Im EU-Exzellenznetzwerk "Functionalized Advanced Materials and
Engineering" kooperieren sieben europäische Universitäten mit dem
Ziel, höchstqualifizierte Experten für neue Funktionsmaterialien
auszubilden
An der Universität Augsburg und an sechs weiteren Universitäten in
Frankreich (Bordeaux und INP Grenoble), Belgien (Liège und Louvain La
Neuve), Portugal (Aveiro) und Deutschland (Darmstadt) haben hochmotivierte
Studentinnen und Studenten ab dem Wintersemester 2007/08 die Möglichkeit,
sich in einem Master-Studiengang des EU-Exzellenznetzwerks "Functionalized
Advanced Materials and Engineering" (FAME) auf internationalem Niveau als
Spezialisten im Bereich neuer Funktionsmaterialien zu qualifizieren. "Dass es
sich bei diesen neuen Funktionsmaterialien um eine Schlüsseltechnologie
für den Forschungs- und für den Wirtschaftsstandort Europa handelt,
wird niemand bestreiten", meint Prof. Dr. Ferdinand Haider, der am Institut
für Physik der Universität Augsburg für die Koordination von FAME
Verantwortung trägt.
Konsequente internationale Ausrichtung
Das ganz Besondere an FAME: Dieser Studiengang ist nicht nur dem Namen nach bzw.
deswegen, weil er an insgesamt sieben europäischen Universitäten
angeboten wird, "international". Vielmehr sieht er verbindlich vor, dass die
vier Semester dieses Masterprogramms tatsächlich auf mehrere der
beteiligten Universitäten in unterschiedlichen Ländern verteilt
werden: Das erste Studienjahr kann entweder an der Universität Augsburg
oder am Institut National Polytechnique de Grenoble (INPG) absolviert werden. Im
zweiten Studienjahr ist dann aber ein mindestens einsemestriger
Studienaufenthalt an einer der weiteren beteiligten Universitäten in
Belgien oder Portugal Pflicht. Dabei geht die konkrete Wahl des Studienstandorts
mit einer fachspezifischen Spezialisierung einher. Schwerpunkte die hierbei
angeboten werden sind:
Materials
Interfaces: surfaces, composites and coatings (Augsburg)
Materials
for Micro- and Nanotechnologies (Grenoble)
Nanomaterials and Hybrids (Aveiro)
Hybrid
Materials and Ceramics (Bordeaux)
Functional
Ceramics (Darmstadt)
Nanomaterials and Modelling (Liège)
Engineering
of Materials and Nanostructures (Louvain)
Das vierte Semester des Studienganges ist für die Masterarbeit vorgesehen.
Sie kann entweder in einer Forschungseinrichtung der sieben
FAME-Universitäten angefertigt werden oder aber in den
Forschungslaboratorien der renommierten Industriepartner des
FAME-Exzellenznetzwerks. "Mit diesem Programm schaffen wir unseren Studentinnen
und Studenten eine hervorragende Ausgangsposition für weiterführende
Forschungsqualifikationen, insbesondere für ein Promotionsstudium", ist
Haider überzeugt. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch der souveräne
Umgang mit dem Englischen, der für alle Lehrveranstaltungen und
Prüfungen Voraussetzung ist.
Exzellente Bewerberlage durch weltweite Attraktivität
Als ein im Rahmen des "Erasmus Mundus"-Programms gefördertes EU-Projekt hat
FAME ein Renommee, das geeignet ist, diesen Studiengang weltweit für die
qualifiziertesten und engagiertesten Studentinnen und Studenten attraktiv zu
machen und sie für ein Studium an einer der sieben europäischen
FAME-Universitäten zu gewinnen. Mit FAME, so meinen die Architekten dieses
Eliteprogramms, sei es ihnen gelungen, "ein Aushängeschild
europäischer Hochschulbildung" zu schaffen. Als Beleg dafür
führen sie eine Bewerberlage an, die es ermöglicht habe, trotz der
außergewöhnlich anspruchsvollen Kriterien bereits ein halbes Jahr vor
dem Start des Studienganges 24 von rund 150 außereuropäischen
Interessentinnen und Interessenten die Aufnahme in den ersten FAME-Jahrgang
zuzusagen. Insgesamt stehen pro Jahrgang 40 Studienplätze zur
Verfügung. Interessentinnen und Interessenten aus Europa haben noch bis zum
31. Mai 2007 Gelegenheit, sich zu bewerben
Optimale Karrierechancen in Wissenschaft und Industrie
"Wir sind", so betont Haider, "überzeugt davon, dass der binationale
Doppel-M. Sc., den wir nach erfolgreichem Abschluss des viersemestrigen
Masterprogramms verleihen, unseren FAME-Absolventinnen und -Absolventen
hervorragende Berufsperspektiven eröffnet. Dieser Abschluss ist ein ein
Ticket, das in ganz Europa die Türen öffnet - entweder zu einem
einschlägigigen Promotionsstudium mit der Perspektive einer
wissenschaftlich-universitären Forscherlaufbahn oder aber zu einer Karriere
in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen innovativer Unternehmen, die mit
modernen Funktionsmaterialien international die Entwicklungen in Bereichen wie
Mikroelektronik, Telekommunikation, Optik, Biotechnologie, Energie, Umwelt oder
Medizin prägen und vorantreiben."
Studienbeginn im September 2007, Bewerbungsschluss am 31. Mai
Um die Aufnahme in den FAME-Studiengang bewerben können sich Studentinnen
und Studenten mit einem qualifizierten Bachelor-Abschluss in Physik, Chemie,
Metallkunde, Materialwissenschaften, Elektrochemie oder in einer verwandten
Disziplin. Über die Zulassung befindet ein Ausschuss, der sich aus
Repräsentanten aller sieben FAME-Partneruniversitäten zusammensetzt.
Bewerbungsschluss für den ersten FAME-Jahrgang, der das Studium im
September 2007 an der Universität Augsburg bzw am INP Grenoble aufnehmen
wird, ist der 31. Mai 2007.
FAME: ein weiterer Beleg für die Exzellenz der Augsburger Physik
Durch die maßgebliche Beteiligung am europäischen Elitestudiengang
FAME akzentuiert das Institut für Physik der Universität Augsburg
einmal mehr seine international anerkannte Exzellenz in Forschung und Lehre:
Gemeinsam mit dem Institut für Mathematik eingebunden in die
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, die ihrerseits mit der
Fakultät für Angewandte Informatik in einem auf das Forschungsthema
"Grundlagen und Design funktionaler Materialien und Organic Computing"
ausgerichteten Kompetenzzentrum kooperiert, bietet das 1989 gegründete
Augsburger Physik-Institut neben einem B. Sc.-Programm "Materialwissenschaften"
und einem darauf aufbauenden M. Sc.-Studium "Materials Science" seit drei Jahren
den Elitestudiengang "Advanced Materials Science" (AMS) an. AMS ist ein
anspruchsvolles Master-Programm für Hochqualifizierte, bei dem die
Universität Augsburg mit der LMU und der TU München im Rahmen des
"Elitenetzwerks Bayern" (ENB) zusammenarbeitet.
International anerkannte Spitzenforschung
Das Forschungsprofil des Physik-Instituts wird zum einen durch einen mit
Bundesmitteln anschubfinanzierten, mittlerweile international als exzellent
anerkannten und vom Freistaat Bayern inzwischen etatisierten
Forschungsschwerpunkt "Elektronische Korrelationen und Magnetismus"
geprägt, zum anderen durch einen eigenen DFG-Sonderforschungsbereich
"Kooperative Phänomene im Festkörper:
Metall-Isolator-Übergänge und Ordnung mikroskopischer Freiheitsgrade"
(SFB 484), dem von internationalen Gutachtern mehrfach bereits höchstes
Niveau bestätigt wurde. Weiterhin sind mehrere Lehrstühle des
Instituts in Kooperation mit den beiden Münchner Universitäten in die
Sonderforschungsbereiche "Manipulation von Materie auf der Nanometerskala" (SFB
486) und "Festkörperbasierte Quanteninformationsverarbeitung: Physikalische
Konzepte und Materialaspekte" (SFB 631) eingebunden und als Partner des Projekts
"Nanosystems Initiative Munich" (NIM) auch an der sogenannten
"Exzellenzinitiative des Bundes" beteiligt.
Verantwortungsbewusste Anwendungsorientierung
Die Partizipation an der High Tech-Offensive Bayern hat dem Augsburger
Physik-Institut vor knapp zehn Jahren den erfolgreichen Aufbau eines
"Anwenderzentrums Material- und Umweltforschung" (AMU) ermöglicht, das
seither in optimaler Weise den direkten Transfer zwischen universitärer
Forschung und industrieller Anwendung sicherstellt. Das Hauptaugenmerk liegt
dabei auf der gezielten Entwicklung und industriellen Umsetzung nachhaltiger
Materialien. Bereits zweimal war das Augsburger AMU Gastgeber eines "Materials
Science Forum on Future Sustainable Technologies" (MATFORUM) - in Kooperation
mit dem Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg sowie
mit den beiden größten Materialwissenschaftlichen Gesellschaften
Amerikas und Europas, der MRS und der E-MRS. Beim ersten dieser beiden Kongresse
wurde im Jahr 2002 die "Augsburg Materials Declaration" verabschiedet, die die
Materialforscher in Wissenschaft und Industrie darauf verpflichtet, in allen
Stadien der Produktentwicklung die Probleme der Nachhaltigkeit zu
berücksichtigen.
Ausgezeichnete Studienbedingungen
Die durch herausragende Forschungsleistungen und intensive Transferkontakte
mitbedingte ausgezeichnete Ausstattung des Augsburger Physik-Instituts kommt
unmittelbar auch den Studentinnen und Studenten zugute - sowohl hinsichtlich der
Studienbedingungen als auch mit Blick auf Praxiskontakte und dementsprechende
Berufsperspektiven. In maßgeblichen Rankings wurde dies dem Institut von
seinen Studierenden wiederholt bestätigt. Die Einbettung des Instituts in
eine noch junge, überschaubare und dementsprechend flexible sowie
reformfähige und reformfreudige Universität, deren Campus-Park zu den
schönsten in Deutschland zählt, trägt das ihre dazu bei.
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FAME-Homepage: http://www.fame-master.com
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