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UPD 84/14 - 01.06.2014                                 Meldung als pdf

Viermetz-Wissenschaftspreis für Dr. Björn Häckel und PD Dr. Maximilian Röglinger

Feierliche Preisübergabe im Rahmen des Fakultätstags der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am 4. Juli 2014


Augsburg/KPP - Die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung hat entschieden, mit dem diesjährigen Viermetz-Wissenschaftspreis den Betriebswirt Dr. Björn Häckel und den Wirtschaftsinformatiker PD Dr. Maximilian Röglinger - beide Mitarbeiter am Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement (FIM) - der Universität Augsburg - auszuzeichnen. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro geht damit zu gleichen Teilen an zwei im Urteil der Jury herausragende Nachwuchswissenschaftler der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. Verliehen wird der Preis im Rahmen der diesjährigen Fakultätsfeier der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg am 4. Juli 2014.

Beide Preisträger engagieren sich in Forschung, Lehre und Praxis für die Weiterentwicklung des Finanz- und Informationsmanagements. Dabei handelt es sich um eine Disziplin, die aufgrund der zunehmenden Durchdringung von Unternehmen mit Informationstechnologie sowie angesichts deren nicht mehr wegzudenkender Bedeutung für die Gestaltung innovativer Geschäftsmodelle ein wesentlicher Bestandteil des Forschungs- und Lehrportfolios der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg ist.

Dr. Björn Häckel und PD Dr. Maximilian Röglinger wirken seit mehreren Jahren synergetisch bei der Akquisition und Durchführung von interdisziplinären angewandten Forschungsprojekten des Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement (FIM) und der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT zusammen. Zudem gestalten sie ein aufeinander abgestimmtes Lehrprogramm und engagieren sich in der gemeinsamen Betreuung von Doktoranden. Dabei vertritt Häckel als gelernter Betriebswirt stärker die finanzwirtschaftliche Seite des Finanz- und Informationsmanagements mit einem klaren Fokus auf Methoden des integrierten Ertrags- und Risikomanagements und der Bewertung von IT-Investitionen. Röglinger widmet sich als gelernter Wirtschaftsinformatiker Themen aus dem Bereich des Informationsmanagements wie das Wertorientierte Prozessmanagement, das Wertorientierte Kundenbeziehungsmanagement und das Strategische IT-Management. Die engagierte Zusammenarbeit beider Wissenschaftler führte zu einer Vielzahl von Publikationen in national und international renommierten Publikationsorganen, umfangreichen Drittmittelprojekten und hervorragend evaluierten Lehrveranstaltungen in den Studiengängen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Beide Preisträger stärken somit das Forschungs- und Lehrprofil der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Finanz- und Informationsmanagement sowie der Wirtschaftsinformatik; sie steigern die Reputation der Fakultät in Wissenschaft und Wirtschaft sowie ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Dr. Häckel und PD Dr. Röglinger erfüllen daher nach Auffassung der Jury die Kriterien für die Vergabe des Viermetz-Wissenschaftspreises in hervorragender Weise.

Dr. Björn Häckel

Björn Häckel studierte in den Jahren 1999 bis 2004 Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. Seit dem hervorragenden Abschluss seines Studiums arbeitet er am Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement (FIM) der Universität Augsburg. Im Juni 2010 promovierte Häckel mit summa cum laude und strebt nun Ende dieses Jahres die Habilitation im Fach Betriebswirtschaftslehre an. Bereits für seine Diplomarbeit wurde er mit dem Diplomarbeitenpreis des Förderkreises Gründungsforschung ausgezeichnet. Aktuell vertritt er eine zur Hälfte von der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik finanzierte W2-Professur für Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Augsburg; er fungiert als stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrum FIM und leitet hier den Forschungsbereich IT-gestütztes Finanzmanagement. Bisher hat Häckel im Rahmen angewandter Forschungsprojekte mit renommierten Unternehmen wie Carl Zeiss, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Infineon, KGAL, MLP, pbb Deutsche Pfandbriefbank und SAP zusammengearbeitet.

Häckels inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den Themen der wertorientierten Steuerung von IT-Investitionen und IT-Portfolios sowie der IT-gestützten Steuerung von Wertschöpfungsnetzen. Im Rahmen des ersten Themenbereichs geht er der Frage nach, wie Methoden der Investitions-, Risiko- und Entscheidungstheorie angepasst, übertragen und angewendet werden können, um eine wertorientierte Bewertung und Steuerung von IT-Investitionen bzw. IT-Portfolios zu unterstützen. Über die isolierte Betrachtung eines einzelnen Unternehmens hinausgehend beschäftigt sich Häckel im zweiten Themenbereich mit der Entwicklung von IT-gestützten Methoden und Werkzeugen, die Unternehmen dabei helfen sollen, kritische Abhängigkeitsstrukturen und Bedrohungsszenarien (zum Beispiel Kettenreaktionen bedingt durch den Ausfall zentraler Lieferanten) in komplexen Wertschöpfungsnetzen transparent und damit frühzeitig erkennbar zu machen.

PD Dr. Maximilian Röglinger

Maximilian Röglinger studierte von 2002 bis 2006 Wirtschaftsinformatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Nach Abschluss seines Studiums als Jahrgangsbester begann er seine Promotion am Kernkompetenzzentrum FIM, die er im Jahr 2009 mit summa cum laude ablegte. Für seine Promotion wurde Röglinger mit dem Fuggerpreis für die Wissenschaft ausgezeichnet, der ihm einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der renommierten Queensland University of Technology ermöglichte. Derzeit vertritt er eine W2-Professur für Wirtschaftsinformatik an der Universität Augsburg, fungiert als stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des Kernkompetenzzentrum FIM und leitet den Forschungsbereich Wertorientiertes Kundenbeziehungs- und Prozessmanagement. Bislang hat Röglinger angewandte Forschungsprojekte gemeinsam mit Allianz, Deutsche Bank, Hilti, Infineon, MELOS, pbb Deutsche Pfandbriefbank, Radeberger Gruppe und Siemens durchgeführt.

Röglingers inhaltlicher Hauptschwerpunkt liegt im Wertorientierten Prozessmanagement. Er beschäftigt sich hier mit der Frage, wie Entscheidungen hinsichtlich der Flexibilisierung, Standardisierung, Automatisierung und Verbesserung betrieblicher Prozesse im Einklang mit betriebswirtschaftlichen Unternehmenszielen und unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationssysteme getroffen werden können. Auf den Gebieten Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Informationsmanagement bearbeitet Röglinger mit Fragen der Nutzenbewertung von CRM-Systemen und Erfolgsfaktoren im CRM sowie des (strategischen) IT-Managements und der Informationsversorgung betrieblicher Entscheidungsträger.

"Damit sind Herr Dr. Björn Häckel und Herr PD Dr. Maximilian Röglinger sowohl für sich genommen als auch was ihr synergetisches Zusammenwirken im Bereich der Wirtschaftsinformatik sowie speziell im Finanz- und Informationsmanagements anbelangt – ganz im Sinne der Kriterien des Wissenschaftspreises der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung – zwei herausragende Vertreter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg", urteilt die Jury.

Preisverleihung mit Festvortrag von Wolfgang Grupp und anschließendem Sommerfest

Die Preisverleihung beginnt am Freitag, dem 4. Juli 2014, um 16.00 im Hörsaalgebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (Gebäude K, Universitätsstraße 20, 86159 Augsburg). Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher wird als Vorsitzender der Jury des Wissenschaftspreises der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung die Laudatio auf die beiden Preisträger halten, die anschließend den Preis aus den Händen von Dr. Maximilian Viermetz entgegennehmen. Der Festvortrag von Wolfgang Grupp, Inhaber der Textilfirma TRIGEMA, widmet sich dem Thema "Produktionsstandort Deutschland – nur eine Frage der Unternehmer!". Gegen 17.30 Uhr geht die Veranstaltung ins Sommerfest der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät über, bei dem es nochmals eine Auszeichnung geben wird: den von der Studierendenvertretung alljährlich vergebenen "Preis der besten Lehre".

http://www.wiwi.uni-augsburg.de/fakultaet/Veranstaltungen/fakultaetstag/fakultaetstag_2014/

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Anhang I: Die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

Am 16. Dezember 2003 errichtete das Ehepaar Viermetz die nach ihm benannte Stiftung in Augsburg. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur in Augsburg und Bayerisch-Schwaben sowie die Förderung der deutsch-amerikanischen Völkerbeziehung und Verständigung. Seither konnte aus den Erlösen des Stiftungsvermögens eine Vielzahl von Projekten und Initiativen unterstützt werden. Die Geschäftsführung ist unbürokratisch, die Entscheidungen trifft ein fünfköpfiges Kuratorium. Ihm gehören - nach dem Tod der verdienstvollen und engagierten Stifterin Felicitas Viermetz - an: Kurt F. Viermetz (Stiftungsvorstand), sein Sohn Dr. Maximilian Viermetz, Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher, Regierungspräsident a. D. Ludwig Schmid und Bundesfinanzminister a. D. Dr. Theo Waigel. Die Stiftung will mit ihren Fördermaßnahmen nicht die Öffentlichen Hände ersetzen, sondern diese ergänzen und nach dem Prinzip des „matching gift“ weitere Förderer ermutigen. Wirtschaftsprüfer und Stiftungsaufsicht bestätigen stets die vorbildliche Arbeit der Stiftung.

Weitere Informationen zur Stiftung (Broschüre, Vermittlung von Gesprächspartnern etc.) sind erhältlich im Büro der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung (Fax 0821/ 241 33 91 oder info@viermetz-stiftung.de).

Anhang II: Der Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

Im Jahre 2006 beschloss das Kuratorium einen Wissenschaftspreis der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung zur Stärkung des Profils der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg zu stiften. Er wurde mit 10.000 Euro hoch dotiert. Da sich die Wissenschaftslandschaft durch Wettbewerbe wie das Elitenetzwerk Bayern, die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und die gezielte Forschungsförderung in Deutschland und in der EU ausdifferenziert, bedürfen herausragende Leistungen der verstärkten Anerkennung. Zu den Kriterien zählen neben Publikationen in national und international besonders stark wahrgenommenen wissenschaftlichen Zeitschriften die Wahrnehmung der Lehr- und Forschungsprofile der Fakultät, Teilnahme an Förderprogrammen für die Forschung und die Gestaltung entsprechend profilierter Lehrangebote. Damit kann im Rahmen der neuen Cluster-Struktur der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowohl die Forschungskompetenz wie eine vertiefte Lehre gestärkt werden.

Die Vorschläge für den Preis kommen aus der Fakultät und werden zunächst einem strengen internen Beurteilungsverfahren unterzogen. Auch externe Gutachter werden angefragt. Danach entscheidet die Jury, der Prof. Dr. Henning Rosenau als Vertreter der Gesamtuniversität, Prof. Dr. Peter Welzel als Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Kurt F. Viermetz als Stiftungsvorstand und Alt-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher als Kurator der Stiftung und Jury-Vorsitzender angehören.

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Kontakt:

Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung

info@viermetz-stiftung.de

Dr. Björn Häckel

Telefon 0821/598-4876

bjoern.haeckel@fim-rc.de

PD Dr. Maximilian Röglinger

Telefon 0821/598-4872

maximilian.roeglinger@fim-rc.de