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Die sechste Semana Hispánica

Lorca-Ausstellung und Vortrag des mexikanischen Botschafters

Neben den traditionellen soziologischen und lexikographischen Kolloquien prägte eine Lorca-Ausstellung und eine Veranstaltung über Perspektiven für die deutsche Wirtschaft in Lateinamerika die Semana Hispánica 1998. Es war die sechste Spanische Woche, die vom Institut für Spanien- und Lateinamerikastudien (ISLA) der Universität Augsburg und der Kulturabteilung der Botschaft des Königreichs Spanien veranstaltet wurde. Unterstützt wurden die Veranstalter diesmal durch die Botschaft Mexikos in Deutschland, durch das Institut Universitari de Lingüística Aplicada der Universitat Pompeu Fabra (Barcelona) und durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg.

Die Ausstellung zu Federico García Lorca in der Zentralbibliothek, mit deren Vernissage am 20. November gleichzeitig die Eröffnung der Semana verbunden war, ist anläßlich des 100. Geburtstags des 1898 in Fuente Vauqeros geborenen und 1936 ermordeten spanischen Dichters erarbeitet worden. Auf rund dreißig Schautafeln sind sein Leben und Werk chronologisch dokumentiert. Die Originale der in Form von Kopien präsentierten Dokumentationsmaterialien - Fotos, Zeichnungen, Texte und Gedichte - gehören zum Bestand der Stiftung García Lorca. In Zusammenarbeit mit dieser Stiftung hat die Spanische Botschaft in Bonn die in Augsburg gezeigte deutsche Fassung dieser Ausstellung initiiert. Ihre Realisierung wurde durch das Spanische Ministerium für Bildung und Kultur sowie durch die Generaldirektion für Kulturelle Beziehungen des Spanischen Außenministeriums und durch das Instituto Cervantes gefördert.

Die eigentliche Semana begann am 1. Dezember mit einer Vortragsveranstaltung, in der der Botschafter Mexikos in Deutschland, S. E. Roberto Friederich, sein Land als Beispiel für neue Perspektiven der deutschen Wirtschaft in Lateinamerika vorstellte.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Spanischen Woche lag dann, wie üblich, in einem soziologischen und einem lexikographischen Kolloquium. Koordiniert vom Augsburger Soziologen Prof. Dr. Peter Waldmann widmeten sich neun Wissenschaftler aus Madrid, San Sebastian, Krakau, Kiel, Mainz und Augsburg unter allgemeinen Gesichtspunkten sowie in internationaler und interdisziplinärer Perspektive dem Rahmenthema "Recht, Moral, Gewalt". Für spanische und lateinamerikanische Hispanisten verbindet sich der Name Augsburg insbesondere mit einem Forschungsprojekt, in dessen Rahmen Spezialwörterbücher für das Spanische der einzelnen hispanoamerikanischen Länder erarbeitet werden, sowie mit spanischsprachigen Handbüchern der Wörterbuchwissenschaft und ebenfalls in spanischer Sprache verfaßten theoretischen Veröffentlichungen zum Thema Wörterbücher. Das dementsprechend zu den traditionellen Bestandteilen der Augsburger Semana Hispánica zählende wörterbuchwissenschaftliche Kolloquium hatte unter Leitung von Prof. Dr. Reinhold Werner - Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Angewandte Sprachwissenschaft (Romanistik) und zugleich geschäftsführender ISLA-Direktor - diesmal "Clases de vocabulario, tipos de tratamiento lexicográfico" zum Thema. Die Referentinnen und Referenten kamen aus Barcelona, Salzburg und Augsburg

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Zuletzt geändert von presse@www.uni-augsburg.de am Montag, den 26. April 1999