Für den Augsburger Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker
ist die "Unicum Beruf"-Auszeichnung das Sahnehäubchen auf einem
außergewöhnlich erfolgreichen Jahr 2009.
Augsburg/Bochum - Wer sind die besten Wegbereiter für Karrieren unter
Deutschlands Hochschullehrern? Das fragte das Magazin "Unicum Beruf" gemeinsam
mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in diesem Jahr bereits zum
vierten Mal in einem bundesweiten Wettbewerb. Weil sie sich vorbildlich für
die berufliche Zukunft ihrer Studierenden einsetzen, werden die Gewinner jetzt
mit dem Titel "Professor des Jahres 2009" geehrt. In der Kategorie
Wirtschaftswissenschaften/Jura fiel die Wahl der Jury auf Prof. Dr. Hans Ulrich
Buhl. Er ist seit 1994 Inhaber des Lehrstuhls für für BWL,
Wirtschaftsinformatik, Informations- & Finanzmanagement, seit 2002
wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrums Finanz- &
Informationsmanagement und zudem Vorsitzender des Boards des 2004 eingerichteten
Elitenetzwerk-Studiengangs Finanz- & Informationsmanagement
(Universität Augsburg/TU München).
"Allen Studierenden der Augsburger Wirtschaftswissenschaften - insbesondere des
Clusters Finance & Information -, sowie der Studiengänge
Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik und Finanz- &
Informationsmanagement, die mit ihrem Votum diesen Spitzenplatz ermöglicht
haben, danke ich ganz herzlich für ihre Unterstützung. Ich sehe diese
Auszeichnung auch als Verpflichtung und Verantwortung für meine weitere
Arbeit", sagte Buhl in einer ersten Reaktion.
Die Augsburger Universitätsleitung gratuliert dem Preisträger:
"Natürlich sind wir stolz darauf, einen 'Professor des Jahres' an Bord zu
haben. Zumal es sich", so Vizepräsident Prof. Dr. Alois Loidl, "bei dem
Kollegen Hans Ulrich Buhl um einen überzeugenden Beleg dafür handelt,
dass exzellente Forschung und herausragende Kompetenzen im
Wissenschaftsmanagement eben keineswegs in unvermittelbarem Gegensatz zu
exzellenter Lehre und zu einem hervorragenden Engagement für die
Studentinnen und Studenten und deren Zukunftsperspektiven stehen. Im Gegenteil:
Der Kollege Buhl stützt mit seinem Beispiel, das ihn jetzt zum 'Professor
des Jahres' gemacht hat, eindrucksvoll die alte, aber leider mehr und mehr
hartnäckig verdrängte Einsicht, dass exzellente Forschung, in die die
Studentinnen und Studenten eingebunden sind, beste Voraussetzung ist für
eine exzellente universitäre Lehre und für Abschlüsse, die den
Weg ebnen für einen erfolgreichen Berufseinstieg."
Knapp 700 nominierte Hochschullehrer
Knapp 700 Hochschullehrer verschiedener Fachrichtungen wurden auf der
Internetseite www.professordesjahres.de nicht nur von Studenten, sondern auch
von Kollegen, Absolventen und Arbeitgebern nominiert. Aus ihnen wählte eine
namhafte Jury die Preisträger in den vier Kategorien
"Wirtschaftswissenschaften/Jura", "Naturwissenschaften/Medizin",
"Ingenieurwissenschaften/Informatik" und "Geistes, Gesellschafts- und
Kulturwissenschaften". Die Jury-Mitglieder waren der Politologe und
langjährige Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Klaus
Landfried, Prof. Dr. Bruno Braun als Präsident des VDI und
Vorstandsvorsitzender des TÜV Rheinland, der Wirtschaftswissenschaftler
Prof. Dr Bernhard Pellens als "Professor des Jahres 2007", Christine Kreidl als
Vorstandsmitglied bei KPMG Deutschland sowie der "Unicum"-Gründer und
Herausgeber Manfred Baldschus.
Effektive Verknüpfung von beruflicher Praxis und hervorragender
Theorie
Neben guter Lehre und reger Forschungstätigkeit sind insbesondere
Praxisnähe und effektives Job-Training zentrale Kriterien. Die
ausgezeichneten Hochschullehrer vermitteln berufstypische Soft Skills wie
Präsentationstechniken, Kommunikationsfähigkeit und
Konfliktmanagement. Außerdem pflegen sie engmaschige Netzwerke in die
Berufswelt und bieten ihren Studierenden damit ideale Kontaktmöglichkeiten
zu Unternehmen. Praxisnahe Abschlussarbeiten, Praktika und auch Festanstellungen
sind ebenso erwünschte wie regelmäßige Folgen ihres Engagements.
Aus der Sicht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die den Wettbewerb
mitveranstaltet, geht es darum, den Studentinnen und Studenten eine Orientierung
zu geben, an welchen Lehrstühlen berufliche Praxis und hervorragende
Theorie effektiv verknüpft werden.
Erfolgsjahr 2009
Für Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl ist die Wahl zum "Professor des Jahres"
gewissermaßen das Sahnehäubchen auf einem außergewöhnlich
erfolgreichen Jahr 2009: Es begann damit, dass der von ihm als
federführendem Wissenschaftler und Vorsitzendem des Boards geleitete
Studiengang "Finanz- & Informationsmanagement", den die Universität
Augsburg und die TU München im Elitenetzwerk Bayern anbieten, beim ersten
BWL-Masterranking von CHE, ZEIT und Handelsblatt auf den ersten Platz kam.
"Besonders freut mich", so Buhl, "dass dieser Studiengang nunmehr von zwei
Professoren des Jahres' geleitet wird, nachdem mein Kollege Rudi Zagst von der
TU München als stellvertretender Vorsitzender des Boards diesen Titel vor
zwei Jahren in der Kategorie Mathematik/Naturwissenschaften erhielt."
Herausragende Forschungsstärke
Beim CHE-Forschungsranking erreichte Buhl im Mai 2009 unter den insgesamt 2100
einbezogenen Betriebswirten im gesamten deutschsprachigen Raum Platz 9. Er war
damit bestplatzierter Wirtschaftsinformatiker und über alle
BWL-Teildisziplinen hinweg der bestgerankte bayerische Wissenschaftler. Beim
Fakultätsranking erreichte die Augsburger BWL einen sehr guten 13.
Platz.
Neue Drittmittelprojekte und ein neuer Studiengang
Buhls Forschungsstärke fand weitere Bestätigung durch die Bewilligung
der beiden DFG-Projekte "IT-Portfoliomanagement" und "Wertorientiertes
Prozessmanagement" (letzteres zusammen mit seinen Kollegen Bernhard Bauer und
Bernd Heinrich). Diese ergänzen das bereits laufende DFG-Projekt
"Integrated Enterprise Balancing". Außerdem startete im Juli 2009 das mit
je 1,5 Millionen Euro von der EU und der FIM Finanz- und Informationsmanagement
GmbH geförderte Projekt "Science Factory Finanz- und
Informationsmanagement". Buhl leitet dieses Projekt gemeinsam mit seinem
Wirtschaftsinformatik-Kollegen Marco Meier. Ihm wiederum sei auch der bestens
geglückte Start des neuen Studiengangs Wirtschaftsinformatik zu verdanken,
meint Buhl und verweist damit auf einen weiteren Erfolg der Augsburger
Wirtschaftsinformatik.
Neues Dach für konzentrierte WI-Kompetenz und
-Drittmittelforschung
Ein Meilenstein im Oktober 2009 war der Bezug des vom Bayerischen
Wissenschaftsministerium mit 3 Millionen Euro geförderten Neubaus für
das von Buhl geleitete Kernkompetenzzentrum Finanz- und Informationsmanagement
sowie gleichzeitig der Erste Spatenstich eines Erweiterungsbaus, in den das
Bayerische Wirtschaftsministerium weitere 4 Millionen Euro investiert. Letzterer
wird die Drittmittelforschung der Augsburger Wirtschaftsinformatiker und die von
Buhl geleitete Fraunhofer-Projektgruppe "Wirtschaftsinformatik" des FIT unter
einem Dach zusammenfassen.
GI-Fellowship für den WIRTSCHAFTSINFORMATIK-Herausgeber
Nicht zuletzt wurde Buhls wissenschaftsorganisatorisches Engagement ebenfalls im
Herbst 2009 mit seiner Ernennung zum GI-Fellow durch die Gesellschaft für
Informatik e. V. gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurden seine
geschäftsführenden Herausgebertätigkeiten für die
Zeitschriften WIRTSCHAFTSINFORMATIK und "Business & Information Systems
Engineering". Die zum 50. Gründungsjubiläum der WIRTSCHAFTSINFORMATIK
Anfang 2009 implementierte Internationalisierungsstrategie wird mit
jährlich 150.000 Euro von den Praxispartnern Allianz, Commerzbank, Deutsche
Telekom Laboratories, IBM, McKinsey und SAP unterstützt.
Preisverleihung am 15. Januar 2010
Die Auszeichnung wird dem Augsburger "Professor des Jahres 2009" am 15. Januar
2010 vor Ort an der Universität Augsburg überreicht werden.
Näheres zu dieser Preisverleihung wird rechtzeitig bekanntgegeben.
______________________________________
Fotos zu dieser Pressemitteilung:
http://idw-online.de/pages/de/image104925
_____________________________________
Weitere Informationen zum Wettbewerb "Professor des Jahres 2009" mit allen
Preisträgern: http://www.professordesjahres.de
______________________________________