| Zur Person |
Dr. Clemens Breuer, Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Moraltheologie, hat für die Arbeit an seiner Habilitationsschrift zum Thema Moraltheologie und christliche Gesellschaftslehre. Zwei Disziplinen in ihrem eigenen Selbstverständnis von der St. Ulrichs-Stiftung ein von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl gestiftetes Stipendium in Höhe von 10.000 DM erhalten. Als Kohl im Juli 1997 in Dillingen mit dem Europäischen St. Ulrichs-Preis ausgezeichnet wurde, äußerte er den Wunsch, das Preisgeld einem Theologiestudenten für dessen Forschungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl eines geeigneten Kandidaten überließ er der St. Ulrichs-Stiftung. Der Augsburger Bischof Viktor Josef Dammertz als Vorsitzender des Kuratoriums der Europäischen St. Ulrichs-Stiftung und deren Vorsitzender, der Dillinger Landrat Dr. Anton Dietrich, übergaben das Stipendium Ende April 1998 nun an Dr. Clemens Breuer.
Prof. Dr. Helmut Giegler (Lehrstuhl für Soziologie und Empirische
Sozialforschung) ist von der Zentralen Evaluationsagentur der niedersächsischen
Hochschulen als Gutachter für den Bereich der Kulturwissenschaften benannt worden.
Prof. Dr. Otto Opitz (Lehrstuhl für Mathematische Methoden der Wirtschaftswissenschaften)
ist am 5. März 1998 anläßlich der 22. Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Klassifikation in Dresden für drei Jahre zum Vorsitzenden
dieser Gesellschaft gewählt worden.
Prof. Dr. Anita B. Pfaff (Extraordinariat für Volkswirtschaftslehre) ist
vom Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Zeit vom 1. Januar 1999 bis
zum 31. Dezember 2003 neu in den Auswahlausschuß der Stiftung berufen worden.
Prof. Dr. Dr. Helga Reimann (Soziologie) hat im März und
April 1998 an der Universität Salzburg eine Gastvorlesungsreihe über Postmoderne
Gesellschaften gehalten.
Prof. Dr. Dr. Werner Wiater (Lehrstuhl für Schulpädagogik) ist vom
Präsidenten der neuen Freien Universität Bozen, dem Südtiroler Landeshauptmann
Dr. Luis Durnwalder, zum Mitglied des Gründungskomitees der Fakultät für
Bildungswissenschaften ernannt worden. Auftrag des sechsköpfigen Gründungskomitees,
dem neben Wiater Professoren aus Mailand, Bologna, Innsbruck und Chemnitz angehören,
ist es, den Lehrbetrieb der Fakultät in der Anlaufphase aufzubauen. Zu den wichtigsten
Aufgabengebieten zählt die Vorbereitung der Berufung von Professoren und Dozenten,
die Ausarbeitung eines Lehrplanes und der Studienordnung sowie die Mitgestaltung
der Universitätsbibliothek. Die Fakultät für Bildungswissenschaften
wird bereits im akademischen Jahr 1998/99 für insgesamt 175 Studierende, die
sich einem Auswahlverfahren unterziehen müssen, zwei Vollstudiengänge für
Kindergärtner(innen) und Grundschullehrer(innen) - jeweils auf deutsch und
auf italienisch - anbieten, in vier bis fünf Jahren wird sich die Zahl der
Studierenden dieser Fakultät, die vorerst in Brixen angesiedelt ist, auf etwa
700 erhöhen.
Für das Projekt Ordnungskonzepte und Verhalten im 16. Jahrhundert - Widerstand und Akzeptanz reichsstädtischer Bevölkerungsschichten gegenüber Normenwandel am Beispiel der Augsburger Strafgerichtspraxis haben Prof. Dr. Rolf Kießling (Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte) als Projektleiter und Dr. Carl A. Hoffmann als Projektbearbeiter von der Volkswagen-Stiftung Personal- und Sachmittel in Höhe von 316.300 DM auf drei Jahre bewilligt bekommen. Das Projekt, das ab dem 1. August 1998 von der Volkswagenstiftung im Rahmen des Schwerpunkts Recht und Verhalten gefördert wird, konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Obrigkeit und Bürgerschaft in der Reichsstadt Augsburg bei der Schaffung von Normen, ihrer Veränderung und Durchsetzung sowie den dabei auftretenden Konflikten und Verhaltensmustern. Im Mittelpunkt steht die Auswertung der Verhörprotokolle des Stadtgerichts (Urgichten); konkret sollen die genannten Prozesse am Akzeptanz-, Instrumentalisierungs- und Widerstandsverhalten aller Bevölkerungsschichten untersucht werden. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Devianz und gesamtgesellschaftlichen Veränderungen ebenso zu berücksichtigen wie die Reaktion von Obrigkeit und Gesellschaft auf nichtkonforme Handlungsweisen.
Im Rahmen des Förderprogramms Ausbau des Multimedia-Einsatzes
in der Lehre an den Universitäten hat das Bayerischen Staatsministerium
für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst das von Prof. Dr. Bernhard
Möller (Informatik) zusammen mit Prof. Dr. Werner Kießling
(Lehrstuhl für Praktische Informatik/Datenbanken und Informationssysteme) und
Prof. Dr. Hartmut Noltemeier (Institut für Informatik der Universität
Würzburg) beantragte Projekt Informatik-Werkzeuge zur multimedialen Unterstützung
der Lehre genehmigt. An die Universität Augsburg fließen für
dieses Projekt Mittel in Höhe von 185.000 DM.