Suche

UPD 36/18 - 16.04.2018                                 Meldung als pdf

Erfolgreich bei „Eine Uni – ein Buch“

Aktions- und Veranstaltungsprogramm der Universität Augsburg rund um das Buch „Wissenschaft und Kreativität" überzeugt die Jury des Stifterverband-Wettbewerbs


Schreibtisch-FilmAugsburg/KPP – Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungsmitarbeiter mit der Dekanin, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiter oder der Leiterin des Auslandsamtes – kurz: Möglichst viele Mitglieder einer Universität tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus.

Bild: Aus dem „Eine Uni – ein Buch“-Bewerbungsfilm der Universität Augsburg – zu sehen auf http://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch.

So in etwa umschreiben der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung die in Kooperation mit DIE ZEIT entwickelte und propagierte Idee in Form eines alljährlich ausgeschriebenen Wettbewerbs „Eine Uni – ein Buch“. Eine der zehn diesjährigen Gewinnerinnen dieses Wettbewerbs ist die Universität Augsburg. Mit einem Aktions- und Veranstaltungskonzept rund um das Thema des erst jüngst als Nr. 72 der Reihe "Augsburger Universitätsreden" erschienenen Sammelbandes zum Verhältnis zwischen „Wissenschaft und Kreativität“ hat sie die Jury des Stifterverbandes überzeugt.

„Bringt mir einen kleinen Amadé!“

Das Buch „Wissenschaft und Kreativität. Eine Selbstvergewisserung“ entstand 2017 als Festgabe zum 60. Geburtstag der Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel. In einem Editorial von „Forschung und Lehre“, der Zeitschrift des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hatte sie unter dem Motto „Bringt mir einen kleinen Amadé!“ mehr Freiraum für Kreativität im überbürokratisierten und ökonomisierten Wissenschafts- und Hochschulsystem eingefordert. Daraus erwuchs die Idee, den damaligen bayerischen Wissenschaftsminister, die bayerischen Universitätspräsidenten und -präsidentinnen, die Mitglieder des Augsburger Universitätsrats, die Dekane und weitere Entscheidungsträger zu diesem zentralen Thema wissenschaftlichen Denkens zu befragen und um Statements zu bitten.

Glück des Forschens als Gegenentwurf

Der in der Reihe „Augsburger Universitätsreden“ erschienene Sammelband „Wissenschaft und Kreativität“ bietet – gewissermaßen in Form einer Selbstvergewisserung – den Gegenentwurf zu einem Trend, der wissenschaftliches Denken und Arbeiten in Schablonen presst und die Universität wie ein Unternehmen behandelt, „in dem Schrauben produziert werden“ (Zitat aus „Wissenschaft und Kreativität“). Es geht darum, Universität und Wissenschaft von Fesseln zu befreien und das kreative, spielerische, absichtslose Element wieder hervorzuholen, das für wissenschaftliches Arbeiten zentral ist. Im Mittelpunkt steht das Glück des Findens und Erfindens, des Forschens und Erfahrens.

„Nun“, so sagt Prof. Dr. Marita Krauss, die den Band initiiert und gemeinsam mit Vizepräsidenten der Universität Augsburg herausgegeben hat, „geht es darum, das Buch zu lesen und zu diskutieren sowie Kreativität in der Universität einzufordern.“ Dem beim Wettbewerb eingereichten Konzept zufolge soll dies in Ringveranstaltungen, Ausstellungen, einem „Science Slam“ etc. geschehen. Krauss: „Das Thema wird in Lehrveranstaltungen eingebunden, in Workshops und via Social Media auf allen Ebenen innerhalb der Universität und hoffentlich unter reger Beteiligung auch der herzlich eingeladenen außeruniversitären Öffentlichkeit weiter bedacht und diskutiert werden.“

Kreativität: Teil des Menschenbildes und Schlüsselqualifikation

Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, die über ihr Amt als Präsidentin der Universität Augsburg seit 2013 auch Vorsitzende der „Universität Bayern e. V.“ ist, freut sich, dass der von ihr im DHV-Organ gegebene und vom Band „Wissenschaft und Kreativität“ aufgegriffene Impuls aufgrund des Erfolgs beim Wettbewerb „Eine Uni – ein Buch“ jetzt fortgesetzt Wirkung zeigen wird: „Kreativität ist Teil des Menschenbildes, das die Universität vermitteln will, und sie ist eine Schlüsselqualifikation. Es geht uns darum, an der Universität Augsburg und möglichst weit über sie hinaus das Thema ‚Wissenschaft und Kreativität’ ins Zentrum unserer Diskussionskultur zu stellen und ihm einen breiten Raum zu geben.“ Für die Hilfestellung, so Doering-Manteuffel, die der Stifterverband im Rahmen des Wettbewerbs „Eine Uni – ein Buch“ dabei nun leiste, sei sie außerordentlich dankbar.

Und Krauss ergänzt: „Nach Kräften werden wir uns jetzt darum bemühen, unser ‚Kreativität und Wissenschaft’-Programm erfolgreich zu realisieren – um der Sache willen und um uns der Auszeichnung durch den Stifterverband würdig zu erweisen.

Der Preis "Eine Uni – ein Buch" wird den zehn diesjährigen Gewinnern des Wettbewerbs am 12. Juni 2018 im Helmut-Schmidt-Haus der ZEIT in Hamburg übergeben werden.

__________________________

Pressemitteilung des Stifterverbandes zum Wettbewerbsentscheid „Eine Uni - ein Buch“ 2018:
http://idw-online.de/de/news692338

__________________________ 

Wettbewerbshomepage „Eine Uni – ein Buch“:
http://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch

__________________________ 

Der Sammelband „Wissenschaft und Kreativität“ (= Augsburger Universitätsreden 72) kann kostenlos bei der Pressestelle der Universität Augsburg (info@presse.uni-augsburg.de) bestellt werden und steht auf http://www.presse.uni-augsburg.de/publikationen/unireden/unireden_pdfs/UR_72_Wissenschaft-und-Kreativitaet.pdf zum Download zur Verfügung.

__________________________

Pressekontakt:
Prof. Dr. Marita Krauss
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon: 0821/598-5643
marita.krauss@philhist.uni-augsburg.de