Dr. German Hammerl erhielt für seine Dissertation einen der
diesjährigen Wissenschaftspreise der Augsburger
Universitätsstiftung
Mit wichtigen Impulsen für die Herstellung kostengünstiger und
leistungsfähiger Kabel aus Hochtemperatursupraleitern wartet Dr. German
Hammerl in seiner bereits 2004 abgeschlossenen Dissertation über "Neue
Verfahren zur Optimierung von Bandsupraleitern" auf. Mit seinen wegweisenden
Untersuchungen zur selektiven Dotierung von Korngrenzen eröffnet der
Augsburger Physiker neue Perspektiven zur Optimierung supraleitender Kabel.
Zugleich liefert er wertvolle Beiträge zur Verbesserung des grundlegenden
Verständnisses der elektronischen Eigenschaften von Grenzflächen in
den Supraleitern. Am Augsburger Lehrstuhl für Experimentalphysik
VI/Elektronische Korrelationen und Magnetismus (Prof. Dr. Jochen Mannhart)
entstanden, hat Hammerls Studie zwischenzeitlich in der internationalen Fachwelt
große Beachtung gefunden. Jetzt hat sie dem jungen Physiker, der zuletzt
Postdoc am IBM Forschungslabor in Zürich war und seit kurzem wieder am
Lehrstuhl Mannhart arbeitet, einen mit 1500 Euro dotierten Wissenschaftspreis
der Augsburger Universitätsstiftung eingebracht.
Mit Hochdruck wird weltweit die Entwicklung energiesparender supraleitender
Kabel vorangetrieben. Pro Jahr werden etwa 50 Millionen Euro in entsprechende
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten investiert. Hierbei sind Labors in den USA
und in Japan führend.
Selektive Dotierung von Korngrenzen
Die Leistungsfähigkeit dieser Kabel ist durch die elektronischen
Eigenschaften der Grenzen zwischen einzelnen supraleitenden Kristalliten, den
sogenannten Korngrenzen, limitiert. Zur Verbesserung dieser Korngrenzen hat
Hammerl das Verfahren der selektiven Dotierung von Korngrenzen in
Hochtemperatursupraleitern etabliert. Dieses Verfahren ermöglicht, die
Stromtragefähigkeit supraleitender Kabel deutlich zu erhöhen. Hammerl
kam zu seinen bahnbrechenden Ergebnissen, indem er zunächst in
grundlagenorientierten Experimenten die Dotierung von Korngrenzen an
Bikristallen untersuchte und dann die Wirksamkeit des Verfahrens an technischen
Bändern nachwies, die vom Oak Ridge National Lab in den USA hergestellt
wurden.
Zwei Patente und internationale Presseresonanz
Hammerl ist Erstautor der wichtigsten Publikation, die im Zuge dieser
Forschungsarbeiten entstanden und bei "Nature" (Vol. 407, S. 162-164, 14.
September 2000) erschienen ist. Diese Publikation ist auf großes Interesse
in der Fachwelt gestoßen, und die Ergebnisse wurden weltweit
bestätigt. Aus den Arbeiten resultierten zudem zwei internationale Patente.
Dass die erzielten Fortschritte ausgiebig auch in der internationalen Presse -
u. a. in der "Financial Times Deutschland", im "Wall Street Journal", in der
"San Diego Union Tribune" oder in der "Frankfurter Allgemeinen" beschrieben
wurden, spricht für ihre Bedeutung.
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Fotos zu dieser Pressemitteilung:
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Kontakt und weitere Informationen:
Dr. German Hammerl
Lehrstuhl für Experimentalphysik VI
Universität Augsburg
86135 Augsburg