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Alle Veranstaltungen im laufenden Semester (und darüber hinaus)- Beim Finden des angegebenen Veranstaltungsortes hilft Ihnen der Campusplan.
- Und hier geht's zur kompakten Übersicht über die Veranstaltungen der nächsten sieben Tage.
Noch bis zum Samstag, 11. Februar 2012
WISSENSCHAFTLICHE TAGUNG IM RAHMEN DES BRECHT FESTIVALS AUGSBURG 2012
Thema: Dichter und Lenker. Die Literatur der Staatsmänner, Päpste und Despoten vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Programm: http://idw-online.de/de/attachmentdata15062.pdf
Ort: Rathaus der Stadt Augsburg, Rathausplatz, 86150 Augsburg und "Brechts Bistro", Auf dem Rain 6, 86159 Augsburg
Eintritt: frei - mit Ausnahme des Eröffnungsvortrags "Taten aus Worten. Über den fiktiven Kern von Gewaltherrschaft" von Prof. Dr. A. Koschorke am 9. Februar um 18.00 Uhr im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses (6,- Euro / erm. 3, Euro inkl. der Lesung mit Abbas Khider) und der Lesung zum Thema "Diktatur und Ästhetik" mit Abbas Khider am 10. Februar um 20.30 Uhr in "Brechts Bistro" (5,- Euro / erm. 2,50 Euro).
Veranstalter. Dr. Saskia Wiedner und Patrick Ramponi (Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte) in Zusammenarbeit mit dem ENB-Masterstudiengang "Ethik der Textkulturen" mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Saskia Wiedner, T 0821/598-5629, saskia.wiedner@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: http://idw-online.de/de/news462111; zum Brecht Festival Augsburg 2012 insgesamt: http://www.brechtfestival.de
Noch bis zum Samstag, 17. März 2012
AUSSTELLUNG
Thema: "Vom Suchen und Finden" - Ausstellung der Magisterabsolventinnen und -absolventen des Lehrstuhls für Kunstpädagogik & "Verpuppungen" (Textile Objekte)
Ort: Schillstraße 100
Öffnungszeiten: Mo. - Do. 9.00 bis 18.00 Uhr, Fr. 9.00 - 16.00 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: Lehrstuhl für Kunstpädagogik
Erläuterungen: http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2012/pm2012_009.shtml
Noch bis zum Samstag, 31. März 2012
AUSSTELLUNG
Thema: Kann der Mensch durch Erziehung verbessert werden? Französische Erziehungsschriften des 18. Jahrhunderts aus den Beständen der Universitätsbibliothek Augsburg
Ort: Schatzkammer der Zentralbibliothek (Gebäude E), Universitätsstraße 22
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8.30 - 24.00 Uhr, Sa. 9.30 - 24.00 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: UB Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für romanische Literaturwissenschaft der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Simone Baum, c/o Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft, T. 0821/598-5727
Erläuterung: http://idw-online.de/pages/de/news461054
Noch bis zum Dienstag, 10. April 2012
AUSSTELLUNG
Thema: "Unter unserem Himmel" - Jahresretrospektive der Dozentinnen und Dozenten des Lehrstuhls für Kunstpädagogik
Ort: Schillstraße 100
Öffnungszeiten: Mo. - Do. 9.00 bis 18.00 Uhr, Fr. 9.00 - 16.00 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: Lehrstuhl für Kunstpädagogik
Erläuterungen: http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2012/pm2012_019.shtml
Freitag, 10. Februar 2012
16.00 Uhr
ABSCHIEDSVORLESUNG
Thema: Wissenschaft als Lebensform?
Referentin: Prof. Dr. Hildegard Macha, Lehrstuhl für Pädagogik mit besonderer Berücksichtigung der Erwachsenenbildung und außerschulischen Jugendbildung
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS IV
Veranstalter: Die Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Erläuterungen: Nach 20-jähriger Tätigkeit an der Universität Augsburg tritt Prof. Dr. Hildegard Macha zum Ende des Wintersemesters 2011/2012 in den Ruhestand. Zu ihrer Abschiedsvorlesung und zum anschließenden Empfang lädt der Dekan der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät herzlich ein. Um Anmeldung bis zum 31.1.2012 an andrea.steinbach@phil.uni-augsburg.de wird gebeten.
Montag, 13. Februar 2012
10.00 Uhr
SCHREIBWERKSTATT
Thema: Prosa ist Satzbau - Ein Workshop mit Ulrike Längle (1. Tag)
Ort: Phil.-Hist. Fakultät (Gebäude D), Universittsstraße 10, Raum 4056
Veranstalter: Initiative "ZeitRaum für Text und Theater"
Kontakt und weitere Informationen: zeitraum@phil.uni-augsburg.de, http://www.zeitraum.phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Workshop, der am 13. Februar von 10.00 bis 18.00 Uhr dauert und am 14. Februar von 9.00 bis 13.00 Uhr fortgesetzt wird, ist die Einreichung eines zweiseitigen Textes, der mit folgendem Satz beginnt: Man muss nur schlau sein und so tot wie möglich, dann lässt sich das Leben schon ertragen" (an zeitraum@phil.uni-augsburg.de). - Ulrike Längle ist eine renommierte Erzählerin und Lyrikerin, die bei Fischer, bei der Edition Isele und im Residenz Verlag veröffentlich hat. Ihr neuer Roman "Tote Männer" erscheint dort im kommenden Frühjahr. Sie war auch schon Jury-Mitglied beim Bachmann-Wettbewerb. Über Ihren Augsburger Workshop schreibt sie: "Bei einem Schrifstellertreffen in Cadenabbia ließ Sebastian Kleinschmidt, langjähriger Chefredakteur von "Sinn und Form", in einer Diskussion die Bemerkung fallen: 'Lyrik ist Versbau. Prosa ist Satzbau. Essay ist Gedankenbau'. Ob das ein Zitat ist, konnte ich nicht feststellen.?Diese Äußerung hat mich dazu angeregt, meine Schriftstellerwerkstatt unter das Motto 'Prosa ist Satzbau' zu stellen. Der Gedanke, dass Literatur aus Sätzen besteht, war auch dem verstorbenen österreichischen Schriftsteller Gert Jonke sehr wichtig, wie ich mich aus vielen Gesprächen mit ihm erinnere. Wir werden also unser Augenmerk nicht auf thematische Kriterien oder auf Kompositionsprinzipien richten, sondern auf die Sätze."
Dienstag, 14. Februar 2012
9.00 Uhr
SCHREIBWERKSTATT
Thema: Prosa ist Satzbau - Ein Workshop mit Ulrike Längle (2. Tag)
Ort: Phil.-Hist. Fakultät (Gebäude D), Universittsstraße 10, Raum 4056
Veranstalter: Initiative "ZeitRaum für Text und Theater"
Kontakt und weitere Informationen: zeitraum@phil.uni-augsburg.de, http://www.zeitraum.phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Workshop ist die Einreichung eines zweiseitigen Textes, der mit folgendem Satz beginnt: Man muss nur schlau sein und so tot wie möglich, dann lässt sich das Leben schon ertragen" (an zeitraum@phil.uni-augsburg.de). - Ulrike Längle ist eine renommierte Erzählerin und Lyrikerin, die bei Fischer, bei der Edition Isele und im Residenz Verlag veröffentlich hat. Ihr neuer Roman "Tote Männer" erscheint dort im kommenden Frühjahr. Sie war auch schon Jury-Mitglied beim Bachmann-Wettbewerb. Über Ihren Augsburger Workshop schreibt sie: "Bei einem Schrifstellertreffen in Cadenabbia ließ Sebastian Kleinschmidt, langjähriger Chefredakteur von "Sinn und Form", in einer Diskussion die Bemerkung fallen: 'Lyrik ist Versbau. Prosa ist Satzbau. Essay ist Gedankenbau'. Ob das ein Zitat ist, konnte ich nicht feststellen.?Diese Äußerung hat mich dazu angeregt, meine Schriftstellerwerkstatt unter das Motto 'Prosa ist Satzbau' zu stellen. Der Gedanke, dass Literatur aus Sätzen besteht, war auch dem verstorbenen österreichischen Schriftsteller Gert Jonke sehr wichtig, wie ich mich aus vielen Gesprächen mit ihm erinnere. Wir werden also unser Augenmerk nicht auf thematische Kriterien oder auf Kompositionsprinzipien richten, sondern auf die Sätze."
Donnerstag, 16. Februar 2012
13.00 Uhr
38. AUGSBURGER KONJUNKTURGESPRÄCH
Thema: Außenwirtschaft: Export in der Diskussion
Programm: http://vstdbv3.ihk.de/vstdbv3/download?vstid=57524&dokid=30315
Ort: IHK Schwaben, Stettenstraße 1+3, 86150 Augsburg
Veranstalter: Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg und IHK Schwaben
Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Peter Welzel. Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Ökonomie der Informationsgesellschaft der Universität Augsburg und Wissenschaftlicher Leiter der 38. augsburger konjunkturgesprächs, T 0821/598-4185, peter.welzel@wiwi.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Das 38. augsburger konjunkturgespräch einmal mehr eine Plattform für den Austausch von Ideen und Positionen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die wissenschaftliche Leitung liegt wie gewohnt in den Händen des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg. Der erste Teil der Veranstaltung, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn (Präsident des ifo Instituts für Wirtschafts-forschung und Inhaber des Lehrstuhls für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität, München) steht, befasst sich mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und in Europa. Nach dem steilen konjunkturellen Aufschwung der jüngsten Vergangenheit ergeben sich erste Anzeichen für eine deutliche Abschwächung des Aufwärtstrends. Ein besonderes Risikopotential für die weitere Entwicklung spiegelt sich in der krisenhaften Entwicklung im europäischen Umfeld, deren lange Schatten viel Stoff zur Diskussion bieten. In diesem Zusammenhang werden immer wieder die außenwirtschaftlichen Erfolge der Bundesrepublik kontrovers diskutiert. Die deutsche Exportstärke als Indikator für die Vorteile, die Deutschland aus der Währungsunion bezieht, steht hier ebenso zur Diskussion wie die grundsätzliche Problematik außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte oder die Rolle der Kapitalmärkte. Ein Vortrag von Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel und Professor der Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) wird im zweiten Teil des Konjunkturgesprächs einer von Roman Roell (Bayerischer Rundfunk) moderierten Podiumsdiskussion vorangehen. - Die Teilnahmegebühr beträgt 75,- Euro; Online-Anmeldung auf https://vstdbv3.ihk.de/vstdbv3/pages/ihk24_buchen/booking.jsf?terminid=67224&ts=1328719004769
19.30 Uhr
VORTRAG UND BUCHVORSTELLUNG
Thema: Kolonialismus in der Heimat. Die Kolonialbewegung in Augsburg und Regensburg
Referent: Dr. Markus Seemann, Hauptstaatsarchiv Dresden
Ort: Lesesaal der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Schaezlerstraße 25, 86152 Augsburg
Veranstalter: Historischer Verein für Schwaben
Erläuterungen: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ man sich auch in Bayern von der Kolonialeuphorie anstecken. Man gründete Ortsgruppen der Deutschen Kolonialgesellschaft, organisierte Kolonialschauen und veranstaltete Heimatabende zugunsten von Schutztruppensoldaten. Im lokalen Vergleich zeigen sich unterschiedliche Ausrichtungen: Während in Regensburg der Kolonialgedanke mit dem Wunsch nach kultureller und wirtschaftlicher Durchdringung des Ostens einherging, versuchte sich die Kolonialbewegung in Augsburg in eine Traditionslinie bis zurück zu Bartholomäus Welser dem Älteren einzureihen. - Sein neues Buch, das der Referent in diesem Vortrag vorstellen wird, ist die überarbeitete Fassung seiner 2010 an der Universität Augsburg eingereichten Dissertation.
Weitere Informationen: markusseemann1@yahoo.de
Mittwoch, 22. Februar 2012
13.00 Uhr
ARTOTHEK
Thema: Bilder und Grafiken zum Ausleihen
Ort: Phil.-Hist. Fakultät (Gebäude D), Universitätsstraße 10, Erdgeschoss des Nordwestflügels
Veranstalter: Stefan Hartmann, Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Kontakt und weitere Informationen: stefan.hartmann@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Von 13.00 bis 14.30 Uhr haben alle Beschäftigten der Universität Augsburg die Möglichkeit, für ihre Büros Bilder und Grafiken aus den Beständen der Universität auszuleihen. Als Neuzugänge stehen vor allem zehn Grafiken des Künstlers Ludwig Gebhard zur Leihe bereit. Zudem wurden ältere Grafiken aus dem Bestand im Herbst neu gerahmt und können nun ebenfalls geliehen werden.
Montag, 27. Februar 2012
19.00 Uhr
ABENDVORTRAG / WORKSHOP
Thema: Die Loreley am Yarkon. Zur Geschichte der Jeckes
Referentin: Dr. Mirjam Zadoff, Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig Maximilians-Universität München
Ort: Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: frei
Veranstalter: Prof. Dr. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg) und Prof. Dr. Julia Matveev (Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Haifa) in Verbindung mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Bettina Bannasch, T 0821/598-2788, bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Der Vortrag ist die erste von drei öffentlichen Abendveranstaltungen, die am 27., 28. und 29. Februar 2012 den literaturwissenschaftlichen Augsburg-Haifa-Workshop "Literatur und Hybridität - Die Literatur der Jeckes" begleiten. Mehr zum Workshop und den Abendveranstaltungen unter http://idw-online.de/de/news460036
Dienstag, 28. Februar 2012
18.00 Uhr
FILMVORFÜHRUNG / WORKSHOP
Thema: "Das Haus in der Karpfengasse" - Verfilmung des gleichnamigen, 1958 erschienen Romans von Moscheh Ya'akov Ben-Gavriêl (d.i. Eugen Hoeflich) aus dem Jahr 1965. (Regie: Kurt Hoffmann. Mit Edith Schultze-Westrum, Wolfgang Kieling, Jana Brejchová, Rosel Schäfer, Walter Buschhoff u.a.)
Ort: Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: frei
Veranstalter: Prof. Dr. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg) und Prof. Dr. Julia Matveev (Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Haifa) in Verbindung mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Bettina Bannasch, T 0821/598-2788, bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Die Filmvorführung ist Teil des öffentlichen Abendprogramms des literaturwissenschaftlichen Augsburg-Haifa-Workshops "Literatur und Hybridität - Die Literatur der Jeckes" (27.-29. Februar 2012). Mehr zum Workshop und den Abendveranstaltungen unter http://idw-online.de/de/news460036
Mittwoch, 29. Februar 2012
19.00 Uhr
LESUNG / WORKSHOP
Thema:
Daniela Nering und Florian Fisch (beide sensemble Theater Augsburg) lesen aus von Studierenden der Universität Augsburg ausgewählten Texten von
Jenny Aloni, Werner Kraft, Max Brod, Max Zweig, Ilana Shmueli u. a.
Ort: Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: frei
Veranstalter: Prof. Dr. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg) und Prof. Dr. Julia Matveev (Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Haifa) in Verbindung mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Bettina Bannasch, T 0821/598-2788, bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Die Lesung ist letzter Teil des öffentlichen Abendprogramms des literaturwissenschaftlichen Augsburg-Haifa-Workshops "Literatur und Hybridität - Die Literatur der Jeckes" (27.-29. Februar 2012). Mehr zum Workshop und den Abendveranstaltungen unter http://idw-online.de/de/news460036
Donnerstag, 1. März 2012 bis zum Samstag, 3. März 2012
INTERNATIONALE TAGUNG
Thema: Erziehungsliteratur im 18. Jahrhundert
Veranstalter: Prof. Dr. Rotraud von Kulessa, Lehrstuhl für romanische Literaturwissenschaft
Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Rotraud von Kulessa, T 0821/598-2724, rotraud.kulessa@phil.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Näheres wird rechtzeitig bekanntgegeben
Donnerstag, 1. März 2012
11.00 Uhr
JAHRESTAGUNG
Thema: Organisation und Partizipation. Jahrestagung der Kommission Organisationspädagogik der Deutschen Gesellschaft fu?r Erziehungswissenschaft (DGfE)
Programm: http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/paedagogik/paed2/Uploadordner/Organisation_und_Partizipation_Prgramm__bersicht.pdf
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude D), Universitätsstraße 10, Hörsaal (HS IV)
Veranstalter: Lehrstuhl für Pädagogik
Kontakt und weitere Informationen: Myriam Nicolaus-Pannke,Telefon 0821/598-5562, myriam.pannke@phil.uni-augsburg.de,
Erläuterungen: http://www.uni-augsburg.de/dgfe - Die Tagung wird am 2. März 2012 fortgesetzt.
Freitag, 2. März 2012
9.00 Uhr
JAHRESTAGUNG
Thema: Organisation und Partizipation. Jahrestagung der Kommission Organisationspädagogik der Deutschen Gesellschaft fu?r Erziehungswissenschaft (DGfE)
Programm: http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/paedagogik/paed2/Uploadordner/Organisation_und_Partizipation_Prgramm__bersicht.pdf
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude D), Universitätsstraße 10, Hörsaal (HS IV)
Veranstalter: Lehrstuhl für Pädagogik
Kontakt und weitere Informationen: Myriam Nicolaus-Pannke,Telefon 0821/598-5562, myriam.pannke@phil.uni-augsburg.de,
Erläuterungen: http://www.uni-augsburg.de/dgfe
Mittwoch, 14. März 2012 bis zum Donnerstag, 15. März 2012
TAGUNG/WORKSHOP
Thema: Zukunftswerkstatt Erlebnispädagogik
Ort: Institut für Sportwissenschaft (Gebäude V), Universitätsstraße 3
Veranstalter: Institut für Sportwissenschaft der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Martin Scholz, T 0821/598-2806 martin.scholz@sport.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Nachdem sich im letzten Jahrzehnt die Erlebnispädagogik an den deutschsprachigen Hochschulen und Universitäten etabliert hat und an vielen Standorten Weiterqualifizierungsangebote und Studiengänge implementiert wurden, ist es an der Zeit, eine Standortbestimmung der Erlebnispädagogik an Hochschulen und Universitäten vorzunehmen. In dieser Absicht treffen sich die akademischen Akteure der Erlebnispädagogik in Augsburg, um ihre diversen Angebote vorzustellen, um zukünftige Ausbildungsschwerpunkte zu diskutieren und um auszuloten, inwieweit eine Zusammenarbeit zwischen den Standorten sinnvoll und möglich ist und welche Zielsetzungen damit verfolgt werden können. Es haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz angesagt.
Donnerstag, 15. März 2012
14.00 Uhr
WISSENSCHAFTLICHE TAGUNG
Thema: Amerika in Augsburg. Aneignungen und globale Verflechtungen in einer Stadt
Programm:
14.00 - 14.30 Uhr: Begrüßung
14.30 - 15.00 Uhr: Einführung in die Thematik durch Wolfgang E. J. Weber und Philipp Gassert (beide Augsburg)
15.00 - 16.30 Uhr: Sektion I: Weltwirtschaftliche Zusammenhänge
Mark Häberlein (Bamberg): Augsburger Handelshäuser und die Neue Welt (1500-1800)
Karl Murr (Augsburg): Baumwolle aus den USA. Die Rohstoffbeschaffung der Augsburger Textilindustrie im 19. Jahrhundert
Moderation: Günther Kronenbitter (Augsburg)
17.00 - 18.30 Uhr: Sektion II: Wirtschaft und Amerikanisierung
Stefan Paulus (Augsburg): Architektur und Amerikanisierung
Tobias Brenner (Augsburg): Der städtebauliche und wirtschaftliche Impact der US-Militärpräsenz
Moderation: Barbara Wolf (Augsburg)
19.30 Uhr: Eröffnung der Fotoausstellung Amerikanisches Leben in Augsburg mit anschließendem Empfang und Buffet für Teilnehmer und Gäste
Ort: Neue Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz, 86150 Augsburg
Veranstalter: Institut für Europäische Kulturgeschichte, Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg in Verbindung mit der Neuen Stadtbücherei Augsburg und mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Stefan Paulus, Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, T 0821/598-5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Aufgabe und Ziel der mit ausgewiesenen Spezialisten aus dem In- und Ausland besetzten Tagung ist es, die mannigfachen und seit der Frühen Neuzeit zwischen Augsburg und dem amerikanischen Kontinent bestehenden wechselseitigen Kontakte und Beeinflussungen aus möglichst vielen Perspektiven bis in die jüngste Zeitgeschichte hinein zu beleuchten. Ein derart breit angelegter stadtgeschichtlicher und zugleich transatlantischer Ansatz war bislang noch nicht Gegenstand der historischen Forschung in Augsburg. Neben den Aktivitäten Augsburger Handelshäuser in Südamerika und den damit verbundenen frühneuzeitlichen Amerika-Bildern, den diversen Migrationsbewegungen in die USA, den zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen seit dem 19. Jahrhundert sowie den ambivalent geführten Amerikanisierungsdiskursen im 20. Jahrhundert wird ein besonderer Schwerpunkt der Tagung auf der Zeit nach 1945, in der die traditionsreiche Stadt am Lech durch die massive militärische Präsenz amerikanischer Truppen - Augsburg beherbergte bis 1998 eine der größten amerikanischen Garnisonen im süddeutschen Raum - in nahezu einzigartiger Weise amerikanischen Einflüssen ausgesetzt war. Unter anderem zeugen bewahrenswerte architektonische Relikte - trotz der mittlerweile weit fortgeschrittenen Konversion der ehemaligen Kasernenanlagen - von dieser gemeinsamen und zugleich höchst komplexen amerikanisch-deutschen Geschichte in Augsburg. - Die Tagung wird am 16. und 17 März fortgesetzt.
19.30 Uhr
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Thema: Amerikanisches Leben in Augsburg
Ort. Neue Stadtbücherei Augsburg, Ernst Reuter-Platz, 86150 Augsburg
Eintritt: frei
Veranstalter: Institut für Europäische Kulturgeschichte, Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg in Verbindung mit der Neuen Stadtbücherei Augsburg und mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Stefan Paulus, Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, T 0821/598-5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Mehr als zehn Jahre nach dem Abzug der letzten US-Streitkräfte aus Augsburg haben sich Studentinnen und Studenten der Universität Augsburg unter Leitung von Tobias Brenner und Tobias Ranker in Archiven, bei Verbänden und bei Privatpersonen auf die Suche nach fotografischen Spuren dieser "Vergangenheit" gemacht. Die US-Soldaten und ihre Angehörigen beeinflussten während der turbulenten Zeit von 1945 bis 1998 das Stadtbild, dennoch laufen sie jetzt - nur wenige Jahre nach ihrem Abzug - Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Die Ausstellung lädt alle Interessierten dazu ein, dieses halbe Jahrhundert Revue passieren zu lassen. Sie läuft bis zum 14. April 2012 und ist montags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich.
Freitag, 16. März 2012
9.00 Uhr
WISSENSCHAFTLICHE TAGUNG
Thema: Amerika in Augsburg. Aneignungen und globale Verflechtungen in einer Stadt
Programm:
9.00 - 10.30 Uhr: Sektion III: Frühneuzeitliche Amerikabilder
Christine R. Johnson (St. Louis): Images of America in Sixteenth-Century Augsburg
Rainald Becker (München): Augsburger Amerikabilder im 18. Jahrhundert
Moderation: Hanno Ehrlicher (Augsburg)
11.00 - 12.30 Uhr: Sektion IV: Amerikanisierungsdiskurse im 20. Jahrhundert
Egbert Klautke (London): Amerikanismusdebatten und Amerikanisierungsängste in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Peter Bommas (Augsburg): Amerikanisierte Jugend- und Populärkultur seit 1945
Moderation: Silvia Serena Tschopp (Augsburg)
14.30 - 16.00 Uhr: Sektion V: Migrationsbewegungen
Rudolf Freudenberger (Augsburg): Samuel Urlsberger und die Salzburger Emigranten in Georgia
Marita Krauss (Augsburg): Migration aus Bayerisch-Schwaben nach Nordamerika im 19. Jahrhundert
Moderation: Lothar Schilling (Augsburg)
16.30 - 18.00 Uhr: Sektion VI: Die US-Militärpräsenz in Augsburg
Edith Raim (München): Kriegsende in Bayerisch-Schwaben und Augsburg in der
Besatzungszeit
Reinhild Kreis (Augsburg): Zwischen Akzeptanz und Ablehnung: Die Augsburger Bevölkerung und die US-Militärpräsenz
Moderation: Stefan Grüner (Augsburg)
19.00 Uhr: Keynote Lecture (Augustana-Saal, Annahof)
Wolfgang Frühwald (München): Der erste Amerikaner. Begegnungen in Augsburg 1945
Ort: Neue Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz, 86150 Augsburg / Keynote Lecture von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Frühwald um 19.00 Uhr im Augustana-Saal. Im Annahof, 86150 Augsburg
Veranstalter: Institut für Europäische Kulturgeschichte, Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg in Verbindung mit der Neuen Stadtbücherei Augsburg und mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Stefan Paulus, Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, T 0821/598-5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Aufgabe und Ziel der mit ausgewiesenen Spezialisten aus dem In- und Ausland besetzten Tagung ist es, die mannigfachen und seit der Frühen Neuzeit zwischen Augsburg und dem amerikanischen Kontinent bestehenden wechselseitigen Kontakte und Beeinflussungen aus möglichst vielen Perspektiven bis in die jüngste Zeitgeschichte hinein zu beleuchten. Ein derart breit angelegter stadtgeschichtlicher und zugleich transatlantischer Ansatz war bislang noch nicht Gegenstand der historischen Forschung in Augsburg. Neben den Aktivitäten Augsburger Handelshäuser in Südamerika und den damit verbundenen frühneuzeitlichen Amerika-Bildern, den diversen Migrationsbewegungen in die USA, den zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen seit dem 19. Jahrhundert sowie den ambivalent geführten Amerikanisierungsdiskursen im 20. Jahrhundert wird ein besonderer Schwerpunkt der Tagung auf der Zeit nach 1945, in der die traditionsreiche Stadt am Lech durch die massive militärische Präsenz amerikanischer Truppen - Augsburg beherbergte bis 1998 eine der größten amerikanischen Garnisonen im süddeutschen Raum - in nahezu einzigartiger Weise amerikanischen Einflüssen ausgesetzt war. Unter anderem zeugen bewahrenswerte architektonische Relikte - trotz der mittlerweile weit fortgeschrittenen Konversion der ehemaligen Kasernenanlagen - von dieser gemeinsamen und zugleich höchst komplexen amerikanisch-deutschen Geschichte in Augsburg. - Die Tagung wird am 17 März fortgesetzt.
Freitag, 16. März 2012 bis zum Samstag, 14. April 2012
AUSSTELLUNG
Thema: Amerikanisches Leben in Augsburg
Ort. Neue Stadtbücherei Augsburg, Ernst Reuter-Platz, 86150 Augsburg
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10.00 - 19.00 Uhr, Sa. 10.00 - 15.00 Uhr
Eintritt: frei
Veranstalter: Institut für Europäische Kulturgeschichte, Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg in Verbindung mit der Neuen Stadtbücherei Augsburg und mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Stefan Paulus, Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, T 0821/598-5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Mehr als zehn Jahre nach dem Abzug der letzten US-Streitkräfte aus Augsburg haben sich Studentinnen und Studenten der Universität Augsburg unter Leitung von Tobias Brenner und Tobias Ranker in Archiven, bei Verbänden und bei Privatpersonen auf die Suche nach fotografischen Spuren dieser "Vergangenheit" gemacht. Die US-Soldaten und ihre Angehörigen beeinflussten während der turbulenten Zeit von 1945 bis 1998 das Stadtbild, dennoch laufen sie jetzt - nur wenige Jahre nach ihrem Abzug - Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Die Ausstellung lädt alle Interessierten dazu ein, dieses halbe Jahrhundert Revue passieren zu lassen.
Samstag, 17. März 2012
9.00 Uhr
WISSENSCHAFTLICHE TAGUNG
Thema: Amerika in Augsburg. Aneignungen und globale Verflechtungen in einer Stadt
Programm:
9.00 - 11.00 Uhr: Sektion VII: Spurensuche: Das amerikanische Erbe in Augsburg im vergleichenden Kontext
Maria Hoehn (Poughkeepsie): Amerikanische Erinnerungsorte in Rheinland-Pfalz
Gundula Bavendamm (Berlin): Zwischen Basisbewegung und Bundeskulturpolitik: die Westmächte im Museum
Philipp Gassert (Augsburg): Was tun mit den Augsburger Erinnerungen an Amerika? Überlegungen zu einem Friedensort Halle 116
Moderation: Ansgar Reiß (Ingolstadt)
11.30 - 13.00 Uhr: Podiumsdiskussion zur Frage der Erinnerung an Amerika in Augsburg im Kontext eines Nutzungskonzeptes für die Halle 116: Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaft debattieren über die Zukunft der Halle 116. Nachmittags besteht Möglichkeit zur Besichtigung der Halle 116 und anderer Orte, die an die Garnisonsstadt Augsburg erinnern (in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt)
Ort: Neue Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz, 86150 Augsburg
Veranstalter: Institut für Europäische Kulturgeschichte, Lehrstuhls für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg in Verbindung mit der Neuen Stadtbücherei Augsburg und mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Stefan Paulus, Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, T 0821/598-5843, stefan.paulus@iek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Aufgabe und Ziel der mit ausgewiesenen Spezialisten aus dem In- und Ausland besetzten Tagung ist es, die mannigfachen und seit der Frühen Neuzeit zwischen Augsburg und dem amerikanischen Kontinent bestehenden wechselseitigen Kontakte und Beeinflussungen aus möglichst vielen Perspektiven bis in die jüngste Zeitgeschichte hinein zu beleuchten. Ein derart breit angelegter stadtgeschichtlicher und zugleich transatlantischer Ansatz war bislang noch nicht Gegenstand der historischen Forschung in Augsburg. Neben den Aktivitäten Augsburger Handelshäuser in Südamerika und den damit verbundenen frühneuzeitlichen Amerika-Bildern, den diversen Migrationsbewegungen in die USA, den zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen seit dem 19. Jahrhundert sowie den ambivalent geführten Amerikanisierungsdiskursen im 20. Jahrhundert wird ein besonderer Schwerpunkt der Tagung auf der Zeit nach 1945, in der die traditionsreiche Stadt am Lech durch die massive militärische Präsenz amerikanischer Truppen - Augsburg beherbergte bis 1998 eine der größten amerikanischen Garnisonen im süddeutschen Raum - in nahezu einzigartiger Weise amerikanischen Einflüssen ausgesetzt war. Unter anderem zeugen bewahrenswerte architektonische Relikte - trotz der mittlerweile weit fortgeschrittenen Konversion der ehemaligen Kasernenanlagen - von dieser gemeinsamen und zugleich höchst komplexen amerikanisch-deutschen Geschichte in Augsburg.
Mittwoch, 28. März 2012
18.00 Uhr
FESTAKT
Thema: Feierliche Übergabe der Sammlung Robert Singer, Wien, an die Universitätsbibliothek Augsburg
Programm: wird noch bekanntgegeben
Ort: Zentralbibliothek (Gebäude E), Universitätsstraße 22
Veranstalter: Universitätsbibliothek Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Ulrich Hohoff, T 0821/598-5300, ulrich.hohoff@bibliothek.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Bei der Sammlung Robert Singer, Wien, handelt es sich um eine für Europa einzigartige Sammlung von publizierten und handschriftlichen Noten sowie Tonträgern (Platten, Kassetten, CDs), die die UB Augsburg 2010/2011 in drei Tranchen angekauft haben. Ihr Thema ist die Musik in der Synagoge, also die liturgische und kantorale Musik der Juden. Die Sammlung Robert Singer ergänzt die Sammlung Marton (Marcel) Lorand zu selben Thema (siehe http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/dda/musik/lorand/), die in den 1980er Jahren im Kontext des damals den geplanten Aufbau eines "Europäischen Zentrums für jüdische Musik" nach Augsburg gelangte. Seit dem Holocaust gibt es solche Sammlungen fast nirgendwo mehr. - Den Hauptteil des Programms der feierlichen Übergabe werden Prof. Chaim Paul Eisenberg (Wien), der Oberrabbiner von Österreich, und Robert Singer selbst zusammen mit einem Organisten als "Kantorenkonzert" gestalten, das zahlreiche Stücke aus der Sammlung vorstellen wird.
Donnerstag, 19. April 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Der Lech - "ein seer streng laufend und reißend wasser": Der Konflikt zwischen Wildfluss und Kulturlandschaft
Referent: Dr. Eberhard Pfeuffer
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 3., 10. und 31. Mai, 21. und 28. Juni sowie 5. 12. und 19. Juli 2012.
Montag, 23. April 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Große Eingriffe in Natur und Landschaft
Referent: Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU)
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 30. April, 7., 14. und 21. Mai, 11., 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Montag, 30. April 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Naturschutzrecht - ein gefährliches oder gefährdetes Rechtsbiotop?
Referent: Christian Tausch
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 7., 14. und 21. Mai, 11., 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 3. Mai 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Wälder, Holzeinschlag und Flößer am Lech
Referent: Prof. Dr. Lothar Schilling
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 10. und 31. Mai, 21. und 28. Juni sowie 5. 12. und 19. Juli 2012.
Montag, 7. Mai 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Rohstoffabbau in Bayern
Referent: Dr. Klaus Poschlod
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 14. und 21. Mai, 11., 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 10. Mai 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Isar und Lech - Geschichten von Naturschützern und Modernisierern
Referentin: Prof. Dr. Marita Krauss
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 31. Mai, 21. und 28. Juni sowie 5. 12. und 19. Juli 2012.
19.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "INKLUSION - WEG IN EINE NEUE GESELLSCHAFT"
Thema: Inklusive Bildung - Vision und konkretes Handlungsprogramm für jede Schule?
Referent: Prof. Dr. Andreas Hinz (Universität Halle, Leiter des Arbeitsbereiches Allgemeine Rehabilitations-/Integrationspädagogik)
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS IV
Veranstalter: Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit "FISS - Forum für inklusive Strukturen an Schulen" und mit "elwela. gemeinsam leben - gemeinsam lernen Augsburg und Schwaben e. V."
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Pius Thoma, c/o Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik, Universität Augsburg, 86135 Augsburg, T 0821/598-5602, pius.thoma@phil.uni-augsburg.de, http://www.fiss-inklusion.de
Erläuterungen: Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung wird allzu oft über die Köpfe der Betroffenen hinweg diskutiert. Diese Vortragsreihe will die Perspektive erweitern: weg von einer Haltung der Fürsorge und Wohltätigkeit - und dadurch oft Entmündigung - und hin zu einer tatsächlich inklusiven Sicht, die Menschen mit Behinderung als Subjekt des eigenen Lebens anerkennt. Nicht der traditionelle Defizit-Ansatz, der Behinderung weitgehend als Phänomen der Begrenztheit, der Abhängigkeit und der Insuffizienz wahrnimmt, darf die inklusive Entwicklung leiten. Vielmehr soll die Anerkennung von Behinderung als mögliche "Facette des Lebens" mit vielerlei Potenzialen das neue Menschenbild prägen. Daraus wiederum können wichtige Impulse für eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft erwachsen. Die für diese Vortragsreihe ausgewählten Referentinnen und Referenten vermögen diese veränderte Perspektive aus eigener Betroffenheit bzw. aus der Erfahrung ihrer Aufgaben zu eröffnen und sie näher zu bringen. - Letzter Vortrag in dieser Reihe am 14. Juni 2012.
Samstag, 12. Mai 2012
11.00 Uhr
KINDERUNIVERSITÄT AUGSBURG
Thema: Muss Strafe sein?
Referent: Prof. Dr. Henning Rosenau, Lehrstuhl für Strafrecht
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS I (mit Übertragung für erwachsene Begleitpersonen in den HS II)
Veranstalter: Prof. Dr. Martin Kaufhold, Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Reif und Prof. Dr. Gregor Weber in Verbindung mit der Pressestelle
Kontakt und weitere Informationen: Klaus P. Prem, Pressestelle der Universität Augsburg, T 0821/598-2094, prem@presse.uni-augsburg.de, http://www.kinderuni-augsburg.de
Erläuterungen: Weitere Kindervorlesungen am 16. Juni und 7. Juli.
Montag, 14. Mai 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Programm:
Dr. Rainer Fetz: Steinbrüche - Naturzerstörung oder Lebensraum?
Johannes Voith: Artenhilfsprogramm Apollofalter
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 21. Mai, 11., 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Dienstag, 15. Mai 2012
18.15 Uhr
GEMEINSAME ANTRITTSVORLESUNG
Thema: "Gewährt jederzeit Gastfreundschaft!" (Röm 12,13). Gastfreundschaft als "Perspektive" in Spiritualität und Seelsorge.
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Vogl (Stiftungsprofessur für Theologie des geistlichen Lebens) und Prof. Dr. August Laumer (Juniorprofessur für Pastoraltheologie)
Ort: Juristische Fakultät (Gebäude H), Universitätsstraße 24, HS 1009
Veranstalter: Der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät
Montag, 21. Mai 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Ornithologische Feldaufnahmen als Fachgrundlagen für den Naturschutz
Referent: Hans-Joachim Fünfstück
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 11., 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 31. Mai 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Hochwässer, Hochwasserschutz und Wasserkraftnutzung
Referenten: Prof. Dr. Karl-Friedrich Wetzel und Oliver Böhm
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 21. und 28. Juni sowie 5. 12. und 19. Juli 2012.
Montag, 11. Juni 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Programm:
Walter Joswig: Kormoran und Biber - hatte der Naturschutz zu viel Erfolg?
Helmut Luding: Schutzgebiete des Naturschutzes zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 18. und 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 14. Juni 2012
19.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "INKLUSION - WEG IN EINE NEUE GESELLSCHAFT"
Thema: Wer Inklusion will, sucht Wege, wer nicht, sucht Begründungen!
Referent: Torsten Einstmann, Leiter des Interministeriellen Arbeitsstabes bei dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS IV
Veranstalter: Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit "FISS - Forum für inklusive Strukturen an Schulen" und mit "elwela. gemeinsam leben - gemeinsam lernen Augsburg und Schwaben e. V."
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Pius Thoma, c/o Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik, Universität Augsburg, 86135 Augsburg, T 0821/598-5602, pius.thoma@phil.uni-augsburg.de, http://www.fiss-inklusion.de
Erläuterungen: Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung wird allzu oft über die Köpfe der Betroffenen hinweg diskutiert. Diese Vortragsreihe will die Perspektive erweitern: weg von einer Haltung der Fürsorge und Wohltätigkeit - und dadurch oft Entmündigung - und hin zu einer tatsächlich inklusiven Sicht, die Menschen mit Behinderung als Subjekt des eigenen Lebens anerkennt. Nicht der traditionelle Defizit-Ansatz, der Behinderung weitgehend als Phänomen der Begrenztheit, der Abhängigkeit und der Insuffizienz wahrnimmt, darf die inklusive Entwicklung leiten. Vielmehr soll die Anerkennung von Behinderung als mögliche "Facette des Lebens" mit vielerlei Potenzialen das neue Menschenbild prägen. Daraus wiederum können wichtige Impulse für eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft erwachsen. Die für diese Vortragsreihe ausgewählten Referentinnen und Referenten vermögen diese veränderte Perspektive aus eigener Betroffenheit bzw. aus der Erfahrung ihrer Aufgaben zu eröffnen und sie näher zu bringen.
Samstag, 16. Juni 2012
11.00 Uhr
KINDERUNIVERSITÄT AUGSBURG
Thema: Was treibt uns wann, wie und warum an? Wie Motivation funktioniert
Referent: Prof. Dr. Markus Dresel, Lehrstuhl für Psychologie
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS I (mit Übertragung für erwachsene Begleitpersonen in den HS II)
Veranstalter: Prof. Dr. Martin Kaufhold, Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Reif und Prof. Dr. Gregor Weber in Verbindung mit der Pressestelle
Kontakt und weitere Informationen: Klaus P. Prem, Pressestelle der Universität Augsburg, T 0821/598-2094, prem@presse.uni-augsburg.de, http://www.kinderuni-augsburg.de
Erläuterungen: Was die Kinder in seiner Vorlesung erwartet, beschreibt Professor Dresel folgendermaßen: "Die Kindervorlesung gibt einen Einblick in Erkenntnisse und Modellvorstellungen der modernen Psychologie zur menschlichen Motivation. Dabei nehmen wir verschiedene Bereiche des menschlichen Handelns und verschiedene Motivationssysteme in den Blick. Ein wichtiges Ergebnis wird sein, dass die Motivation stark durch die Wahrnehmung der eigenen Person und der Umwelt beeinflusst ist." - Die letzte Kindervorlesungen des Sommersemesters 2012 findet am 7. Juli statt.
Montag, 18. Juni 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Zerschneidung von Wildtierlebensräumen und Die großen 4: Bär, Wolf, Luchs - und der Mensch
Referent: Manfred Wölfl
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 25. Juni sowie 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 21. Juni 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Lech digital: Erlebbarer Landschaftswandel
Referentin: Prof. Dr. Sabine Timpf
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 28. Juni sowie 5. 12. und 19. Juli 2012.
Montag, 25. Juni 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Flüsse und Bäche: Lebensadern der Landschaft
Referent: Dr. Thomas Henschel
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 2., 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 28. Juni 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Der Lech in der Literatur des Mittelalters.
Referent: Prof. Dr. Freimut Löser
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 5., 12. und 19. Juli 2012.
Montag, 2. Juli 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Natur als Bedrohung: Wald und Lawinen
Referent: Dr. Bernhard Zenke
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 9. und 16. Juli 2012
Donnerstag, 5. Juli 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Der Lech als Cyborg und als Wildfluss
Referenten: Dr. Jens Soentgen und Dr. Stefan Lindl
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Weitere Vorträge in dieser Reihe: 12. und 19. Juli 2012.
Mittwoch, 6. Juli 2011
15.00 Uhr
MEIN AUGSBURG - VIPS ZEIGEN IHRE STADT
Thema: Kunst, Natur und Kultur auf dem Campus - und warum er zu den schönsten in Deutschland zählt. Eine Campusführung mit Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel
Ort: Treffpunkt ist dei Straßenbahnhaltestelle "Universität" der Linie 3.
Veranstalter: Volkshochschule Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Iris Hafner, VHS Augsburg, T 0821/5026534, iris.hafner@vhs-augsburg.de
Erläuterungen: Die Führung dauert ca. 90 Minuten. Anmeldung bei der VHS ist erforderlich.
Samstag, 7. Juli 2012
11.00 Uhr
KINDERUNIVERSITÄT AUGSBURG
Thema: Was lernen die kleinen Bäume in der Baumschule? - oder: Warum der Tannenzapfen schief ist
Referent: Prof. Dr. Jost-Hinrich Eschenburg, Mathematik
Ort: Großes Hörsaalzentrum (Gebäude C), Universitätsstraße 10, HS I (mit Übertragung für erwachsene Begleitpersonen in den HS II)
Veranstalter: Prof. Dr. Martin Kaufhold, Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Reif und Prof. Dr. Gregor Weber in Verbindung mit der Pressestelle
Kontakt und weitere Informationen: Klaus P. Prem, Pressestelle der Universität Augsburg, T 0821/598-2094, prem@presse.uni-augsburg.de, http://www.kinderuni-augsburg.de
Erläuterungen: Was die Kinder in seiner Vorlesung erwartet, beschreibt Professor Eschenburg folgendermaßen: "Die Augsburger Zirbelnuss ist bekanntlich schön symmetrisch; im Spiegel sieht sie genauso aus wie in Wirklichkeit. Aber die Fichten- und Kiefernzapfen, die im Wald herumliegen, sind alle ein bisschen schief! Wer hat Recht, die Kunst oder die Natur? Ich möchte zeigen, dass die Natur eine sehr gute Idee hatte, als sie beschloss, die Tannenzapfen schief zu bauen. Ich denke, das bringt sie den kleinen Tannen schon in der Baumschule bei! Dahinter steckt eine geheimnisvollen Zahl, die in Natur und Kunst eine wichtige Rolle spielt: der Goldene Schnitt."
Montag, 9. Juli 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Programm:
Gerhard Gabel: Landschaftsrahmenplanung: Entwicklung von Natur und Landschaft auf regionaler Ebene
Joachim Nittka: Indikatoren zur Umweltbewertung
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an. - Letzter Termin: 16. Juli 2012
Donnerstag, 12. Juli 2012
18.15 Uhr
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Energiewende und Flussrevitalisierung: Die Zukunft des Lechs im Spannungsfeld von Umweltschutz und Naturschutz
Referent: Dr. Thomas Henschel (Bayerisches Landesamt für Umwelt)
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen. - Letzter Termin: 19. Juli 2012.
Freitag, 13. Juli 2012
11.00 Uhr
AKADEMISCHE JAHRESFEIER
Thema: Die Universität Augsburg feiert den Abschluss des Akademischen Jahres 2011/12
Veranstalter: Die Präsidentin der Universität Augsburg
Erläuterungen: Näheres wird noch bekanntgegeben.
Montag, 16. Juli 2012
14.00 Uhr
VORTRAGSREIHE "UMWELTSCHUTZ HEUTE - TEIL III: NATUR, LANDSCHAFT UND MENSCH"
Thema: Therapeutische Landschaften: Integration von Natur- und Gesundheitsschutz
Referent: Dr. Joachim Rathmann (Universität Augsburg)
Ort: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160, 86179 Augsburg
Veranstalter: Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Universität Augsburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Katharina Stroh, LfU, T 0821/9071-5257, katharina.stroh@lfu.bayern.de oder Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-3560, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Natur, Landschaft und Mensch sind untrennbar verbunden: Die Moorentwässerung war für viele Generationen eine entscheidende Kulturleistung, Flussbegradigungen und andere Umgestaltungen prägen ganze Regionen. Einerseits leben wir von der Nutzung der Landschaft und die althergebrachte Naturnutzung hat sehr artenreiche Ökosysteme geschaffen. Andererseits verschlechtern manche Eingriffe die Lebensgrundlage vieler Arten und bei Naturkatastrophen kann auch der Mensch selbst zu Schaden kommen. Nicht zuletzt sind schöne Landschaften Labsal für Stressgeplagte und können auch bei Krankheiten heilsam wirken. Wie gehen wir damit um? Über die Schönheit blumenreicher Almen und unkanalisierter Flüsse freuen sich alle. Die meisten akzeptieren auch, dass der Erhalt der biologischen Vielfalt ein wichtiges Ziel ist. Aber: Wie viel investieren wir in den Erhalt einer Landschaft, eines Ökosystems, einer Art? Welche Natur schützen wir? Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Die Vorträge regen zur Diskussion dieser und weiterer Fragen an.
Donnerstag, 19. Juli 2012
RINGVORLESUNG "DER LECH - GESCHICHTE UND ZUKUNFT"
Thema: Exkursion zum Lech und zu den Lechheiden bei Augsburg
Referenten: Dr. Eberhard Pfeuffer und Dipl.-Geogr. Marco Mariani
Ort: Hörsaalzentrum Physik (Gebäude T), Universitätsstraße 1, HS 1004
Veranstalter: Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU)
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Jens Soentgen, WZU, T 0821/598-, soentgen@wzu.uni-augsburg.de
Erläuterungen: Dem Lech verdankt Augsburg vieles: Die günstige Lage am Zusammenfluss von Lech und Wertach hat die Römer zur Stadtgründung motiviert; die Wasserstraße und die Kraft der Wassermassen förderten früh und entscheidend das Handwerk, später die Industrie. Der Reichtum der Handelsstadt, der Gewerbestadt und schließlich der Industriestadt Augsburg ist ohne den Lech nicht denkbar. - Auch der Freistaat Bayern hat dem Lech manches zu verdanken. Ab den 1940er Jahren, intensiviert dann in der Nachkriegszeit, wurde der zuvor nur mäßig verdämmte Fluss auf der deutschen Seite systematisch ausgebaut, und zwar fast lückenlos. Das Ziel: Die Errichtung eines von Füssen bis Augsburg sich erstreckenden Kraftwerksystems, das die Gewinnung hochpreisigen Spitzenstroms ermöglicht. Die ungezählten Gigawattstunden, die der Lech seitdem der bayerischen Wirtschaft und später der Strombörse lieferte, haben maßgeblich zum Wandel Bayerns vom strukturschwachen Agrarstaat zum prosperierenden Industriestandort beigetragen. - Der Fluss selbst in seiner ursprünglichen Dynamik und seinem biologischen Reichtum gingen dabei weitgehend unter. Der Wildfluss wurde begradigt, eingeengt, zwischen Dämme gezwängt, die ihn begleitenden Heiden wurden bis auf wenige Restbestände aufgeforstet oder unter den Pflug genommen. Nahezu jeder Kubikmeter fließenden Lechwassers, jeder Quadratmeter Ufersaum ist heute genutzt und dient menschlichen Interessen. Die nichtmenschlichen Bewohner und Anwohner des Wildflusses, die Ureinwohner des Lechs also, sind auf bayerischer Seite weitgehend ausgebürgert. Die Wasserkraftwerke hindern die Flussfische am Wandern, die Fische werden von den Turbinen und Rechen verletzt. Die intensive Bewirtschaftung und der sogenannte Schwellbetrieb machen den eigentlichen Flussfischen das Überleben und die Reproduktion im Lech fast unmöglich. - Mit der Energiewende nimmt der Druck auf den Lech wieder zu. Zugleich wächst der Widerstand - sollen noch die letzten Refugien dem sogenannten CO2-freien Strom geopfert werden? Der Lech ist ein Modell für einen Fluss in Zeiten der erneuerbaren Energien: Er stellt uns vor Alternativen, die sich kaum versöhnen lassen: Geben wir dem Naturschutz den Vorrang oder dem Ausbau der erneuerbaren Energien? Für beides gibt es gute Gründe. - Am Lech lassen sich heute beide Optionen in Reinkultur besichtigen, dies macht ihn unter allen Flüssen einzigartig. Er ist ein halbierter Fluss. Auf der Seite Bayerns finden wir eine komplett ausgeräumte, verdämmte und für Zwecke der Energiewirtschaft optimierte Flusslandschaft. Genau das Gegenteil finden wir am österreichischen Oberlauf: Denn auf der Tiroler Seite hat man sich für Naturschutz, Landschaft und Ökotourismus entschieden - hier wurde 2004 der Naturpark Tiroler Lech gegründet, bestehende Flussverbauungen werden aufgelöst. Hochwasserrisiken sind dadurch übrigens nicht gestiegen. - Ausgehend von der Geschichte fragt die Vorlesung nach der Zukunft des Lechs, nach möglichen Kompromissen zwischen Energieerzeugung und Bewahrung des biologischen Erbes und der landschaftlichen und biohistorischen Vielfalt. Die Vorträge beleuchten den Lech aus der Perspektive verschiedener Disziplinen und erhellen seine Geschichte durch den Vergleich mit anderen Flussgeschichten. Warum fand zum Beispiel die Isar schon im 19. Jahrhundert Verteidiger, die ihre Schönheit als Wildfluss mit beträchtlichem Erfolg zu bewahren suchten? Warum setzten sich dagegen am bayerisch-schwäbischen Lech die Interessen der Energiewirtschaft durch? Die Ringvorlesung will dazu beitragen, das Bewusstsein für den Fluss in der Stadt, die ihm ihr Dasein und einen großen Teil ihres Wohlstands verdankt, zu stärken. Sie ist für alle Interessierten offen.
Sonntag, 16. September 2012 bis zum Mittwoch, 19. September 2012
WISSENSCHAFTLICHE TAGUNG
Thema: 19. Symposium Deutschdidaktik: Sprachlich-literarische Vielfalt wahrnehmen, aufgreifen, fördern
Ort: Universität Augsburg
Veranstalter: Prof. Dr. Klaus Maiwald, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, für das Symposium Deutschdidaktik e. V.
Erläuterungen: http://idw-online.de/pages/de/news458992, http://www.uni-augsburg.de/tagungen/sdd_2012, http://www.symposion-deutschdidaktik.de
Freitag, 16. November 2012
14.00 Uhr
ZENTRALE PROMOTIONSFEIER
Thema: Die Universität Augsburg verabschiedet die im Akademischen Jahr 2011/12 Promovierten.
Veranstalter: Die Präsidentin der Universität Augsburg
Erläuterungen: Näheres wird noch bekanntgegeben.
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