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156/08 - 12. November 2008 High-Tech Gründerfonds und Seedfonds Bayern finanzieren die Augsburger Corrmoran GmbH
Augsburger Startup entwickelt Korrosionssonden für
Großfeuerungsanlagen
Augsburg/Bonn/Landshut - Um der Corrmoran GmbH, einer Ausgründung der
Universität Augsburg, die auf die Analyse des Korrosionsangriffs in
Müllverbrennungsanlagen spezialisiert ist, den Start auf dem Markt zu
erleichtern, beteiligen sich der High-Tech Gründerfonds und der Seedfonds
Bayern an den in größerem Umfang erforderlichen Anfangsinvestitionen.
"Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und betrachten Sie
zugleich als Vertrauensbeweis für die Erfolgsperspektiven und die
Zukunftsfähigkeit unseres Produkts", so der
Corrmoran-Geschäftsführer Dr. D. Schrupp-Heidelberger.
Die Wissenschaftler am Augsburger Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung
(AMU) der Universität Augsburg, die nun den Kern der Firma Corrmoran
bilden, haben den Prototyp für eine stabförmige Sonde entwickelt, die
es ermöglicht, den Korrosionsangriff in der Anlage bei laufendem Betrieb
online zu verfolgen. Sie liefert wichtige Erkenntnisse über die zeitlichen
Zusammenhänge zwischen Prozessparametern und diesem Korrosionsangriff, aus
denen sich hinsichtlich des Wirkungsgrads und der Wartungskosten wertvolle
Informationen für Anlagenbauer und -betreiber ableiten lassen.
Die Sonde ist das Ergebnis eines mittlerweile abgeschlossenen AMU-Projekts zur
Charakterisierung und Analyse der Beläge und des Korrosionsangriffs an
Wärmetauschern in Müllverwertungsanlagen, das vom Bayerischen
Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz im Rahmen
der EU-Strukturförderung für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert
worden war.
"Unser Konzept stieß in Fachkreisen frühzeitig auf großes
Interesse, nachdem die Korrosion nach wie vor eines der belastendsten Probleme
ist, mit denen Müllverbrennungsanlagen sowohl unter dem Aspekt der
Energieeffizienz als auch mit Blick auf den Wartungsaufwand konfrontiert sind",
berichtet Prof. Dr. Ferdinand Haider. Er ist wissenschaftlicher Beirat der
Corrmoran GmbH. Der Name der Firma steht für "CORRosion MOnitoring and
ANalysis". Sie wurde als SpinOff der Universität Augsburg im April 2008
gegründet, um den am AMU als Forschungssonde konzipierten Prototypen
weiterzuentwickeln und eine industriell anwendungsfähige Version anbieten
zu können. "Ausschlaggebend für diesen Schritt waren die häufigen
Nachfragen von Anlagenbauern und -betreibern nach Korrosionsmessungen, die uns
das Marktpotenzial der Sonde sehr deutlich gemacht haben", so
Schrupp-Heidelberger, der die Firma gemeinsam mit Dr. B. Waldmann und B.
Stöcker gegründet hat.
Mittlerweile wird die Corrmoran-Sonde in einer Reihe von Anlagen nicht nur in
Deutschland sondern auch im europäischen Ausland erfolgreich eingesetzt.
"Bislang bieten wir Unternehmen aus dem Bereich der Abfallverbrennung Messungen
mit unserer Sonde als Dienstleistung an, ab 2010 werden wir die Sonde auch als
käufliches Produkt vertreiben", kündigt Frau Dr. Barbara Waldmann, CMO
der Corrmoran GmbH, an und meint: "So oder so helfen wir unseren Kunden, den
Betrieb ihrer Anlagen sicherer und energieeffizienter zu machen."
Die Gründung der Firma und die Weiterentwicklung der Forschungssonde zur
Anwendungsreife wurden durch das EXIST-Gründerstipendium ermöglicht.
Der Übergang vom theoretischen Geschäftsplan zur realen Gründung
konnte durch die Unterstützung der Universität Augsburg erreicht
werden, die Räume und Infrastruktur bereitgestellt hat. "Ganz wichtig
für uns war aber auch die wissenschaftliche Beratung insbesondere durch die
Professoren Ferdinand Haider und Siegfried Horn von den Lehrstühlen
für Experimentalphysik I und II", betont Schrupp-Heidelberger und meint
weiter:
Ohne die kompetente Beratung der Firma Enthart Consulting in den Fragen der
Finanzierung, Unternehmensführung und bei der Erstellung eines
Businessplans, wäre die am Anfang gesetzten Ziele wohl kaum zu erreichen
gewesen".
Ausschlaggebend für den nächsten Schritt, den erfolgreichen
Markteintritt des Unternehmens, hält der
Corrmoran-Geschäftsführer den jetzt vollzogenen Einstieg des High-Tech
Gründerfonds und des Seedfonds Bayern: "Um die zahlreichen Kundennachfragen
bedienen zu können, sind größere anfängliche Investitionen
notwendig. Mit dem High-Tech Gründerfonds und dem Seedfonds Bayern haben
wir zwei starke Partner gewinnen können, deren Unterstützung es
ermöglicht, jetzt den Markteintritt und den Ausbau der Firma
schnellstmöglich zu vollziehen." Es freut uns, dass wir mit Corrmoran
wieder zur Gründung eines erfolgversprechenden, bayerischen
Start-Up-Unternehmens aus dem High-Tech-Bereich und damit zur Schaffung von
qualifizierten, nachhaltigen Arbeitsplätzen im Raum Augsburg beitragen
konnten" so Brigitte Linseis, Beteiligungsmanagerin bei Bayern Kapital.
Kontakt:
Anhang I: Der High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche
Technologie-Unternehmen, die viel versprechende Forschungsergebnisse
unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung von bis zu 500.000 Euro
sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines
Prototypen bzw. eines "proof of concepts" oder zur Markteinführung
führen. Der High-Tech Gründerfonds verfügt über ein
Fondsvolumen von rund 272 Mio. Euro. Investoren der Public-private Partnership
sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW
Bankengruppe sowie die sechs Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom, Siemens,
Robert Bosch, Daimler und Carl Zeiss.
Kontakt:
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Anhang II: Der Seedfonds Bayern
Der Seedfonds Bayern besteht seit 2003, ist mit insgesamt 22 Mio. Euro für
die Finanzierung von neu gegründeten technologieorientierten Unternehmen in
Bayern ausgestattet und steht als regionaler Ansprechpartner zur Verfügung.
Er wird von Bayern Kapital gemanagt, die 1995 auf Initiative der Bayerischen
Staatsregierung im Rahmen der "Offensive Zukunft Bayern" errichtet wurde, um
insbesondere junge innovative bayerische Unternehmen mit Beteiligungskapital
auszustatten. Bisher hat Bayern Kapital rund 138 Mio. Euro in mehr als 170
innovative High-Tech-Unternehmen investiert. Bayern Kapital betreut derzeit
insgesamt fünf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rd. 190
Mio. Euro. Weitere Informationen unter www.bayernkapital.de.
Kontakt:
Bayern Kapital GmbH |
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