Suche

UPD 161/14 - 10.11.2014                                 Meldung als pdf

Zum Tod von Ehrensenator Dr. Clemens Haindl

Die Universität Augsburg trauert um einen großen Mäzen und den Initiator der Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung


Haindl C.-RuffAugsburg/KPP - Am 4. November 2014 ist im Alter von 78 Jahren Dr. Clemens Haindl verstorben. "Wir trauern um unseren langjährigen Ehrensenator und um einen unserer großen Mäzene. Als Initiator der Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung hat Dr. Clemens Haindl in der Tradition seiner Familie die Universität Augsburg nicht nur mit herausragender Großzügigkeit, sondern vor allem auch beispielhaft nachhaltig unterstützt und gefördert", würdigt Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel den Verstorbenen und fügt hinzu: "Sympathisch war auch die persönliche Bescheidenheit und Zurückhaltung, mit der er dies über all die Jahre hinweg getan hat."

Bei der Verleihung der Ehrensenatorenwürde am 20. November 2000: Dr. Clemens Haindl, Initiator der Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung und der gleichnamigen Stiftungsprofessur an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. Archivfoto: Karin Ruff

Vor fast genau 14 Jahren - am 20. November 2000 - nahm die Universität Augsburg Dr. Clemens Haindl in den Kreis ihrer Ehrensenatoren auf. Zu diesem Zeitpunkt noch Sprecher der Geschäftsführung und persönlich haftender Gesellschafter der G. Haindl'schen Papierfabriken KGaA, Augsburg, erfuhr der Unternehmer diese Auszeichnung "in Anerkennung seines Engagements für die Universität Augsburg, insbesondere für die Wirtschaftswissenschaften und für die Verbindung von Ökonomie und Ökologie in Forschung und Lehre".

Diese Begründung verwies in erster Linie auf die von Dr. Clemens Haindl initiierte und unter seiner Ägide im Sommer 1999 vom Unternehmen zum 150-jährigen Bestehen mit einem Kapital von fünf Millionen DM errichtete Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung. Die Erträge dieser Stiftung ermöglichen seither an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Finanzierung einer Professur für Betriebswirtschaftslehre, die bei ihrer erstmaligen Besetzung im Sommer 2001 mit dem Schwerpunkt Umweltmanagement ausgeschrieben war und seit ihrer Neubesetzung im Jahr 2013 als Lehrstuhl für Sustainable Operations and Logistics firmiert – die erste unbefristet finanzierte Stiftungsprofessur an einer deutschen Universität.

Die Georg-Haindl-Stiftungsprofessur - die erste an der Universität Augsburg - kam zu einem Zeitpunkt, als neue Akzentsetzungen im Sinne einer Schärfung des Universitätsprofils in der Regel allenfalls noch durch schmerzliche interne Ressourcenumschichtungen möglich schienen. Weit über eine quantitative Bereicherung hinaus ermöglichte diese Professur die konsequente Stärkung eines gesamtuniversitären Schwerpunkts in einem von Umweltethik, Umweltrecht und Umweltökonomie bis hin zu Material- und Ressourcenforschung reichenden Spektrum; zugleich spiegelt ihr Konzept die Nachhaltigkeit in der Ressourcenbewirtschaftung, die die Firma Haindl auszeichnete.

Die von Dr. Clemens Haindl inittierte Georg-Haindl-Wissenschaftsstiftung verwies auch unter einem zweiten Gesichtspunkt auf eine weit zurückreichende Tradition seiner Familie und seines Hauses, auf die Einsicht und die Überzeugung nämlich, dass gesellschaftliche Verantwortung und regionale Verbundenheit mit Wissenschaftsförderung Hand in Hand gehen: So zählte bereits der ehemalige Firmenchef Georg Haindl zu den treibenden Kräften im Schwäbischen Hochschulkuratorium, das in den 60er Jahren tatkräftig und erfolgreich mitgeholfen hat, die Gründung der Universität Augsburg politisch durchzusetzen.

"Dr. Clemens Haindl hat diese bis in ihre Wurzeln zurückreichende Verbundenheit seines Hauses mit der Universität Augsburg in hervorragender Weise aufgegriffen und über seinen Tod hinaus in die Zukunft getragen. Die Universität Augsburg wird den großen Augsburger Unternehmer in dankbarer Erinnerung behalten. Durch sein Engagement hat er sich einen herausragenden Platz im Kreise der Freunde und Förderer der Universität Augsburg gesichert", so Präsidentin Doering-Manteuffel.