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UPD 182/17 - 04.12.2017                                 Meldung als pdf

„Neue zeittungen“ aus Augsburg – die Lechmetropole als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum im 16. Jahrhundert

Augsburgs Aufstieg als Handelsmetropole war eng gekoppelt an die Positionierung als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum, wie die Historikerin PD Dr. Regina Dauser am 05. Dezember im Fugger und Welser Erlebnismuseum zeigt.


Augsburg/EH/LG – PD Dr. Regina Dauser, Akademische Rätin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Augsburg spricht am 05. Dezember 2017 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) zum Thema „Neue zeittungen“ aus Augsburg – die Lechmetropole als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum im 16. Jahrhundert. Der Vortrag bildet den Auftakt zur Reihe „Stadtgeschichte(n): Geld, Glaube, Kommunikation. Wer entscheidet, woran wir uns erinnern werden?“, die das Jakob-Fugger-Zentrum und das Fugger und Welser Erlebnismuseum in diesem Wintersemester zum vierten Mal gemeinsam organisieren. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

An der Wende zur Neuzeit stieg Augsburg zur Fernhandelsmetropole auf. Eng damit verbunden ist seine Positionierung als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum: Augsburger Handelshäuser waren zur erfolgreichen Führung ihrer Geschäfte stets auf aktuelle Informationen angewiesen. Ihre Verbindungen in die wirtschaftlichen und politischen Zentren Europas machten Augsburger Kaufleute, allen voran Fugger und Welser, zugleich zu gefragten Vermittlern von Nachrichten, „zeittungen“ genannt – regelrechte Nachrichtennetze entstanden, basierend auf persönlichen Kontakten. Augsburger Nachrichtenschreiber bedienten nach italienischem Vorbild gut situierte Abonnenten regelmäßig mit handschriftlichen Neuigkeiten. Zeitgleich sicherten sich Augsburger Drucker zusammen mit Nürnbergern eine Spitzenposition bei der Produktion von Nachrichtenflugblättern, die auch das Informationsbedürfnis eines breiteren Publikums bedienten. Der Vortrag von Regina Dauer beleuchtet die Entstehung und Organisation des frühneuzeitlichen Nachrichtenzentrums Augsburg – zwischen exklusiver ‚Insidernachricht’ und ‚massentauglichem’ Nachrichtendruck.

Bewährte Kooperation: die „Stadtgeschichte(n)“

Nachdem in den vergangenen Semestern bereits zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer zur Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ ins Fugger und Welser Erlebnismuseum gekommen waren, bietet das Jakob-Fugger-Zentrum die Reihe im laufenden Wintersemester 2017/18 erneut an. Unter dem Titel „Stadtgeschichte(n): Geld, Glaube, Kommunikation. Wer entscheidet, woran wir uns erinnern werden?“ geht es in diesem Semester an drei Abenden um Augsburg als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum, Geld und Glaube und um Welterbeprogramme der UNESCO. Auch dieses Mal steht die Vortragsreihe in engem Bezug zu den Themen, denen sich das Fugger und Welser Erlebnismuseum widmet. Das Museum, das die Geschichte der beiden berühmten Augsburger Handelshäuser innovativ und multimedial erzählt, möchte ein lebendiger Ort sein, an dem auch aktuelle Aspekte von Wirtschaft, Globalisierung, Religion und Ethik im Kontext von Geschichte, Gegenwart und Zukunft erörtert werden – ein idealer Vortragsort für die Reihe „Stadtgeschichte(n)“ des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg.

Das Jakob-Fugger-Zentrum fördert und stärkt als zentrales Forschungsinstitut die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Augsburg und widmet sich zentralen Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer global vernetzten Gesellschaft. Gleichzeitig sucht das Zentrum den engen Kontakt zur Augsburger Stadtgesellschaft. Mit der Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ stellt das Jakob-Fugger-Zentrum spannende Ergebnisse seiner Forschungen vor und ermöglicht gemeinsam mit dem Fugger und Welser Erlebnismuseum den Dialog mit Augsburger Bürgerinnen und Bürgern.

PD Dr. Regina Dauser ist seit 2015 Akademische Rätin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Augsburg. Nach dem Studium der Geschichte und der Germanistik erfolgte 2005 die Promotion und 2012 die Habilitation. Ihre Forschungsschwerpunkte und Publikationen sind die Kommunikations- und Mediengeschichte, europäische Mächtepolitik, Wissensgeschichte, und Geschichte der Ökonomischen Aufklärung.

Zum Vortrag „Neue zeittungen“ aus Augsburg – die Lechmetropole als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum im 16. Jahrhundert“ von PD Dr. Regina Dauser am 05. Dezember 2017 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Anmeldung unter http://www.jfz.uni-augsburg.de oder Tel. 0821/45097821 gebeten, da der Platz begrenzt ist. Am Abend können nur noch Restplätze vergeben werden.

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Ansprechpartnerin:

Elisabeth Hill
Jakob-Fugger-Zentrum
Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-5208
elisabeth.hill@praesidium.uni-augsburg.de
http://www.jfz.uni-augsburg.de/