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UPD 197/10 - 27.09.2010

Abitur 2011 - und was dann?


In der überwiegenden Zahl der grundständigen Studiengänge wird im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs an der Universität Augsburg ein Studienbeginn bereits zum Sommersemester möglich sein. / Der Stellenausbau und die laufende Erweiterung der Raumkapazitäten stimmen zuversichtlich, dass auch unter den Bedingungen signifikant höherer Anfängerzahlen qualitativ hochwertige Studienbedingungen gewährleistet werden können.

Augsburg/KPP - Um den angesichts des doppelten Abiturjahrgangs 2011 für das Wintersemester 2011/12 zu erwartenden Andrang von Studienanfängerinnen und -anfängern abzufedern und damit die Situation zu entzerren, öffnet die Universität Augsburg zum Sommersemester 2011 den Großteil ihrer grundständigen Studiengänge für die Absolventinnen und Absolventen des letzten bayerischen G9-Abiturjahrgangs. "Nutzen Sie dieses Angebot im eigenen Interesse und im Interesse der Studienbedingungen!" Diesen Appell richtete Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Werner Wiater an die künftigen Absolventinnen und Absolventen des letzten G9-Jahrganges, die heute zusammen mit Gymnasiastinnen und Gymnasiasten des ersten G8-Jahrgangs und betroffenen Lehrerinnen und Lehrern eine Informationsveranstaltung zum Doppelten Abiturjahrgang 2011 an der Universität Augsburg besuchten. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte - in Verbindung mit der Universität und der Hochschule Augsburg - der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, der persönlich anwesend war, um die Maßnahmen des Freistaats zur Bewältigung des Doppelten Abiturjahrgangs an den Universitäten und Hochschulen zu erläutern.

Möglicher Studieneinstieg zum SS 2011 im größten Teil aller grundständigen Studiengänge

Für die Universität Augsburg stellte der für das Ressort "Lehre und Studierende" zuständige Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Werner Wiater als wichtigste Maßnahme die Tatsache in den Mittelpunkt, "dass wir in der überwiegenden Zahl unserer grundständigen Studiengänge 2011 einen Studienbeginn nicht erst zum Wintersemester, sondern bereits zum Sommersemester ermöglichen." Bereits bei der Konzeption der geistes- und der naturwissenschaftlichen Bachelorstudiengänge und bei denjenigen der Informatik sei an der Universität Augsburg darauf geachtet worden, dass trotz straffer Programmstrukturen ein zulassungsfreier Studieneinstieg auch zum Sommersemester ohne Zeitverluste oder sonstige Nachteile für die Studierenden möglich sei. Dies gelte darüber hinaus auch - von wenigen Fächerkombinationen abgesehen - im modularisierten Lehramtsstudium für Haupt- und Realschulen sowie für Gymnasien. Darüber hinaus sei es sogar in zwei ansonsten zulassungsbeschränkten Studiengängen - im klassischen Jura-Staatsexamensstudiengang nämlich und im B. Sc.-Studiengang Wirtschaftsinformatik - gelungen, exklusiv für das das Jahr 2011 einen zulassungsfreien Studienbeginn zum Sommersemester zu ermöglichen.

Richtlinie Qualität

In nur wenigen für Anfängerinnen und Anfänger relevanten Studiengängen wird - nach derzeitigem Stand - an der Universität Augsburg auch 2011 ein Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich sein. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Bachelor-Programme der Wirtschaftswissenschaftlichen und der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät, weiterhin um den Bachelorstudiengang Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Juristischen Fakultät und um das Lehramtsstudium für Grundschulen. "Es handelt sich hier", so Wiater, "ausnahmslos um Studienangebote, die aufgrund extrem hoher Nachfrage auch unter den Normalbedingungen der vergangenen Jahre nicht ohne Zulassungsbeschränkung ausgekommen sind. Selbst unter den Voraussetzungen aufgestockter Personal- und Raumkapazitäten wären sie nicht in der Lage, der mit einer zulassungsfreien Öffnung zum Sommersemester 2011 verbundenen Belastung standzuhalten und ihre Programme ab 2011 mindestens drei Jahre lang zweigleisig anzubieten. "Wir suchen zwar auch hier nach wie vor nach Lösungen, die im einen oder anderen Fall doch noch eine Öffnung zum Sommersemester 2011 ermöglichen könnten", so Wiater, "aber oberste Richtlinie für entsprechende Entscheidungen muss - nicht zuletzt im Interesse der Studierenden selbst - die Qualität des Angebots sein, das wir im Fall einer Öffnung garantieren können. Studienanfängerinnen und -anfänger in Studiengänge aufzunehmen, die sich dann aufgrund quantitativer Überlastung als kaum noch studierbar erweisen, kann nicht Sinn der Sache sein."

Für die Herausforderungen des Wintersemesters 2010/11 gerüstet

Zudem dürfe man zuversichtlich sein, dass aufgrund des seit 2008 mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 laufenden Ausbau der Studienplatzkapazität auch in den erst zum Wintersemester 2011/12 zugänglichen Studiengängen trotz des signifikant höheren Zustroms von Anfängerinnen und Anfängern Bedingungen geboten werden können, die die Absolvierung eines qualitativ unbeeinträchtigen Studiums im Rahmen der jeweiligen Regelstudienzeit ermöglichen.

Zum Beispiel: Wirtschaftswissenschaften

So fühlt sich etwa die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, für die eine Öffnung zum Sommersemester aus den oben genannten Gründen nicht in Frage kommt, für das Wintersemester 2011/12 gut gerüstet: Im Zuge des "Ausbauplanung Bayern2020" wurden in den letzten Jahren konsequent Studienanfängerkapazitäten in den Bachelorstudiengängen aufgebaut. Seit dem WS 2005/06 wurden die Studienanfängerkapazitäten im Studienfeld Wirtschaftswissenschaften erheblich gesteigert. Insgesamt stehen damit am drittgrößten Studienstandort Deutschlands für die betriebswirtschaftliche Ausbildung im WS 2011/12 mehr als 850 Studienanfängerplätze in den drei Bachelorstudiengängen "Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre", "Informationsorientierte Volkswirtschaftlehre" und "Global Business Management" zur Verfügung. Durch die Ausbauplanung Bayern 2020 wurde nicht nur die erforderliche personelle Ausstattung geschaffen. Ab dem WS 2010/11 wird den Studentinnen und Studenten auch ein entsprechend großer Hörsaal mit gut 750 Plätzen zur Verfügung stehen, der derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft durch Umbaumaßnahmen geschaffen und von der Universität angemietet wird. Damit sind auch die räumlichen Voraussetzungen für den Kapazitätsausbau geschaffen.

Überbrückungs- und Vorbereitungsangebote

Für diejenigen G9-Abiturientinnen und -Abiturienten, für die ein Studienbeginn am 2. Mai 2011, zum Sommersemester also, noch nicht in Frage kommt, die aber beabsichtigen, zum Wintersemester 2011/12 ein Studium an der Universität Augsburg aufzunehmen, plant die Universität Augsburg für das Sommersemester 2011 Überbrückungs- und Vorbereitungskurse. Die Wahrnehmung solcher Angebote soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Studieneinstieg im Wintersemester erleichtern; nach den Vorstellungen der Universität sollen sie im Rahmen eines später an der Universität Augsburg aufgenommenen Studiums als Studienleistung angerechnet werden, wenn sie den im Studium geforderten Leistungen entsprechen.

Angedacht sind hier beispielsweise Propädeutika, Einführungs- und Grundlegungsvorlesungen, studienvorbereitende Intensivierungsseminare, Vorbereitungskurse auf Eignungsprüfungen, Sprachkurse, Bibliothekskurse, Kurse zur Informations- und Medienkompetenz, Kurse zur praktischen IT-Ausbildung, Kurse zur Vermittlung von Studien- und Berufswahlkompetenz oder Workshops des Career Service.

Die Teilnahme an solchen Vorbereitungs- und Überbrückungskursen gilt nicht als Fach- bzw. Hochschulsemester, sie wird folglich nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden und auch frei von Studienbeiträgen sein.

100 neue Personalstellen für die Lehre - nachweislich gut investiert

Zahlen sprechen dafür, dass die Universität Augsburg die mit der "Ausbauplanung Bayern 2020" verbundene Aufstockung ihrer personellen Ressourcen effektiv zu nutzen versteht: Seit 2008 erhält die Universität Augsburg in vier Tranchen insgesamt ca. 100 neue Personalstellen im Wert von knapp 30 Millionen Euro zum stufenweisen Ausbau ihrer Lehrkapazität. Im Gegenzug hat sich die Universität Augsburg in ihren Zielvereinbarungen mit dem Wissenschaftsministerium verpflichtet, die Zahl ihrer Studienanfängerinnen und -anfänger in den Jahren 2009 bis 2013 in klar definiertem Umfang deutlich zu steigern. "In den Jahren 2008 und 2009 konnten wir - als eine von nur drei bayerischen Universitäten - unsere diesbezügliche Verpflichtung bereits deutlich übererfüllen", so Wiater, und bereits nach dem derzeitigen Stand der aktuellen Neueinschreibungen werde dies auch 2010 wieder gelingen.

Erweiterung der Raumkapazitäten durch Neubau, Sanierung und Umbau sowie Anmietungen

Auch mit dem Ausbau der Raumkapazitäten ist man an der Universität Augsburg in der Zeit:
o Nachdem mit Blick auf 2011 vor zwei Jahren die lange anstehende Neubaumaßnahme "Kunst und Musik" auf dem Campus beschleunigt in Angriff genommen wurde, steht die Übernahme dieses Neubaus zum Herbst 2011 an. Dadurch werden am Universitätsstandort "Schillstraße" Räume frei, die durch entsprechende Verlagerungen zusätzliche Lehrraumkapazität auf dem Campus schaffen werden.
o Dasselbe gilt für den Universitätsstandort Eichleitnerstraße. Dort sind seit dem Umzug des Instituts für Informatik in seinen Campus-Neubau die mit 4,4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II veranschlagten Umbau- und Sanierungsarbeiten in vollem Gange, so dass auch hier im Laufe des kommenden Jahres zusätzliche moderne Raumkapazitäten verfügbar werden.
o Im Laufe des kommenden Jahres räumt zudem das Staatliche Bauamt Augsburg sein bisheriges, auf dem Universitätscampus gelegenes Dienstgebäude, das ab dem Spätjahr 2011 von der Universität genutzt werden kann.
o Ebenfalls aus Mitteln des Konjunkturpakets II wird derzeit das Gebäude der Geisteswissenschaften aufgestockt. Die Verlagerung von Büroräumen in das neue 4. Stockwerk macht die Einrichtung zusätzlicher Seminarräume in den unteren Etagen möglich.
o In dem Maß, in dem die o. g. Maßnahmen zur Deckung des zusätzlichen Nutzflächenbedarfs nicht ausreichen sollten, hat die Universität Augsburg jährlich rund 200.000 Euro für Anmietungen zur Verfügung. Von der Universität bereits angemietet ist ein Stockwerk im Büro Center Messe, das in unmittelbarer Campus-Nachbarschaft liegt. Darüber hinaus wird im dem Campus der Universität Augsburg ebenfalls benachbarten SIGMA-Park derzeit eine von der Universität Augsburg längerfristig angemietete Halle zu einem Hörsaal um- und ausgebaut, der mit ca. 750 Plätzen die Kapazität des größten Hörsaals auf dem Campus (HS I mit 600 Plätzen) deutlich übersteigen und eine wesentliche Entlastung insbesondere für die Lehre in den Massenstudiengängen bringen wird.

Individuelle Beratung und spezieller Informationstag zum Studienbeginn 2011

Unter http://www.uni-augsburg.de/2011 hält die Universität ausführliche Informationen zu allen allgemeinen Fragen bereit, die sich Abiturientinnen und Abiturienten des Abiturjahrgangs 2011 stellen.

Individuelle Beratung zu speziellen Fragen bietet die Zentrale Studienberatung der Universität Augsburg an, die ggf. auch an die jeweiligen Fachstudienberaterinnen und -berater weitervermittelt:

Zentrale Studienberatung
Universität Augsburg
Universitätsstraße 2
86159 Augsburg
Telefon 0821/598-5146 oder -5138
info@zsb.uni-augsburg.de
http://www.uni-augsburg.de/studienberatung


Für den 13. November 2010 lädt die Universität Augsburg darüber hinaus alle Schülerinnen und Schüler des letzten G9- und des ersten G8-Abiturjahrgangs zu einem speziellen Informationstag ein. Er wird mit einer allgemeinen Einführungsveranstaltung um 9.00 Uhr beginnen. Anschließend werden in den Fakultäten Fachberaterinnen und Fachberater der einzelnen Studiengänge für detaillierte Auskünfte zur Verfügung stehen. Das ausführliche Programm wird Mitte Oktober auf http://www.uni-augsburg.de/2011 bekanntgegeben und darüber hinaus an die Gymnasien verschickt werden.
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Weitere Informationen: http://www.uni-augsburg.de/2011