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UPD 108/15 - 21.06.2015                                 Meldung als pdf

So eine Art "Abend der angelsächsischen Literatur"

Eine Lesung von Oscar Cásares (Austin), ein Vortrag von Chris Morash (Dublin) und die vorletzte Vorstellung des AnglistenTheaters (Augsburg) in diesem Semester


AnglistentheaterAugsburg/KPP – Am kommenden Dienstag, dem 23. Juni 2015, haben Freundinnen und Freunde der angelsächsichen Literatur an der Universität Augsburg die Qual der Wahl: Ab 18.00 Uhr liest der US-amerikanische Schriftsteller Oscar Cásares aus seinem Werk. Um 18.30 Uhr bereits beginnt dann ein Vortrag des irischen Literaturwissenschaftlers Chris Morash über die Spiegelung des irischen Wirtschaftswunders der späten 1980er Jahre in der Literatur des Landes. Unabhängig davon, wofür man sich entschieden hat: Zur Vorstellung des AnglistenTheaters, die um 20.00 Uhr beginnt, wird man wahrscheinlich noch rechtzeitig kommen können.

Nach der Lesung von Oscar Cásares bzw. dem Vortrag von Chris Morash ist am Abend des 23. Juli zum vorletzten Mal die aktuelle Produktion des AnglistenTheaters zu sehen. Foto (von der Generalprobe): Klaus Satzinger-Viel

Im interkulturellen Spannungsfeld zwischen den USA und Mexiko: Lesung von Oscar Cásares

Der Schriftsteller Oscar Cásares ist Professor und Director of Creative Writing an der University of Texas, Austin. Im Rahmen der neuen Kooperationsbeziehung zwischen der Universität Augsburg und der University of Texas, Austin, unterrichtet er im laufenden Sommersemester als Gast von Prof. Dr. Hubert Zapf am Augsburger Lehrstuhl für Amerikanistik.

Cásares ist durch eine vielbeachtete Sammlung von Kurzgeschichten über die Grenzregion zwischen Texas und Mexiko hervorgetreten, die unter dem Titel "Brownsville" veröffentlicht wurde, sowie durch einen Roman "Amigoland", in dem es - ebenfalls im interkulturellen Spannungsfeld zwischen den USA und Mexiko - um die Themen von Alter, Familie, Identität und Erinnerung geht.  Das Werk von Cásares wurde u. a. mit dem National Endowment for the Arts Fellowship (2006), dem James A. Michener Award, Copernicus Society of America, Iowa Writers' Workshop (2002), dem Dobie Paisano Fellowship, Texas Institute of Letters, University of Texas (2002) ausgezeichnet.

The Fate of Irish Literature after the Celtic Tiger: Vortrag von Chris Morash

Professor Chris Morash ist Mitglied der Royal Irish Academy  und erstmaliger Inhaber der "Seamus Heaney Professorship of Irish Writing" am Trinity College in Dublin. Eingeladen vom Lehrstuhl für Englische Literaturwissenschaft und vom Jakob-Fugger-Zentrum spricht er an der Universität Augsburg über "The Fate of Irish Literature after the Celtic Tiger".

Es geht in diesem Vortrag um die wirtschaftliche und kulturelle Situation Irlands nach dem Wirtschaftswunder der späten 1980er Jahre, das nach dem wirtschaftlichen Boom in den sogenannten "Tiger-Staaten" (z. B. Südkorea, Taiwan, Hong Kong) "Celtic Tiger" genannt wurde. Binnen nur weniger Jahre avancierte Irland damals von einem der ärmsten zu einem der reichsten und globalisiertesten Staaten der Welt. Dieses Wirtschaftswunder hat aber im Verein mit dem lang schwelenden (Nord-)Irland-Konflikt, mit dem Friedensprozess, mit unzähligen Kirchenskandalen sowie mit einer sich sukzessive entwickelnden Emanzipation der Geschlechterverhältnisse und insbesondere mit den Frauenrechten zu zwiespältigen historischen, soziologischen, psychologischen und natürlich ästhetischen Veränderungen und Einschnitten geführt. Der Vortrag zeigt die Spiegelung der Phänomene dieser Entwicklung in der Literatur Irlands.

Zu Morachs Veröffentlichungen zählen "Writing the Irish Famine" (Oxford, 1996), "A History of Irish Theatre 1601-2002" (Cambridge, 2002) und "A History of the Media in Ireland" (Cambridge, 2009) sowie der erst kürzlich erschienene Band "Mapping Irish Theatre: Theories of Space and Place" (zus. mit Shaun Richards; Cambridge, 2013).

Zum vorletzten Mal: Zwei viktorianische Farcen vom AnglistenTheater

Wer will, der kann am Abend des 23. Juni gleich nach der Lesung von Oscar Cásares bzw. nach dem Vortrag von Chris Morash auch noch die vorletzte Vorstellung der aktuellen Produktion des AnglistenTheaters der Universität Augsburg besuchen. Die Truppe gibt diesmal mit John Maddison Morton’s "Box and Cox” und Joseph Stirling Coynes’ "How to Settle Accounts with Your Laundress" (beide 1847) zwei berühmte viktorianische Farcen (siehe http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2015/april-juni/2015_082/). Wem's freilich zuviel bzw. zu hektisch an diesem Dienstagabend werden sollte - kein Problem: Am 24. Juni gibt's auch noch eine - die letzte -Vorstellung.

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Termine und Orte:

  • Oscar Cásares (Austin) liest aus seinem Werk
    23. Juni 2015, 18.00 Uhr
    Universität Augsburg, Zentrum für Kunst- und Musik, Universitätsstraße 26 (Geb. G), Auditorium
    Eintritt: frei
    Veranstalter: Lehrstuhl für Amerikanistik
  •  "The Fate of Irish Literature after the Celtic Tiger" - Vortrag von Prof. Chris Morash (Dublin)
    23. Juni 2015, 18.30 Uhr
    Universität Augsburg, Phil.-Hist. Fakultät, Universitätsstraße 10 (Gebäude D), HS 2006
    Eintritt: frei
    Veranstalter: Lehrstuhl für Englische Literaturwissenschaft und Jakob-Fugger-Zentrum
  • “Box and Cox” und “How to Settle Accounts with Your Laundress” - zwei berühmte viktorianische Farcen, gespielt vom AnglistenTheater der Universität Augsburg
    23. Juni 2015, 20.00 Uhr
    Universität Augsburg, Großes Hörsaalzentrum, Universitätsstraße 10 (Gebäude C), HS II
    Eintritt: 8,-/5,- Euro, Karten an der Abendkasse
    Veranstalter: AnglistenTheater der Universität Augsburg

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Pressefotos zum Download:

Anglistentheater

Nach der Lesung von Oscar Cásares bzw. dem Vortrag von Chris Morash ist am Abend des 23. Juli zum vorletzten Mal die aktuelle Produktion des AnglistenTheaters zu sehen. Foto (von der Generalprobe): Klaus Satzinger-Viel



Casares-Morash


Oscar Cásares (links) und Chris Morash. Fotos: privat