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UPD 120/17 - 07.07.2017                                 Meldung als pdf

Fünf Augsburger Projekte auf der ISIE-Konferenz in Chicago

Mit ausgewählten Themen aus seinem Forschungsspektrum zeigte das Resource Lab der Universität Augsburg beeindruckende Präsenz in der versammelten Szene der weltweiten Nachhaltigkeitsforschung


Helbig ISIE-klAugsburg/AT/KPP – Mit fünf Forschungspräsentationen, die thematisch von Versorgungsrisiken bei Lithium-Ionen-Batterien bis zum kommunalen Abfallmanagement reichten, war das Resource Lab der Universität Augsburg auf der 9. Konferenz der "International Society for Industrial Ecology" (ISIE) vertreten, die parallel zum 25. “International Symposium on Sustainable Systems and Technology (ISSST) Ende Juni 2017 in Chicago stattfand.

Bild: Mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt: Der Augsburger Resource Lab-Doktorand Christoph Helbig (4.v.l.) auf der 9. Konferenz der "International Society for Industrial Ecology" (ISIE) in Chicago. Foto: privat

"Wissenschaft für die Unterstützung einer nachhaltigen und resilienten Gesellschaft" war das Motto in Chicago. Unterstrichen werden sollte damit die wichtige Rolle, die der Wissenschaft im Kontext der Industrial Ecology und bei der Erforschung nachhaltiger Systeme zukommt: Wie sehen zukünftig nachhaltige Gesellschaften aus? Wie kann man die Komplexität solcher Systeme verstehen? Wie können wir kurz- und langfristige Auswirkungen auf die Umwelt aufzeigen?

Zu diesen Fragestellungen steuerte das Resource Lab der Universität Augsburg die Präsentation von fünf seiner aktuellen Forschungsprojekte bei: 

  • Versorgungsrisiken im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Batterien und Kathodenmaterialien: Lithium und Kobalt sind in der Vielfalt des Materialspektrums der Batterien die „kritischsten“ Materialien. Die wichtigsten sechs Batterietypen wurden anhand der entwickelten Methode ausgewertet. 
  • Soziale Dimension der Kritikalitätsbewertung von Metallen: Hier geht es um die Frage, unter welchen Arbeitsbedingungen – z. B. Kinderarbeit – der Abbau bestimmter metallischer Rohstoffe erfolgt, um solch bislang wenig beachtete Kriterien in die Bewertung dieser Rohstoffe bzw. ihrer Nutzung einbeziehen zu können. 
  • Der Einfluss von Ressourceneffizienzmaßnahmen auf die Vermeidung von dissipativen Verlusten in die Umwelt: Mit welchen Strategien lässt sich die Feinverteilung von potentiell toxischen Metallen in Luft, Wasser oder Boden verhindern? 
  • Abfallmanagement in Kommunen: Hier werden die Rahmenbedingungen und -strukturen erforscht, die erforderlich sind, um auf kommunaler Ebene das Abfall-Problem im Sinne eines umfassenden und nachhaltigen Ressourcenmanagements anzugehen und zu lösen. 
  • Geopolitische Risikobewertung mit Blick auf die Einbeziehung konventioneller und elektromotorisierter Fahrzeuge in die Methode der Lebenszyklusanalyse: Welche länderspezifischen Risiken, bedingt durch z. B. politische Instabilität oder Handelsbeschränkungen, gilt es hier zu berücksichtigen. 

Die Eindrücke, die die Referenten des Resource Lab aus Chicago mitbrachten, fasst der Doktorand Christoph Helbig stellvertretend zusammen: "Für uns war die Teilnahme an der ISIE-Konferenz eine willkommene Chance, unsere Arbeit und unsere Ergebnisse mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zu diskutieren. Dadurch können wir unser Methodenspektrum erweitern und zugleich Forschungslücken aufdecken. Die Mitarbeit im Student Board der ISIE hat es mir darüber hinaus ermöglicht, viele interessante Kontakte mit Nachwuchswissenschaftlern – von Santa Barbara bis Nagoya – zu knüpfen“.

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Das Resource-Lab der Universität Augsburg

... forscht seit 2012 – im Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg eng verknüpft mit den Lehrstühlen für Production & Supply Chain Management (Prof. Dr. Axel Tuma) und für Ressourcenstrategie (Prof. Dr. Armin Reller) – zu zukunftsfähigen Produktions-, Nutzungs- und Recycling-Konzepten, die aufgrund der Bedeutung strategischer Rohstoffe und Technologiemetalle für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft essentiell sind.

"Unsere ausgeprägte Einbindung in internationale Netzwerke, an denen z. B. auch die Yale University, die University of Waterloo oder die Université de Bordeaux partizipieren, ermöglicht es uns immer wieder, die Ansätze und Ergebnisse unserer Arbeit über international einschlägige Fachjournale oder auf einschlägigen Konferenzen in die weltweite Community der Nachhaltigkeitsforschung einzubringen", betont die Resource Lab-Leiterin Dr. Andrea Thorenz.

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Ansprechpartnerin:

Dr. Andrea Thorenz
Leitung Resource Lab/Institut für Materials Resource Management
Universität Augsburg, 86135 Augsburg
Telefon 0821/598-3948
andrea.thorenz@mrm.uni-augsburg.de

http://www.resource-lab.de

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Pressefoto zum Download:

Helbig ISIE-klBild: Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt: Der Augsburger Resource Lab-Doktorand Christoph Helbig (4.v.l.) auf der 9. Konferenz der "International Society for Industrial Ecology" (ISIE) in Chicago. Foto: privat