Suche

UPD 19/13 - 31.01.2013                                 Meldung als pdf

Politik muss jetzt handeln

Stellungnahme der Leitung der Universität Augsburg zum Ausgang des Volksbegehrens gegen Studiengebühren


Augsburg - Zum Ausgang des Volksbegehrens gegen Studiengebühren in Bayern nimmt die Leitung der Universität Augsburg wie folgt Stellung:

Der nun zu erwartende Wegfall der Studienbeiträge ruft die Politik zum Handeln auf. An der Universität Augsburg haben die Studienbeiträge zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung der Studienbedingungen geführt – nicht zuletzt ein wichtiges Argument für die Wettbewerbsfähigkeit dieser Universität.

Die erreichten Qualitätsstandards in Lehre und Studium dürfen nicht gefährdet werden. Ohne eine möglichst rasche und vollständige Kompensation der Einnahmen aus Studienbeiträgen würden die substantiellen Verbesserungen rückgängig gemacht werden, die ausschließlich der Ausbildung der Studierenden zugutekommen. Zahlreiche Verträge mit Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern stünden ebenso auf dem Spiel wie Tutorien, erweiterte Serviceangebote, die verbesserte Ausstattung der Bibliothek und verlängerte Öffnungszeiten. Eine Verschlechterung der Betreuungsrelation und eine empfindliche Beeinträchtigung des Lernerfolgs der Studierenden wäre die Folge. Ebenso steht die Weiterbeschäftigung zahlreicher Wissenschaftler und Mitarbeiter in Frage. 288 Mitarbeiter sind derzeit an der Universität Augsburg über Studienbeitragsmittel beschäftigt.

Die Universitätsleitung fordert deshalb die politischen Entscheidungsträger auf, umgehend Planungssicherheit zu schaffen, in welcher Höhe, zu welchem Zeitpunkt und zu welchen Modalitäten die wegfallenden Studienbeiträge kompensiert werden. 

Aus Sicht der Universität Augsburg ist eine möglichst vollständige, dauerhafte und verlässliche Kompensation der Einnahmen aus Studienbeiträgen durch staatliche Mittel unverzichtbar.