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UPD 13/16 - 01.02.2016                                 Meldung als pdf

Die mittelalterliche Globalisierung. Wandlungen und Umbrüche in Augsburg und Europa.

Bereits im Mittelalter waren für die Menschen in Europa die Auswirkungen der Globalisierung spürbar. Ein Vortrag des Augsburger Historikers Martin Kaufhold im Fugger und Welser Erlebnismuseum.


Augsburg/TS/MH – Prof. Dr. Martin Kaufhold vom Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Augsburg spricht am 2. Februar 2016 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) zum Thema „Die mittelalterliche Globalisierung. Wandlungen und Umbrüche in Augsburg und Europa“. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Stadtgeschichte(n): Von der Kontinuität des Wandels in Augsburg“, die das Jakob-Fugger-Zentrum und das Fugger und Welser Erlebnismuseum gemeinsam organisieren. Der Eintritt ist frei, um telefonische Anmeldung beim Museum wird jedoch gebeten.

Wenige Jahre vor der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts wurde Europa von der Ahnung gestreift, dass die bewohnte Welt sehr viel größer war, als bis dahin bekannt. Die Truppen der Erben Dschinghis Khans drangen bis nach Schlesien und Ungarn vor. In den Folgejahrzehnten setzten die Reisen von Missionaren und Kaufleuten wie Marco Polo nach Asien ein. Und hundert Jahre nach den ersten Kontakten war die Verbindung so dicht geworden, dass die tödlichen Erreger der Pest den Menschen in Europa ihre Einbindung in ein globales Schicksal leidvoll demonstrierten. Die Globalisierung griff tief in das Leben der Menschen ein. Gleichzeitig wurde an vielen Schauplätzen ein Wandel sichtbar, der ein Bedürfnis nach Kontrolle und Selbstvergewisserung erkennen lässt. Dabei gibt es manche Parallelen zu unseren Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte. Der Vortrag soll diese dramatischen und alltäglichen Veränderungen vorstellen und versucht, diese Veränderungen als Folge der mittelalterlichen Globalisierung zu erklären.

Prof. Dr. Martin Kaufhold lehrte und forschte in Buenos Aires, Fribourg und Heidelberg, bevor er im Jahr 2003 auf den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg berufen wurde. Sein Forschungsinteresse gilt der Geschichte der politischen Ordnung des spätmittelalterlichen Reiches im europäischen Vergleich, der Entstehungsgeschichte einer europäischen Werteordnung im Mittelalter sowie der Stadtgeschichte Augsburgs.

Bewährte Kooperation: Jakob-Fugger-Zentrum und Fugger und Welser Erlebnismuseum

Nachdem im vergangenen Jahr bereits zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer zur Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ ins Fugger und Welser Erlebnismuseum gekommen waren, bietet das Jakob-Fugger-Zentrum die Reihe im laufenden Wintersemester 2015/16 erneut an. Unter dem Titel „Stadtgeschichte(n): Von der Kontinuität des Wandels in Augsburg“ geht es in diesem Semester an drei Abenden um Wandel- und Umbruchprozesse in Augsburg und Bayerisch-Schwaben. Auch dieses Mal steht die Vortragsreihe in engem Bezug zu den Themen, denen sich das Fugger und Welser Erlebnismuseum widmet. Das Museum, das die Geschichte der beiden berühmten Augsburger Handelshäuser innovativ und multimedial erzählt, möchte ein lebendiger Ort sein, an dem auch aktuelle Aspekte von Wirtschaft, Globalisierung, Religion und Ethik im Kontext von Geschichte, Gegenwart und Zukunft erörtert werden – ein idealer Vortragsort für die Reihe „Stadtgeschichte(n)“ des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg.

Das Jakob-Fugger-Zentrum fördert und stärkt als zentrales Forschungsinstitut die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Augsburg und widmet sich zentralen Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer global vernetzten Gesellschaft. Gleichzeitig sucht das Zentrum den engen Kontakt zur Augsburger Stadtgesellschaft. Mit der Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ stellt das Jakob-Fugger-Zentrum spannende Ergebnisse seiner Forschungen vor und ermöglicht den Dialog mit Augsburger Bürgerinnen und Bürgern.

Zum Vortrag „Die mittelalterliche Globalisierung. Wandlungen und Umbrüche in Augsburg und Europa“ von Prof. Dr. Martin Kaufhold am 2. Februar 2016 um 18:30 Uhr im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengäßchen 23, 86152 Augsburg) sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Anmeldung unter Tel. 0821/45097821 gebeten, da der Platz begrenzt ist. Am Abend können nur noch Restplätze vergeben werden.

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Ansprechpartner:

Dr. Tilman Schröder
Jakob-Fugger-Zentrum
Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-5924
tilman.schroeder@praesidium.uni-augsburg.de

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