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UPD 104/15 - 15.06.2015                                 Meldung als pdf

Am 18. Juni in Evangelisch St. Ulrich:

Komponist und Interpret: Volker Nickel

Dozierende und Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums spielen Werke des Augsburger Komponisten. Der Eintritt ist frei.


Volker NickelAugsburg/KF/KPP - Volker Nickel ist Förderpreisträger der Ernst von Siemens Musikstiftung und Cité-Stipendiat. In Augsburg ist er unter anderem als damaliger Vertreter der Stadt bei den Feierlichkeiten zu W. A. Mozarts 200. Todestag bekannt. Am kommenden Donnerstag, dem 18. Juni 2015, spielen Dozentinnen und Dozenten und Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums bei einem Konzert in Evangelisch St. Ulrich fünf Werke des Augsburger Komponisten.

Bild: Der Komponist Volker Nickel: Fünf seiner Werke stehen auf dem Programm eines LMZ-Konzerts am 18. Juni 2015 in Evangelisch St. Ulrich. Foto: privat. 

Nickel setzt sich in seinen Werken immer wieder mit dem Verhältnis zwischen aufgeklärtem Geist und der Suche nach sinnstiftender, gemeinsamer Kultur auseinander. Den Rahmen des Konzertes am 18. Juni bilden deshalb mit "CREDO" und den "4 japanische Miniaturen" zwei Kompositionen, die in unterschiedlicher Weise die Harmonie des einzelnen Menschen mit der ihn umgebenden Welt thematisieren.

Die Miniaturen beziehen sich auf kontemplative Werke des japanischen Dichters Fujiwara Mitsunori (um 1200).  Nicht weniger kontemplativ mutet die Formel "lumen de lumine" an, mit der der lateinische Credo-Text das Einssein des Vaters mit dem Sohn ausdrückt. Die Überlagerung von individueller und kollektiver Sichtweise kommt in Nickels Credo-Komposition durch die doppelgängerartige Besetzung mit 2 Sopranen und 2 Orgeln zum Ausdruck. Neben diesen beiden Werken erklingt mit dem "Abendlied" ein Stück, das sich auf C.P.E. Bachs Gellert-Oden bezieht. Bei Nickels "Ländler" handelt es sich um eine anspruchsvolle Solokomposition für Violoncello. Die "Cassation in 4 Sätzen" schlägt noch einmal einen Bogen zu den "4 japanischen Miniaturen".

Volker Nickel, 1970 in Augsburg geboren, begann seine musikalische Ausbildung während seiner Schulzeit als Hospitant am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg. Später setzte er seine Studien an den Universitäten in Augsburg und München fort und schloss sie an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München mit Diplom und Meisterklassen-Diplom ab.

Als Komponist hat Nickel er einen kontrapunktischen und formal diskontinuierlichen Musikstil entwickelt, der auf der Grundlage cantus firmus-artiger Perioden und einer variierenden Montagetechnik aufgebaut ist. Nickels Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens-Musikstiftung und einem Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris. Zu den Interpreten seiner Musik gehören bekannte Ensembles wie das Münchner Kammerorchester und "Musik der Jahrhunderte" und Dirigenten wie Christoph Poppen und Johannes X. Schachtner, und Solisten wie David Frühwirt, Henri Bonamy, Andreas Skouras u. a.

Volker Nickel ist Vorstandsmitglied des Münchener Tonkünstlerverbandes und Kurator des aDevantgarde-Festivals für zeitgenössische Musik, sowie Gründungsmitglied der Augsburger Gesellschaft für Neue Musik. Er lebt in München und lehrt an der Musikhochschule Nürnberg sowie als Dozent für Musiktheorie am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

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Termin, Ort, Programm:

Dozierende und Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums spielen Werke des Komponisten Volker Nickel

  • Donnerstag, 18. Juni 2015, 19.30 Uhr
  • Evangelisch St. Ulrich, Ulrichsplatz 11, 86150 Augsburg
  • Programm:
    • "4 japanische Miniaturen" (2013) für Oboe, Bassklarinette und Klavier
    • "Abendlied" (2014) für Violine und Klavier
    • "Ländler" (2012) für Violoncello solo
    • "Cassation in 4 Sätzen" (1995) für Klarinette, Violoncello und Spieluhr
    • CREDO" (2012) für 2 Singstimmen und 2 Orgeln
  • Mitwirkende: Studierende und Lehrende des LMZ
  • Eintritt frei

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Ansprechpartnerin:

Konstanze Frölich
Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0821/450416-36
konstanze.froelich@phil.uni-augsburg.de
http://www.leopold-mozart-zentrum.de