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UPD 191/15 - 23.11.2015                                 Meldung als pdf

Deutsche TV-Krimis und deutsche Emotionen: Juden in "Tatort"

Ein Vortragsabend in der Neuen Stadtbücherei mit Dr. Daniel Wildmann vom Leo Baeck Institute in London


Foto_WildmannAugsburg/TSch – Der Historiker Dr. Daniel Wildmann vom renommierten Leo Baeck Institute in London spricht am 26. November 2015 um 18:15 Uhr in der Neuen Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg) zum Thema „Deutsche TV-Krimis und deutsche Emotionen: Juden in 'Tatort'“. Organisiert wird der Vortragsabend vom Jakob-Fugger-Zentrum, vom Kolloquium Kunst- und Kulturgeschichte und von der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Prof. Bettina Bannasch) der Universität Augsburg. Der Eintritt ist frei.

Foto: Dr. Daniel Wildmanns Forschungsinteresse gilt u. a. dem Zusammenhang von Antisemitismus, visuellen Darstellungen und den mit ihnen verbundenen Emotionen. Foto: privat

Krimis verhandeln Recht und Gerechtigkeit. Sie diskutieren die Ordnung der Gesellschaft – die Verletzungen und die Wiederherstellung der Ordnung. Was lässt sich über die deutsche Gesellschaft erfahren, wenn Juden in populären deutschen TV-Krimis der Gegenwart zu Verdächtigen erklärt werden? Was macht diese Erzählungen attraktiv, akzeptabel – und gleichzeitig vielleicht auch genussvoll antisemitisch? Oder in anderen Worten: Wie verbinden sich diese Bilder mit Gefühlen und moralischen Normen? Daniel Wildmann diskutiert diese Fragen am Beispiel zweier Folgen der populären Krimi-Serien Tatort und Schimanski: „Der Schächter“ (Tatort, 2003) und „Das Geheimnis des Golem“ (Schimanski, 2004).

Dr. Daniel Wildmann ist Acting Director des Leo Baeck Institute in London und Senior Lecturer in History am Queen Mary College der University of London. In zahlreichen Publikationen widmet er sich Fragen der neueren deutsch-jüdischen Geschichte und der Geschichte des Nationalsozialismus. Aktuell zielen Daniel Wildmanns Forschungen insbesondere auf den Zusammenhang von Antisemitismus, visuellen Darstellungen und den damit verbundenen Emotionen.

Öffentlicher Vortrag als Kooperationsprojekt

Bereits im vergangenen Herbst war Daniel Wildmann zu Gast in Augsburg und sprach im voll besetzten Vortragssaal der Neuen Stadtbücherei über das Bild der Juden in Filmen der Weimarer Republik. Sein diesjähriger Vortrag zu "Juden in 'Tatort'“ wird erneut in Kooperation mehrerer Einrichtungen der Universität Augsburg organisiert. Als zentrale Forschungseinrichtung fördert das Jakob-Fugger-Zentrum geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, sorgt für internationale und fächerübergreifende Vernetzungen und sucht mit öffentlichen Veranstaltungen wie diesem Vortrag den Dialog mit der Stadtgesellschaft. Darüber hinaus ist Wildmanns Vortrag in das Semesterprogramm des Kolloquiums Kunst- und Kulturgeschichte eingebunden, das regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen dazu einlädt, laufende Forschungsprojekte zu präsentieren. An der Organisation ebenso beteiligt ist Prof. Dr. Bettina Bannasch, Inhaberin der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg.

Zum Vortrag „Deutsche TV-Krimis und deutsche Emotionen: Juden in 'Tatort'“ von Dr. Daniel Wildmann am 26. November 2015 um 18.15 Uhr in der Neuen Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg) sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Im Anschluss lädt das Jakob-Fugger-Zentrum zu einem kleinen Umtrunk ein. Der Eintritt ist frei.

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Ansprechpartner:

Dr. Tilman Schröder
Jakob-Fugger-Zentrum
Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-5924
tilman.schroeder@praesidium.uni-augsburg.de 

Prof. Dr. Betttina Bannasch
Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-2778
bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de

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Pressebild zum Download:

Foto_WildmannDr. Daniel Wildmanns Forschungsinteresse gilt u. a. dem Zusammenhang von Antisemitismus, visuellen Darstellungen und den mit ihnen verbundenen Emotionen. Foto: privat