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Pressemitteilung 9/2012

9/12 - 14. Januar 2012

Doppelvernissage am 17. Januar 2012

Vom Suchen und Finden & Verpuppung

In den zwei wohl letzten Ausstellungen "in der Schill" zeigen Magisterabsolventinnen und Studentinnen eines Textil-Seminars vom 18. Januar bis zum 17. März 2012 die Ergebnisse ihres Schaffens.

Augsburg/GN/KPP - Mit einer gemeinsamen Vernissage zweier Ausstellungen, die die letzten "in der Schill" sein werden, geht der unmittelbar vor seinem Umzug auf den Campus stehende Lehrstuhl für Kunstpädagogik ins Jahr 2012: Am 17. Januar wird - wie gesagt zum letzten Mal am Universitätsstandort Schillstraße 100 - sowohl die traditionelle Ausstellung der Magisterabsolventinnen und -absolventen - diesmal unter dem Titel "Vom Suchen und Finden" - eröffnet und zugleich die Ausstellung "Verpuppung", die die Ergebnisse zweier Seminare präsentiert, in denen es darum ging, Papier und Textilien zum "Verhüllen" einzusetzen. Die Doppelvernissage beginnt um 18.00 Uhr. Beide Ausstellungen laufen dann bis zum 17. März 2012 und sind montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich.

Unter dem Motto "Vom Suchen und finden" zeigen Sarah Feicht, Julia Gorbach, Katharina Lutter, Johanna Menzler und Julia Schmierer grafische, gemalte und mediale Werke, die während ihres Magisterstudiums entstanden sind.

Werke von fünf Sucher- und Finderinnen

o Sarah Feicht studiert seit 2006 Kunstpädagogik im Hauptfach. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht die menschliche Figur in all ihren Facetten. Verschiedene Techniken und Ausdrucksmöglichkeiten erprobt sie in zahlreichen Aktstudien und Skizzen. Das Spektrum zeichnerischer Darstellungsmöglichkeiten interessiert sie besonders. Von ausdifferenzierten Details bis zu expressiven Strichführungen werden unterschiedliche Aspekte betont. Es geht ihr dabei darum, Atmosphäre sowie besondere Eigenheiten der dargestellten Figuren wiederzugeben. Durch Übertreibung und Ironisierung werden Ideale von Schönheit und Ästhetik in Frage gestellt.

o Julia Gorbach kommt aus Russland. Seit dem Wintersemester 2003/04 studiert sie in Augsburg Kunstpädagogik als Magister-Hauptfach. Ihren künstlerischen Schwerpunkt legt sie auf die Bereiche Malerei, Zeichnung und Druck. Ihre malerischen Arbeiten zeigen primär Landschaften und Stillleben in stimmungsvoller und naturübersteigender Farbigkeit mit einem Touch russischer Folklore. Aktzeichnungen und Werke in verschiedenen Drucktechniken wie Print, Siebdruck und Radierung ergänzen ihr künstlerisches Schaffen.

o Katharina Lutter studiert seit 2007 an der Universität Augsburg Kunstpädagogik mit den Magister-Nebenfächern Kunstgeschichte/Bildwissenschaft und Europäische Ethnologie. Ihren künstlerischen Schwerpunkt bilden die Digitale Fotografie und die räumliche Gestaltung mit Holz. Die Fotografien zeigen Detailaufnahmen aus besonderen Blickwinkeln, die die Form eines Gegenstandes und die Komposition in den Vordergrund rücken. Bei der Holzbearbeitung mit der Motorsäge arbeitet sie abstrakt, um die Form und die Oberflächenstruktur des Werkstoffs zu betonen.

o Julia Schmierer absolviert seit dem Wintersemester 2006/2007 einen Realschullehramtsstudiengang mit der Fächerverbindung Kunst und Deutsch und parallel einen Magisterstudiengang mit dem Hauptfach Kunstpädagogik und den Nebenfächern Kunstgeschichte und Schulpädagogik. In ihrem Grundstudium konzentrierte sich Julia Schmierer auf die Aktzeichnung. Die dabei gesammelten Erfahrungen zeigen sich besonders in ihren figürlichen Malereien, Zeichnungen und Bildhauereien, die um das Thema "Beziehungsgeflechte" kreisen. Ausgelöst durch einen längeren Praktikumsaufenthalt in Lettland und durch Reisen durch das ländliche Baltikum prägt seit den letzten Semestern ein weiteres Themengebiet ihre Arbeiten: Herausgelöst aus dem sozialen Umfeld, beginnen Gegenstände assoziative Erinnerungen an Zuhause hervorzurufen. Da wird ein Auto zum Wohnhaus, eine Supermarktlampe zum eigenen Planeten oder Treppengeländer beginnen zu tanzen. Solche Assoziationen, aber auch beiläufige Reiseszenen, fängt sie mit der Kamera oder mit schnellen Skizzen ein.

o Johanna Menzler studiert seit 2007 Kunstpädagogik im Magister-Hauptfach. In einem breiten Spektrum von Materialien und Techniken widmet sie sich mit Vorliebe Motiven, die sie in der Beobachtung von Natur und Umwelt ansprechen und zum Erkunden einladen. Ob in der Darstellung einer zufälligen Konstellation aus Blumen und Müll oder im großformatig und farbenfroh wiedergegeben bzw. im zeichnerischen wie plastischen Ausreizen der schlichten Schönheit von Zwiebeln und Muscheln - es sind einfache, alltägliche Dinge, die das Auge zum Verweilen und zum Phantasieren einladen. Im Gestalten von Schmuck aus den unterschiedlichsten, zum Teil ungewöhnlichen Materialien tauchen viele durch Naturbeobachtung und - erkundung gewonnene Formen wieder auf. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zeichnung, in der die klassischen Themen Akt und Porträt dominieren und dennoch sehr persönliche Blickwinkel präsentiert werden, beispielsweise in der Auseinandersetzung mit den skurrilen Charakteren, die das eigene Selbst im Spiegelbild manchmal annimmt.

Wer sucht, muss nicht immer gleich finden: Verpuppung

Nicht nur während seines Studiums findet man nicht immer all das, was man gesucht hat oder sucht. was man gesucht hat. Dass Vieles "verpuppt" ist, zählt zu den Gründen, die dafür verantwortlich sind und die die Spannung beim Suchen steigern. "Verpuppung" ist das Motto der zweiten Ausstellung, die am 17. Januar bei der Doppelvernissage in der Schillstraße eröffnet wird: Sie zeigt die Erträge zweier Seminare, in denen Sonja Diebold, Katrin Frick, Julia Geiger, Julia Kiefer, Tanja Pilz, Julia Schmierer und Andrea Stöcklein mit Papier und Textilien das Thema "Verhüllen" und "Verpuppen" bearbeiteten.
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Kontakt:

Gregor Nagler
Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Universität Augsburg
Telefon 0821/598-2943
gregornagler@googlemail.com



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