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UPD 16/13 - 25.01.2013                                 Meldung als pdf

Grenzüberschreitende Perspektiven und gemeinsame Erinnerungsräume

Präsentation der Neuerscheinung "Erinnerungskultur und Lebensläufe. Vertriebene zwischen Bayern und Böhmen im 20. Jahrhundert " am 31. Januar 2013 im Rokokosaal der Regierung von Schwaben


Augsburg/VV/KPP - Für den 31. Januar 2013 lädt der Bezirk Schwaben zur Vorstellung des soeben im Volk Verlag, München, erschienenen Bandes "Erinnerungskultur und Lebensläufe. Vertriebene zwischen Bayern und Böhmen im 20. Jahrhundert" in den Rokokosaal der Regierung von Schwaben ein. In 21 Beiträgen, von denen zehn von Studierenden und drei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Augsburg stammen, präsentiert das Buch die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Augsburger Lehrstuhls für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte über "Sudetendeutsche Vertriebene in Bayern", die ein neues Licht auf ein Kapitel bayerischer Geschichte werfen, das bis in die Gegenwart reicht.

Die Erinnerung an die Vertreibung der Sudetendeutschen nach 1945, an ihre Ankunft in der neuen Heimat und an den langen Prozess der Integration wird getragen von den Menschen, die damals ganz neu beginnen mussten: Ihre Lebensläufe, ihre sozialen Netzwerke und ihre Traditionen prägen eine Erinnerungskultur, die nicht nur in das Familiengedächtnis, sondern auch in die öffentliche Wahrnehmung Eingang gefunden hat.

Aber wie verändern sich die Erinnerungen? Wie erleben die Enkel den Bruch in ihrer Familiengeschichte? Wie erinnern sich die Tschechen an die "deutsche" Vergangenheit ihrer Wohnorte? Zwischen dem Aufnahmeland Bayern und den mittlerweile tiefgreifend veränderten Kulturlandschaften Böhmens und Mährens entstehen Erinnerungsräume, an denen die ehemaligen wie die heutigen Bewohner teilhaben.

Die in dem Sammelband "Erinnerungskultur und Lebensläufe. Vertriebene zwischen Bayern und Böhmen im 20. Jahrhundert" dokumentierten Ergebnisse des Interview- und Forschungsprojekts "Sudetendeutsche Vertriebene in Bayern", das in den letzten Jahren am landeshistorischen Lehrstuhl der Universität Augsburg bearbeitet wurde, werfen ein neues Licht auf ein Kapitel bayerischer Geschichte, das bis in die Gegenwart reicht. Die Herausgeber - Prof. Dr. Marita Krauss, die Inhaberin des Augsburger Lehrstuhls für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte, ihre ehemalige Mitarbeiterin Prof. Dr. Sarah Scholl-Schneider (inzwischen Juniorprofessorin an der Universität Mainz) und Dr. Peter Fassl, Bezirksheimatpfleger des Bezirks Schwaben - sowie ein Team teils arrivierter, teils studentischer Autorinnen und Autoren befragten Zeitzeugen und deren Familien oder begaben sich auf Spurensuche in tschechischen und deutschen Archiven und dokumentieren nun in ihrem Buch einen der prägendsten Migrationsprozesse der europäischen Nachkriegsgeschichte aus neuer Perspektive. Private Fotografien und ihre Geschichten bieten ebenfalls ungewöhnliche Zugänge.

Am 31. Januar 2013 um 19.00 Uhr im Rokokosaal der Regierung von Schwaben

Alle Interessierten sind vom Betirk Schwaben herzlich eingeladen zur Vorstellung dieses neuen Buches, die am 31. Januar 2013 um 19.00 Uhr im Rokokosaal der Regierung von Schwaben (Fronhof 10, 86152 Augsburg) beginnt.

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Marita Krauss, Sarah Scholl-Schneider, Peter Fassl (Hrsg.), Erinnerungskultur und Lebensläufe. Vertriebene zwischen Bayern und Böhmen im 20. Jahrhundert – grenzüberschreitende Perspektiven, Volk Verlag, München 2013, 376 Seiten, Hardcover, zahlreiche Abbildungen, 24,90 Euro, ISBN 978-3-937200-99-6

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Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Marita Krauss

Telefon 0821/598-5643

marita.krauss@phil.uni-augsburg.de