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UPD 38/18 - 19.04.2018                                 Meldung als pdf

Borders in the Age of Networks:

Achille Mbembe in Augsburg

Einer der wichtigsten Theoretiker des Postkolonialismus kommt als Gastdozent ans Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg / Drei öffentliche Veranstaltungen und ein Workshop für Studierende in der zweiten und dritten Maiwoche


Foto MbmbeAugsburg/AR/KPP – Er gilt als einer der weltweit wichtigsten Vordenker des Postkolonialismus, sein erst im vergangenen Jahr in deutscher Übersetzung erschienenes Buch „Politik der Feindschaft“ hat auch hierzulande die Aufmerksamkeit erneut auf ihn gelenkt: auf den in Südafrika lebenden Historiker, Politikwissenschaftler und Philosophen Prof. Dr. Achille Mbembe. Im Mai 2018 ist er Gastdozent am Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg. Zu drei öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen dieser Gastdozentur am 6., 9. und 16. Mai an der Universität sowie im Rokokosaal und in der Stadtbücherei ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Bild: Prof. Dr. Achille Mbembe ist der mittlerweile vierte prominente Inhaber der Internationalen Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg. © A. Mbembe

Sowohl in den drei öffentlichen Veranstaltungen – zwei Vorträgen und in einem Podiumsgespräch mit der Literaturkritikerin und Kulturjournalistin Claudia Kramatschek – als auch in einem fortgeschrittenen Studierenden vorbehaltenen Workshop wird es um die Frage gehen, welche Bedeutung Grenzen im Zeitalter der Netzwerke zukommt. Mbembe widmet sich dem Problem, wem in der Welt der Netzwerke Mobilität möglich ist und wem sie aus welchen Gründen verwehrt bleibt. Er setzt sich mit den Implikationen der Vorstellung von einer grenzenlosen Welt auseinander und diskutiert die Schwierigkeiten und Potenziale einer Dekolonialisierung des Wissens. Im Podiumsgespräch mit Claudia Kramatschek stellt er sich Fragen zu seinen Werken „Kritik der schwarzen Vernunft. Das rassistische Denken des globalen Kapitalismus“ (2014), „Ausgang aus der langen Nacht – Versuch über ein entkolonisiertes Afrika" (2016) und „Politik der Feindschaft. Die obsessive Suche nach einem Feind“ (2017).

Der 60-jährige gebürtige Kameruner hat derzeit eine Forschungsprofessur für Geschichte und Politik am Witwatersrand Institute for Social and Economic Research (WISER) der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika, inne. Von seinen zahlreichen, in viele Sprachen übersetzten Büchern, in denen er sich mit historischen und politischen Themen sowie mit Kritischer Theorie und Ästhetik auseinandersetzt, ist neben den oben bereits genannten auch "Postkolonie. Zur politischen Vorstellungskraft im zeitgenössischen Afrika" in deutscher Übersetzung erschienen (2016). Mbembe ist Mitglied der Amerikanischen Academy of Arts and Sciences. Er ist auch darüber hinaus vielfach ausgezeichnet worden, so u. a. 2015 mit dem gemeinsam vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stadt München vergebenen Geschwister-Scholl-Preis für „Kritik der schwarzen Vernunft“ – ein Buch, "das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben“.

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Öffentliche Veranstaltungen mit Achille Mbembe

Montag, 7. Mai 2018, 18.00 Uhr
“Borders in a World of Networks: Who Can Move, Who Can’t and Why?”
Vortrag von Achille Mbembe in englischer Sprache (mit anschließendem kleinem Empfang)
Universität Augsburg, Juristische Fakultät, Universitätsstraße 24 (Geb. H), HS 1009 

Mittwoch, 9. Mai 2018, 18.00 Uhr
“The Idea of a Borderless World”
Vortrag von Achille Mbembe in englischer Sprache
Rokoko-Saal der Regierung von Schwaben, Fronhof 10, 86152 Augsburg 

Mittwoch, 16. Mai 2018, 18.00 Uhr
Achille Mbembe im Gespräch mit Claudia Kramatschek
(Podiumsgespräch in deutscher Sprache, englische Beiträge werden übersetzt)
Stadtbücherei Augsburg, Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg

Die beiden Vorträge finden in englischer Sprache statt, das Podiumsgespräch (mit Übersetzung englischer  Beiträge) in deutscher Sprache. Der Eintritt ist jeweils frei. Um Anmeldung unter http://www.jfz.uni-augsburg.de wird gebeten.

Workshop mit Achille Mbembe

Dienstag, 15. Mai 2018, 14.00-17.00 Uhr
Decolonizing Knowledge
Workshop mit Achille Mbembe für Master- und Promotionsstudierende in englischer Sprache
Universität Augsburg, Universitätsstraße 10 (Geb. D) Raum 2056 

Anmeldung unter http://www.jfz.uni-augsburg.de ist erforderlich.

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Die Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum

... bietet Studierenden und Lehrenden der Universität Augsburg sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, international ausgewiesene Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst in Augsburg zu erleben. Mit Vorträgen, Seminaren und Debatten zu zentralen Fragen unserer Zeit fördert die Internationale Gastdozentur den Austausch zwischen den Dozentinnen und Dozenten, der Universität Augsburg und der Stadtgesellschaft. Die Internationale Gastdozentur ist eine gemeinsame Initiative der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten und des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg.

Mit Achille Mbembe, der auf Einladung der Katholisch-Theologischen Fakultät Gast am JFZ ist, wird die Internationale Gastdozentur bereits zum vierten Mal seit ihrer Einrichtung besetzt. Ihre bisherigen Inhaber waren der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor, der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide und die iranisch-kanadische Soziologin Haideh Moghissi.

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Ansprechpartnerin:

Dr. Andrea Rehling
Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg
Telefon +49(0)821/598-5924
andrea.rehling@praesidium.uni-augsburg.de

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Pressebild zum Download:

Foto MbmbeProf. Dr. Achille Mbembe ist der mittlerweile vierte prominente Inhaber der Internationalen Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg. © A. Mbembe