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UPD 197/15 - 30.11.2015                                 Meldung als pdf

Tumaini heißt Hoffnung

Augsburger Studentinnen und Studenten berichten über ihren zweiwöchigen Besuch des Faraja Diaconic Center im Nordosten Tansanias


Gruppenfoto Beirat ZIG / SatzingerAugsburg/EN/KPP - Bei einem Afrika-Abend berichten Studentinnen und Studenten der Evangelischen Theologie am 10. Dezember 2015 über die Eindrücke, die sie von einem zweiwöchigen Besuch des Faraja Diaconic Center im Nordosten Tansanias mit nach Augsburg zurückgebracht haben. Sie vermitteln diese Eindrücke in persönlichen Berichten und mit Bildern. Der Erlös eines die Veranstaltung begleitenden Basars wird der Arbeit mit behinderten Kindern in diesem Diakonie-Zentrum am Südrand des Kilimanjaro-Nationalparks zugutekommen wird.

Bild: Zwei Wochen lang war die 11-köpfige Augsburger Gruppe Gast im Faraja Diaconic Center in Tansania. Foto: privat 

Die Augsburger Diakone Gabi und Armin Raunigk leiten das unweit des Kilimanjaro in der Nähe von Boma Ng’ombe gelegene Faraja Diaconic Center. In einer dem Zentrum angegliederten Internatsschule werden knapp 100 körperbehinderte Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren betreut, ihnen wird mit Reha- und Therapieprogrammen sowie mit orthopädischen Hilfsmitteln geholfen. Das Zentrum erhält Zuschüsse seitens des Staates und der Evangelisch-Lutherischen Kirche sowie in gewissem Umfang Beiträge von Eltern, finanziert sich zum größten Teil aber mit den Erträgen eines kleinen Gästehauses und der eigenen Landwirtschaft sowie mit Spenden und Zuwendungen.

... so unbekannt und so fremd

Von Gabi und Armin Raunigk eingeladen, bereitete sich eine Gruppe von Lehramtsstudentinnen und -studenten während des Sommersemesters 2015 in einem Seminar von Prof. Dr. Elisabeth Naurath (Lehrstuhl für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts) auf ihren zweiwöchigen Besuch in Boma Ng’ombe vor. „Während dieser Vorbereitungen ist uns immer bewusster geworden, wie wenig wir in Europa eigentlich von Afrika sprechen, wie vieles dort so ganz anders und uns so unbekannt und so fremd ist. Das Hauptanliegen, mit dem wir uns auf die Reise machten, war es deshalb, bei unseren Begegnungen mit tansanischen Diakonstudenten des Faraja Diaconic Center Einblicke in die jeweils unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten zu erhalten und zu geben“, so Naurath.

Diskussionsrunden, Unterrichtsbesuche und eine Safari

Und in den zahlreichen Diskussionsrunden zu religiösen und gesellschaftlichen Themen vor Ort seien dann in der Tat keine Fragen unbeantwortet geblieben, berichtet sie weiter. Die Augsburger Studentinnen und Studenten hatten Gelegenheit, am Unterricht der tansanischen Gastgeber teilzunehmen, sie gestalteten zusammen mit ihnen einen Kinderbibeltag und sie besuchten mehrere diakonische Betreuungseinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Auch eine Einladung des evangelischen Landesbischofs von Tansania ins Landeskirchenamt in Moshi stand auf dem Programm; nicht minder interessant waren der Besuch in einem Massaidorf und eine Safari im Arusha National Park.

Gelebter afrikanischer Alltag

Da sich das Diakoniezentrum auch durch die Einnahmen finanziert, die es aus einer eigenen Farm erwirtschaftet, hatten die Gäste aus Augsburg u. a. die Möglichkeit, selbst Kaffee zu ernten und zu rösten. Auch ein Trommelworkshop und Andachten mit evangelischen Kirchenliedern auf Kisuaheli gehörten dazu. „Dadurch, dass die Gruppe zwei Wochen lang im Faraja Diaconic Center wohnte und lebte, ergaben sich unzählige auch informelle Gelegenheiten, den Alltag, die Theologie und den Glauben vor Ort ganz individuell kennenzulernen. Ich bin überzeugt davon“, so Naurath, „dass unsere Studentinnen und Studenten mit einer Vielzahl von Erfahrungen, Eindrücken und Impulsen nach Augsburg zurückgehrt sind, die bereichernd in ihr Theologiestudium und in ihre zukünftige Lehrtätigkeit im evangelischen Religionsunterricht einfließen werden.“ 

Mehr über diese Eindrücke, Erfahrungen und mitgebrachten Impulse werden die Besucherinnen und Besucher des unter dem Motto „Tumaini heißt Hoffnung - Tansania begegnen“ stehenden Afrika-Abends am Donnerstag, dem 10. Dezember 2015, von den Studentinnen und Studenten selbst aus erster Hand erfahren. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Raum 2105 der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Gebäude D, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg). Der Eintritt ist frei, Spenden für die Arbeit des Faraja Diaconic Center sind willkommen.

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Kontakt:

Prof. Dr. Elisabeth Naurath
Lehrstuhl für Evangelische Theologie/ Religionspädagogik
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-2625
elisabeth.naurath@phil.uni-augsburg.de 

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Pressefoto zum Download:


Gruppenfoto Beirat ZIG / Satzinger

Bild: Zwei Wochen lang war die 11-köpfige Augsburger Gruppe Gast im Faraja Diaconic Center in Tansania. Foto: privat