| Forschung |
Eröffnet wurde die Konferenz durch einen Kolloquiumsvortrag
von Professor F. Hirzebruch aus Bonn, der zu den bedeutendsten Mathematikern in
Deutschland und zu den Gründungsvätern des Augsburger Instituts
für Mathematik gehört. Sein Vortrag verdeutlichte überraschende
neue Verbindungen zwischen den zwei ältesten mathematischen Disziplinen,
der Geometrie und der Zahlentheorie.
Die Geometrie ist heute längst nicht mehr nur die Lehre von den
räumlichen Formen, sie durchdringt und verbindet vielmehr fast alle Gebiete
der Mathematik und der mathematischen Physik und ist damit zu einer der
wichtigsten Grundlagenwissenschaften geworden. Neben den klassischen
geometrischen Begriffen wie Abstand, Parallelität, Volumen und Symmetrie
sind es vor allem physikalische Konzepte wie Energie, Entropie, Spin, Dynamik
und Quantisierung, die in die Geometrie aufgenommen und weitergeführt
wurden. Die "Augsburger Geometrietage" zeigten die ganze Breite dieser
Entwicklung.
Veranstalter waren die Lehrstühle für Analysis und Geometrie sowie
für Differentialgeometrie (Lohkamp, Heintze, Heber, Eschenburg) am Institut
für Mathematik. Die Tagung wurde aus Mitteln des Augsburger
Graduiertenkollegs "Nichtlineare Probleme in Analysis, Geometrie und Physik" und
der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät finanziert.
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am Montag, den 8. November 1999