Im Einvernehmen mit allen Beteiligten hat die Augsburger
Universitätsleitung ein Bau-, Sach- und Personalinvestitionen
integrierendes Gesamtkonzept für die Verwendung aller
Studienbeitragseinnahmen inklusive des Sommersemesters 2012 erarbeitet.
Augsburg/KPP - Gemeinsam mit den Fakultäten, den Zentralen Einrichtungen
und den Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden hat die
Universitätsleitung ein umfangreiches Investitionskonzept erarbeitet, das
sämtliche an der Universität Augsburg aus Studienbeiträgen
verfügbaren. Mittel - inklusive der für das kommende Sommersemester zu
erwartenden Beitragseinnahmen - umfasst. "Mit diesem im Einvernehmen aller
Beteiligten entwickelten Maßnahmenpaket, werden wir der politischen
Forderung nach einer möglichst zeitnahen Verausgabung von
Studienbeitragseinnahmen ebenso gerecht wie unserer Verpflichtung, diese Mittel
sinnvoll und zur unmittelbaren Verbesserung der Studienbedingungen zu nutzen.
Ich bin mir sicher", so Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel,
"dass die positiven Folgen der beschlossenen Bau-, Sach- und
Personalinvestitionen im Umfang von rund 7,1 Millionen Euro in Kürze
spürbar sein werden."
Über 2,6 Mio. Euro für drei kleine Baumaßnahmen
Aus den Beitragsmitteln, die zum Stichtag 31. Dezember 2011 noch verfügbar
waren, werden zunächst drei kleine Baumaßnahmen finanziert:
Durch einen
mit 950.000 Euro veranschlagten Anbau an die Wirtschaftswissenschaftliche
Fakultät werden dort zusätzliche Lehr- und Büroräume
geschaffen.
Ein 710.000
Euro teurer Anbau an die Juristische Fakultät wird zusätzliche
Flächen für Seminar- und Gruppenräume sowie für einen
CIP-Raum bieten.
Ein drittes
Gebäude, für das ebenfalls 950.000 Euro veranschlagt sind, ist
vorwiegend für eine Nutzung durch die Katholisch-Theologische, die
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche und die Philologisch-Historische
Fakultät vorgesehen. Es wird zusätzliche Arbeitsplätze für
das selbstständige Arbeiten von Studierenden bieten, weiterhin studentische
Projekträume sowie Büros für die Studierendenvertretung und die
Fachschaften.
Über 1,1 Mio. Euro für die Erweiterung des Lehrangebots in den
Fakultäten
Die übrigen in den genannten fünf Fakultäten vorhandenen
Studienbeitragsmittel aus früheren Semestern in Höhe von ca. 885.000
Euro sind für Personalausgaben, Lehraufträge und Sachausgaben
endgültig festgelegt und gebunden. In der Fakultät für Angewandte
Informatik und in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät werden
aus den dort noch vorhandenen alten Mitteln in Höhe von 250.000 Euro
verstärkt Übungs-, Soft-Skill- und Sprachkurse finanziert, es wird
zusätzliches Personal beschäftigt, Lehrmaterialien und Bücher
werden beschafft und die vorhandene Ausstattung wird erweitert.
920.000 Euro für die Optimierung zentraler Serviceangebote
Weitere 920.000 Euro werden in den Ausbau und in die weitere Verbesserung des
Serviceangebots zentraler universitärer Einrichtungen investiert. Davon
profitiert die Universitätsbibliothek, der u. a. eine Erweiterung der
Öffnungszeiten auf den Sonntag ermöglicht wird, mit 226.000 Euro.
Knapp 70.000 Euro gehen an das Rechenzentrum u. a. zum Ausbau praktischer
IT-Kursangebote. Mit rund 180.000 Euro werden das Sportzentrum und der
Hochschulsport u. a. zur Verlängerung der Öffnungszeiten und zur
Aktualisierung und Erweiterung der Geräteausstattung befähigt. Das
Sprachenzentrum kann im Umfang von knapp 52.000 Euro zusätzliche
Lehraufträge vergeben, dem Akademischen Auslandsamt und der Zentralen
Studienberatung werden insgesamt rund 31.000 Euro vorwiegend zur
Verlängerung bzw. Aufstockung von Beschäftigungsverhältnissen
sowie für zusätzliche studentische Hilfskräfte zur Verfügung
gestellt. Für 40.000 Euro kann die Qualitätsagentur ihre
Evaluationssoftware optimieren, und das Institut für Medien- und
Bildungstechnologie kann aufgrund zusätzlicher Personalmittel in Höhe
von knapp 155.000 Euro sein Begleitstudium Problemlösekompetenz
ausbauen.
2,4 Mio. Euro für die Finanzierung aktuell laufender
Maßnahmen
Zusammen mit den 150.000 Euro, die als Anschubfinanzierung für die
Einführung einer Chipkarte vorgesehen sind, haben die für die
Fakultäten und für die zentralen Serviceeinrichtungen festgelegten
Investitionen einen Gesamtumfang von knapp 4,7 Mio. Euro. Der zu den 7,1 Mio.
Euro, die zum 31. Dezember 2011 noch verfügbar waren, verbleibende
Differenzbetrag von ca. 2,4 Mio. Euro wird für die Finanzierung aktuell
laufender Maßnahmen in den Monaten Januar bis März 2012
benötigt.
"Ich danke allen Beteiligten für eine konstruktive Zusammenarbeit, die es
uns möglich gemacht hat, in kürzester Zeit diesen Investitionsplan auf
den Weg zu bringen, der meines Erachtens allen Ansprüchen, die an die Art
der Verwendung von Studienbeitragseinnahmen gestellt werden, standzuhalten
vermag", betont Präsidentin Doering-Manteuffel.