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UPD 154/10 - 10.07.2010

Informatik satt auf der "Schatzinsel des Wissens"

Im 20 bis 30 Minuten-Takt präsentieren die Augsburger Informatik-Lehrstühle am 15. Juli über den ganzen Tag der offenen Universität hinweg das Neueste aus ihrer Forschung und forschungsorientierten Lehre.


Augsburg/KPP - Einen erheblichen Teil der über 130 Veranstaltungen, die der Tag der offenen Universität am 15. Juli 2010 auf der "Schatzinsel des Wissens" für die Besucherinnen und Besucher bereithält, steuert das Institut für Informatik bei. Gerade mal 10 Jahre alt, zählt es zu den jüngeren Kindern der in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiernden Alma Mater Augustanae. Die Mehrzahl der 13 Informatik-Präsentationen und -Demonstrationen lädt die Geburtstagsgäste zum Mitmachen ein und zum Testen der Entwicklungen einer Augsburger Informatik, die sich in kürzester Zeit zur drittgrößten in Bayern entwickelt hat und nicht umsonst federführend ist beim einzigen Informatik-Masterprogramm des Elitenetzwerks Bayern. "Touching the Future" ist der Titel eines der Informatik-Angebote am 15. Juli. Er könnte freilich auch über den anderen zwölf stehen.

Konzentrierter Ort allen Informatik-Geschehens auf dem am 15. Juli 2010 als "Schatzinsel des Wissens" firmierenden weitläufigen Campus der Universität Augsburg ist der erst vor einem Jahr bezogene Neubau des Instituts für Informatik (Gebäude N, Universitätsstraße 6 a, 86159 Augsburg). Kurze Wege und teils drei- bis viermalige Wiederholungen der einzelnen Angebote erlauben es den Besucherinnen und Besucherinnen, alles mitzunehmen, was zwischen 11.00 und 17.30 Uhr an Informatik geboten wird, nämlich:

Interaktive 3D-Welten

Der Lehrstuhl für Multimedia-Konzepte und Anwendungen zeigt aktuelle studentische Arbeiten, die in den Veranstaltungen "Einführung in die Spieleprogrammierung" und "Praktikum Spieleprogrammierung" entstanden sind. Die Spiele können von den Besucherinnen und Besuchern auch selbst ausprobiert werden. - Durchgehend von 11.00 bis 17.00 Uhr

Embodied Interaction and Smart Sensor Integration

Thema dieser Mitmach-Aktion sind multimodale Anwendungen mit einer neuen Form von Interaktion, bei der aktive und passive Körpersignale des Nutzers verwendet werden. Präsentiert wird ein Spiel, das über Balance, Gesten, und Herzfrequenz des Nutzers gesteuert wird. - Durchgehend 11.00 bis 15.00 Uhr

Mikroprozessoren im JAVA-Supercomputer

Mikroprozessoren werden in Zukunft mehrere Dutzend Prozessorkerne in einem Chip beinhalten. Dabei treten neue Herausforderungen sowohl im Bereich der Prozessortechnik als auch der Software auf. Der 15-minütige Vortrag stellt diese Herausforderungen vor und präsentiert den "Many Java Core" (MANJAC)-Demonstrator des Lehrstuhls für Systemnahe Informatik und Kommunikationssysteme mit insgesamt 384 Prozessoren, der zur Erforschung verschiedener Prozessstrukturen und Softwaretechniken dient. - Beginn jeweils um 11.20, 14.20 und 16.20 Uhr

Automatische Bewegungsanalyse von Sportlern

Demonstriert und erläutert wird, wie anhand von Beispielbewegungen Bewegungsmodelle für bestimmte Sportarten gelernt werden und wie diese Modelle als Grundlage zur Erkennung der Bewegung in unbekannten Videos genutzt werden. - Durchgehend 11.00 bis 17.00 Uhr

Roboter, die Gefühle zeigen

Stars der 45-minütigen Demonstration sind humanoide Roboter, die Emotionen ausdrücken können. Wo liegen die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zum Menschen? Die Darstellung von Emotionen wurde im der Lehrveranstaltung "Multimedia Projekt SS 2010" von Studierenden erarbeitet. - Beginn jeweils um 11.00, 12.30, 14.00 und 15.30 Uhr

Bildsuche in sehr großen Datenbanken

Mit der zunehmenden Verbreitung von Digitalkameras und Smartphones verzeichnen Online Photo Communities wie Flickr einen rapiden Anstieg an Bildern. Mit der zunehmenden Anzahl von Bildern in großen Datenbanken, die bereits die Milliardengrenze überschreiten, wächst auch das Interesse an neuen Verfahren, um qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu finden. Geboten wird eine interessante Einführung in die Bildsuche in großen Datenbanken, die die Besucher selbst testen können. - Durchgehend 11.00 bis 17.00 Uhr

Expedition 3D-Design

Hier werden studentische Arbeiten vorgestellt, die in der Lehrveranstaltung "3D-Gestaltung" entstanden sind, in der vermittelt wird, wie Aussagen und Absichten durch bewusst gewählte Gestaltungsmittel visuell transportiert werden können. Eine Auswahl von Filmen mit Einblick in das Making Off wird im Stil eines offenen Kinos vorgeführt. - Beginn jeweils um 11.00, 13.30, 15.00 und 16.30 Uhr

Touching the Future

Präsentiert werden Forschungsarbeiten zur Bedienung von Multi-touch und Tabletop Computersystemen (interaktive Oberflächen bzw. die Interaktion z. B. mit Tischoberflächen, Wänden etc.). Die direkte Interaktion mit mehreren Fingern (Multi-touch) oder Gegenständen spielt hier eine sehr große Rolle und verspricht eine natürlichere und intuitivere Interaktion. - Mehrere 20-mintige Vorführungen zwischen 11.00 und 17.00 Uhr

Computerspiele und Echtzeitbetriebssysteme

Im Praktikum "Echtzeitbetriebssysteme" wurde von Studentinnen und Studenten für den Open-RISC-Prozessor ein Mikrokern-Betriebssystem entwickelt. Als Ergebnisse werden einige Spiele vorgestellt, die von Studierenden auf diesem Betriebssystem implementiert wurden. Vorgeführt werden die Spieleklassiker "Pong", "Snake" und "Battleship". - Beginn jeweils 12.00, 15.00 und 17.00 Uhr

Sensornetze

Der Lehrstuhl für Systemnahe Informatik und Kommunikationssysteme beschäftigt sich mit Untersuchungen der Energieeffizienz und Sicherheit von Sensornetzen. Typische Einsatzgebiete für Sensornetze sind vor allem die Beobachtung von Klimadaten und die Überwachung von Bauwerken wie z. B. Brücken. Anhand praktischer Beispiele wird in diesem Workshop der Einsatz von drahtlosen Sensornetzen zur Erfassung und Verarbeitung von realen Umgebungsdaten wie z. B. der Erstellung einer visuellen Temperaturkarte eines Raumes vorgestellt. - Beginn jeweils 11.40, 14.40 und 16.40 Uhr

Organic Computing

Wenn ein Computer plötzlich anfängt, Eigenleben zu entwickeln, könnte es daran liegen, dass er nach den Prinzipien des "Organic Computing" entworfen wurde. Der Lehrstuhl für Systemnahe Informatik und Kommunikationssysteme bietet eine kurze Einführung in das Thema "Organic Computing". - Beginn jeseils 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr

We, Robots

Ein Markenzeichen des Lehrstuhls für Softwaretechnik und Programmiersprachen ist die Spitzenforschung im Bereich der softwaregetriebenen Mechatronik und Robotik. Im Mittelpunkt steht dabei die Übertragung von Methoden und Werkzeugen der Softwaretechnik in den mechatronischen Bereich. Es werden mehrere Robotersysteme vorgestellt - von Kleinrobotern über Standardindustrieroboter bis hin zu hochmodernen Leichtbaurobotern. Die Besucher können selbst Hand anlegen und Versuche mit den Robotern durchführen. - Beginn jeweils um 13.30 und 15.30 Uhr.

Selbst-organisierende Softwaresysteme

Vorgestellt wird das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "SAVE ORCA" (selbst-organisierende Softwaresysteme), bei dem es um die Organisation korrekter Systemstrukturen geht, die kein Fehlverhalten aufzeigen, aber dennoch alle Vorteile wie Selbst-Heilung, Selbst-Optimierung usw. nutzen können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einen Demonstrator, der eine selbst-organisierende Produktionsstraße zeigt, selber bedienen und das System durch Zerstören von Komponenten immer wieder dazu zwingen, Selbst-Organisation anzuwenden, um sich eine Struktur zu geben. - Beginn jeweils 13.00 und 15.00 Uhr.
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Der Tag der offenen Universität am 15. Juli 2010 wird unterstützt von der Stadtsparkasse Augsburg, von Klassik Radio und von Kaiser Licht und Ton. Gesamtprogramm zum Download auf http://www.uni-augsburg.de/schatzinsel