Mittelpunt des Interesses stehen die Herausforderungen durch "komplexe Vielfalt" im Licht theoretischer und empirischer Perspektiven aus Nordamerika und Europa.

Sieben Schwerpunkte

Sieben Schwerpunkte beziehen sich auf die Teilthemen Politik der Umverteilung im 21. Jahrhundert, marginalisierte Gruppen und Ungleichheit, Minderheiten in Mittel- und Osteuropa, Sprachenvielfalt und Vielfalt nationaler Zugehörigkeiten, Autonomie- und Sezessionsbewegungen, Forderungen nach Anerkennung sowie schließlich Solidarität jenseits des Nationalstaates. In der zweiten Woche werden die teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden ihre eigenen Forschungsarbeiten vorstellen.

Trotz seiner Intensität lässt das Programm der Summer School auch Luft für einige nichtakademische Termine: Vorgesehen sind u. a. ein Besuch des Südtiroler Parlaments und ein Ausflug in die Dolomiten.

______________________________

Weitere Informationen:

http://www.uni-augsburg.de/institute/kanada/pdf-files/prog-120515-eurac.pdf

______________________________

Kontakt:

Prof. Dr. Peter A. Kraus

Vergleichende Politikwissenschaft/Institut für Kanada-Studien

Universität Augsburg

86135 Augsburg

Telefon +49(0)821-598-5263

peter.kraus@phil.uni-augsburg.de