Forschung

Eine der wichtigsten Grundlagenwissenschaften

3. Augsburger Geometrietage

Nach 1997 und 1998 fanden vom 6. bis zum 15. Juli 1999 zum dritten Mal am Institut für Mathematik der Universität Augsburg die "Augsburger Geometrietage" statt. Indem sie der Einladung zu aktiver Beteiligung zahlreich folgten, untermauerten profilierte, in jüngster Zeit durch bahnbrechende Entdeckungen hervorgetretene Mathematiker des In- und Auslandes den Anspruch des Augsburger Instituts, eine der führenden deutschen Forschungsstätten auf dem Gebiet der Geometrie zu sein.

Eröffnet wurde die Konferenz durch einen Kolloquiumsvortrag von Professor F. Hirzebruch aus Bonn, der zu den bedeutendsten Mathematikern in Deutschland und zu den Gründungsvätern des Augsburger Instituts für Mathematik gehört. Sein Vortrag verdeutlichte überraschende neue Verbindungen zwischen den zwei ältesten mathematischen Disziplinen, der Geometrie und der Zahlentheorie.

Die Geometrie ist heute längst nicht mehr nur die Lehre von den räumlichen Formen, sie durchdringt und verbindet vielmehr fast alle Gebiete der Mathematik und der mathematischen Physik und ist damit zu einer der wichtigsten Grundlagenwissenschaften geworden. Neben den klassischen geometrischen Begriffen wie Abstand, Parallelität, Volumen und Symmetrie sind es vor allem physikalische Konzepte wie Energie, Entropie, Spin, Dynamik und Quantisierung, die in die Geometrie aufgenommen und weitergeführt wurden. Die "Augsburger Geometrietage" zeigten die ganze Breite dieser Entwicklung.

Veranstalter waren die Lehrstühle für Analysis und Geometrie sowie für Differentialgeometrie (Lohkamp, Heintze, Heber, Eschenburg) am Institut für Mathematik. Die Tagung wurde aus Mitteln des Augsburger Graduiertenkollegs "Nichtlineare Probleme in Analysis, Geometrie und Physik" und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät finanziert.

Jost-Hinrich Eschenburg


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Zuletzt geändert von presse@www.uni-augsburg.de am Montag, den 8. November 1999