Mit der Kommunikationswissenschaftlerin Helena Bilandzic, dem
Theoretischen Physiker Ulrich Eckern, der Plasmaphysikerin Ursel Fantz und dem
Klassischen Archäologen Valentin Kockel hat sich die Zahl von
Wissenschaftler/innen der Universität Augsburg in den DFG-Fachkollegien
verdoppelt.
Augsburg/KPP - "Die Universitätsleitung freut sich mit Ihnen über
Ihre Wahl, die Sie Ihrem ausgezeichneten wissenschaftlichen Renommee verdanken",
schreibt Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel in ihrer
Gratulation an zwei Wissenschaftlerinnen und zwei Wissenschaftler des eigenen
Hauses, die bei der Fachkollegienwahl 2011 der DFG erfolgreich waren und in den
Jahren 2012 bis einschließlich 2015 im vom DFG-Präsidenten Prof. Dr.
Matthias Kleiner so genannten"Parlament der deutschen Wissenschaft"
Verantwortung tragen werden. Prof. Dr. Valentin Kockel, der die Universität
Augsburg zusammen mit der Informatikerin Prof. Dr. Elisabeth André
bereits in der letzten Amtsperiode in den DFG-Fachkollegien vertreten hat, war
bei der Wahl 2011 erneut erfolgreich, die Profs. Drs. Helena Bilandzic, Ulrich
Eckern und Ursel Fantz wurden neu gewählt.
Die Fachkollegien spielen eine zentrale Rolle im Begutachtungs- und
Entscheidungsverfahren der DFG: Sie bewerten die Förderanträge an die
DFG wissenschaftlich und formulieren auf dieser Basis eine abschließende
Empfehlung für die Entscheidungsgremien der DFG, die sie zudem in
strategischen Fragen der Forschungsförderung beraten. Zugleich
repräsentieren die Fachkollegien im Förderhandeln der DFG die
wissenschaftlichen Disziplinen und regen Innovationen im Fördersystem
an.
Über 100.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren vom 7. November
bis zum 5. Dezember 2011 aufgerufen, durch ihr Votum die insgesamt 606
Plätze in den 48 DFG-Fachkollegien für die Jahre 2012 bis 2015 neu zu
besetzen. 42.896 machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. In vier der 21
DFG-Fachkollegien, die sich auf Disziplinen beziehen, die an der
Universität Augsburg vertreten sind, konnten sich ausweislich des
vorläufigen Wahlergebnisses Augsburger Wissenschaftlerinnen bzw.
Wissenschaftler durchsetzen:
Prof. Dr.
Valentin Kockel, seit 1995 Inhaber der Professur für Klassische
Archäologie an der Philsophisch-Historischen Fakultät, bleibt für
weitere vier Jahre Mitglied im zwölfköpfigen Fachkollegium 101 "Alte
Kulturen", in das er bereits 2007 für eine erste vierjährige
Amtsperiode gewählt wurde. Zusammen mit einem Kollegen von der
Universität Freiburg vertritt er in diesem Fachkollegium weiterhin das Fach
101-04 "Klassische Archäologie".
Neu
gewählt wurde Prof. Dr. Helena Bilandzic. Sie ist seit 2010
Inhaberin des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt
Rezeption und Wirkung an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen
Fakultät. Gemeinsam mit einem Kollegen von der Universität Mannheim
vertritt Bilandzic fortan im insgesamt ebenfalls zwölf Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler zählenden Fachkollegium 111 "Sozialwissenschaften" das
Fach 111-03 "Publizistik und Kommunikationswissenschaft".
Ebenfalls
erstmals in ein DFG-Fachkollegium gewählt wurde Prof. Dr. Ulrich
Eckern, der seit 1993 den Lehrstuhl für Theoretische Physik II an der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät innehat. Im insgesamt 13
Physikerinnen und Physiker umfassenden Fachkollegium 307 "Physik der
kondensierten Materie" vertritt er zusammen mit einer Kollegin von der
Universität Frankfurt am Main und zwei Kollegen von der TU Dresden und vom
Karlsruher KIT das Fach 307-02 "Theoretische Physik der kondensierten
Materie".
Prof.
Dr.-Ing. Ursel Fantz schließlich macht das Augsburger "Quartett" in
den DFG-Fachkollegien komplett: Fantz leitet seit 2008 kommissarisch den
Augsburger Lehrstuhl für Plasmaphysik, seit 2010 auch den Bereich
Technologie des MPI für Plasmaphysik München. Erstmals gewählt,
bildet sie in den kommenden vier Jahren zusammen mit fünf Kollegen des MPI
für Kernphysik Heidelberg, der Universitäten Bochum, Jena und
Frankfurt am Main sowie der TU Ilmenau das nicht weiter differenzierte
Fachkollegium 308 "Optik, Quantenoptik, Physik der Atome, Moleküle und
Plasmen".
Im Interesse der Wissenschaft, der DFG und der Universität
Augsburg
Nach der für Mitte Februar 2012 zu erwartenden Mitteilung des
endgültigen Wahlergebnisses an den Senat der DFG werden sich die neu
besetzten Fachkollegien in ihren jeweiligen ersten Sitzungen im Frühjahr
2012 konstituieren und ihre Arbeit aufnehmen. "Mit Ihrem ehrenamtlichen
Engagement", meint Präsidentin Doering-Manteuffel gegenüber ihren vier
gewählten Augsburger Kolleginnen und Kollegen, "erweisen Sie nicht nur der
Wissenschaft im Allgemeinen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft im
Besonderen einen großen Dienst, sondern auch der Universität
Augsburg, die sehr von einer zahlreichen Vertretung Augsburger Wissenschaftler
in den Gremien der DFG profiziert. In dieser wissenschaftspolitisch bedeutenden
Position sichern Sie die Qualität der Förderverfahren der DFG und
tragen einen nicht unerheblichen Teil zur Selbstverwaltung der Wissenschaft
bei."
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Mehr zur DFG-Fachkollegienwahl 2011:
http://www.dfg.de/fk-wahl2011