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UPD 2/17 - 09.01.2017                                 Meldung als pdf

Am 15. Januar 2017:

Zwischenwelten auf Schloss Höchstädt

Ein Abend der Liedklasse Markus Kreul des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg mit Werken von R. Schumann, H. Berlioz, E. Elgar und G. Mahler


HöchstädtAugsburg/AHK/KPP - Durch die Textdichtung und die musikalische Sprache der Komposition lässt das Kunstlied andere Welten lebendig werden, ein Kosmos an Ausdruck öffnet sich, der in kaum einer anderen Musikgattung so zu finden ist. Dies und die Sängerin oder Sänger, die unkostümiert und ohne Maske unmittelbar zum Publikum sind: das ist die Faszination, die das Lied verströmt. Am 15. Januar 2017 kann sich das Publikum bei einem Abend der Liedklasse Markus Kreul  des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg mit Werken von Robert Schumann, Hector Berlioz, Edward Elgar und Gustav Mahler dieser Faszination hingeben. Der Eintritt ist frei.

Bild: Die Mezzosopranistin A-Reum Lee und der Pianist Nyimaphuntsok – zwei der LMZ-Studentinnen und - Studenten, die am 15. Januar 2017 auf Schloss Höchstädt Schumann-, Berlioz-, Elgar- und Mahler-Lieder vortragen werden. Fotos: Universität Augsburg/LMZ

„Zwischenwelten“ – so erläutert Agnes Habereder-Kottler, die Leiterin der LMZ-Abteilung Gesang das Motto und das Programm des Abends – „gehören zu unserem Leben, unmerklich gleiten wir in sie hinüber und gelangen so zu den Orten unserer Sehnsüchte und Ängste. Zugleich sind sie zauberhaft und voll wunderbarer Inspiration. Zwischenwelten sind auch Übergänge, Phasen zwischen Lebensabschnitten.“

Hector Berlioz

Werke mit dem Thema solcher transzendenter Momente ist dieser Liederabend gewidmet. „Les nuits d´été“ komponierte Hector Berlioz etwa, als er sich nach einem enormen Schaffensrausch von der Schauspielerin Harriet Smithson trennte. Der Tod spielt in Berlioz’  „Sommernächten“ eine besondere Rolle: „Je suis le spectre d’une rose, que tu portais hier au bal. / Ich bin der Geist der Rose, die Du letzte Nacht auf dem Ball getragen hast“, heißt es in „Le spectre de la rose “, in dem der Geist der sterbenden Rose einem Mädchen erscheint und sogar mit ihm tanzt.

Edward Elgar

Auch das Meer ist eine Zwischenwelt. In der Verbindung von Dichtung und Musik entfaltet es magische Kraft. So malt Edward Elgar in seinen „Sea Pictures“ das Leben als ein Meer der Gefühle, als ein stetes Kommen und Gehen, bis es hinweggespült wird. Die unergründliche, geheimnisvolle Tiefe des Meeres wird zum Spiegel unsere Seele.

Schumann und Lenau

„Zwischenwelten“, so Habereder-Kottler, „wirken auch als Brücken, so zwischen der Dichtung Nikolaus Lenaus und der Musik Robert Schumann, der 1859 sechs Gedichte von Lenau vertonte und für ihn bereits ein Requiem schreib, als dieser noch lebte – in einer Irrenanstalt, wie diese Einrichtungen damals hießen. Auch Schumanns Leben endete in einer Irrenanstalt. Beide Künstler waren bereits lange zuvor ‚der Welt gestorben’.“

Gustav Mahler

„Der Welt gestorben“, so nennt Gustav Mahler in seinen Rückert-Liedern dieses Leben in der Zwischenwelt, dem eigenen „Stillen Gebiet“. Mahler äußerte sich kaum zu seinen Rückert-Liedern. Über das Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ sagte er nur: „Es ist Empfindung bis in die Lippen hinauf, die sie aber nicht übertritt. Und: Das bin ich selbst!“

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Mitwirkende:
Es singen A-Reum Lee (Mezzosopran), Yeayoun Kim (Tenor), Raphael Kestler (Bariton) und Jinuk Kim (Bass-Bariton). Am Flügel begleiten werden Antonia Miller,  Nyimaphuntsok (aus Tibet) und der Leiter der Liedklasse des Leopold-Mozart-Zentrums Markus Kreul.

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Termin und Ort:
Der Liederabend beginnt am Sonntag, dem 15. Januar 2017, um 19.30 Uhr in der Schlosskapelle von Schloss Höchstädt (Schloßberg, 89420 Höchstädt). Der Eintritt ist frei.

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Kontakt:
Agnes Habereder-Kottler
Leitung Abteilung Gesang
Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg
Telefon 0821/4504-1617
agnes.kottler@phil.uni-augsburg.de

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Pressebild zum Download:

HöchstädtDie Mezzosopranistin A-Reum Lee und der Pianist Nyimaphuntsok – zwei der LMZ-Studentinnen und - Studenten, die am 15. Januar 2017 auf Schloss Höchstädt Schumann-, Berlioz-, Elgar- und Mahler-Lieder vortragen werden. Fotos: Universität Augsburg/LMZ