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Berichte

Nur gute Erfahrungen und jede Menge Tipps für NachfolgerInnen

Das Austauschprogramm der Augsburger und Pittsburgher Physiker: drei Pioniere berichten

Stefan Völk, Sandro Lobina und Christian Delpero heißen die ersten drei Augsburger Studenten aus der Physik bzw. Materialwissenschaft, die - unterstützt durch ein spezielles Stipendienprogramm - im Juli und August 2002 einen sechswöchigen Forschungsaufenthalt am Department for Engineering Physics and Materials Science der US-amerikanischen Partneruniversität Pittsburgh absolviert haben. Im Gegenzug arbeiteten Joshua Askin und Jeff Connors ,die in Pittsburgh als Undergraduates Materials Science bzw. Engineering Physics studieren, ebenso lange in Teams des Augsburger Instituts für Physik.

"Unser Unitag", so berichten Völk, Lobina und Delpero von ihrem Pittsburgh-Aufenthalt, "startete in der Regel um 9.30 Uhr und endete gegen 18.00 Uhr. In der ersten Woche wurden wir mit Literatur versorgt, in die wir uns einlesen sollten, damit wir unsere Messergebnisse dann auch verstehen würden. Ab der zweiten Woche konzentrierte sich die Arbeit auf Tätigkeiten im Labor. Dort haben wir die meiste Zeit verbracht und an unseren Projekten gearbeitet. Das Projekt, in das jeder von uns eingebunden war, war auf seinen jeweiligen Wissensstand abgestimmt. Jeder war in eine Arbeitsgruppe integriert, unsere Arbeiten erledigten wir - nach einer Einführung - teilweise selbstständig oder im Team. Die Benutzung der Geräte erfolgte zusammen mit den Professoren und Postdocs, die uns betreuten. Sie waren Ansprechpartner sowohl für fachliche als auch für allgemeine Probleme, nahmen sich sehr viel Zeit für uns und erklärten uns alles mit großer Geduld."

Sie seien aber nicht nur bei der Projektarbeit an der Universität sehr aktiv gewesen, sondern auch in ihrer Freizeit, berichten die drei Augsburger Pioniere dieses Austauschprogramms. Ihre ausführlich kommentierten Tipps, was man an den Abenden und Wochenenden machen kann oder machen sollte, reichen vom Carnegie Museum of Natural History and Arts über das Carnegie Science Center, das Pittsburgher Baseball-Stadion, die Niagarafälle, Washington DC, diverse sehenswerte Stadtviertel und Einkaufsmeilen bis zum Andy Warhol Museum.

"Uni-Alltag", "Land und Leute", oder "Sprache" sind nur einige von zahlreichen Kapiteln der sehr ausführlichen Homepage, auf der Völk, Lobina und Delpero ihre Pittsburgh-Erfahrungen und alle aus ihrer Sicht wichtigen Informationen zusammengestellt haben: "Unsere Erfahrungen sollen künftigen Teilnehmern des Programms eine optimale Vorbereitung ermöglichen, damit sie ihren Aufenthalt in Pittsburgh dann richtig genießen können." Wie die Bewerbung abläuft, welche Formalitäten zu erledigen sind, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wie es mit der Unterkunft aussieht: zu all diesen praktischen Fragen bietet die Homepage konkrete und ausführliche Antworten. Und darüber hinaus wird von allen dreien nicht nur ein Projektbericht über die jeweilige Labortätigkeit in Pittsburgh geboten, sondern auch ein individueller Reisebericht, in dem jeder seine persönlichen Eindrücke von "Sechs Wochen arbeiten und leben in Pittsburgh" vermittelt. Und besonders reizvoll ist es natürlich, diese Eindrücke mit den Erfahrungen zu vergleichen, die die Pittsburgher Askin und Connors beim Arbeiten und Leben Augsburg gemacht haben. Auch ihre "Cultural Reports" finden sich auf der Homepage.

In der positiven Bewertung des Austauschprogramms sind sich die Teilnehmer der ersten Runde einig. Den Initiatoren des Programms sei es gelungen, einen Austausch anzubieten, mit dem die Studierenden "innerhalb kurzer Zeit reichlich fachliche und kulturelle Erfahrungen sammeln können". Gerade die überschaubare Dauer des Aufenthalts, so Sandro Lobina, mache dieses Pro-gramm so reizvoll: "Die Hemmschwelle, sich für ein Sommerprojekt zu bewerben, ist doch geringer als im Falle eines ganzen Auslandssemesters. Für den einen oder anderen kann dieser kurze Sommer-Aufenthalt dann aber doch zum Sprungbrett für ein ganzes Auslandssemester oder Auslandsjahr werden."

Nur Lob ernten auch die Professoren Soffa und Wiezorek (Pittsburgh) sowie Claessen und Haider (Augsburg), die diesen in die Universitätspartnerschaft Augsburg-Pittsburgh eingebetteten Austausch koordinieren. Claessen und Haider ihrerseits geben den Dank an die Sponsoren weiter: "Um unseren Augsburger Anteil an diesem Programm finanzieren zu können, sind wir auf die großzügige Unterstützung Dritter angewiesen. Wir danken ganz herzlich der Albert-Leimer-Stiftung sowie der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg und dem Unternehmer Hubert Stärker, die den Pittsburgh-Aufenthalt unserer drei Augsburger Studenten im vorigen Sommer finanziell ermöglicht haben. Und natürlich hoffen wir, weiterhin entsprechende Unterstützung zu finden, um dieses Programm kontinuierlich fortsetzen zu können."

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