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UPD 50/18 - 07.05.2018                                 Meldung als pdf

Spielend gesund werden?

Möglichkeiten und Grenzen einer Gesundheitsförderung durch Computer- und Videospiele. Eine Veranstaltung des ZIG im Rahmen des bayernweiten Kulturfestivals kunst&gesund.


Augsburg/MB/AV/MH – Das Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) an der Universität Augsburg hat in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Königsbrunn die Veranstaltung „spielend gesund?! – Health Games, Serious Games und Exergames als Möglichkeiten der Gesundheitsförderung“ konzipiert, welche Teil des bayernweiten Kulturfestivals „kunst&gesund“ ist. Die am 17. Mai 2018 im Königsbrunner Jugendzentrum „Die MatriX“ stattfindende Veranstaltung thematisiert Möglichkeiten und Grenzen einer Gesundheitsförderung durch Computer- und Videospiele. Eingeladen sind alle Interessierten ab 15 Jahren.

Der Augsburger Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Jeffrey Wimmer, der als ZIG-Mitglied maßgeblich in die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung eingebunden ist, erklärt hierzu: „Ich freue mich sehr darüber, die Ergebnisse meiner Forschungsarbeiten zu diesem spannenden und praxisrelevanten Themenbereich im Rahmen von kunst&gesund in Königsbrunn einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis intensiv darüber zu diskutieren.“

Mittlerweile sind Videospiele ein allgemein anerkanntes Kulturgut und sie werden von einem großen Teil der Bevölkerung regelmäßig genutzt. Doch Videospiele dienen gegenwärtig nicht mehr nur allein der Unterhaltung, sondern sie zielen in vielen Kontexten und Anwendungsfeldern primär darauf ab, Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Nutzerinnen und Nutzern zu fördern. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen: durch spielerisch vermittelte Information und Aufklärung über bestimmte Krankheiten, durch spielerisches Erlernen gesunder Verhaltensweisen, durch spielerisch beratende Motivation zu Training und Bewegung – oder ganz einfach durch die gezielte Ablenkung von Schmerzen oder anderen Nebenwirkungen bei bestimmten Behandlungsmethoden durch entsprechende Spiele.

Gesundheitsförderung durch Computer- und Videospiele betrifft demnach nicht nur Personen mit bestimmten Symptomen, Beschwerden oder Erkrankungen, sondern zunehmend auch die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit, denn die Möglichkeiten zur Prävention, Therapie, Rehabilitation und Diagnose schließen immer weitere Anwendungsbereiche ein. Gesundheit wird dabei in Abhängigkeit von der jeweiligen Zielsetzung in ihren physischen, psychischen, kognitiven oder sozialen Aspekten adressiert.

Daher werden im Bereich gesundheitsförderlicher Computerspiele auch mindestens drei zentrale Kategorien voneinander unterschieden: Health Games mit ganz konkretem Bezug zu Gesundheitsförderung oder Krankheitsprävention, Serious Games, die pädagogische oder didaktische Elemente mit spielerischen Konzepten verbinden, und Exergames, die körperliche Aktivität als zentrales Steuerungselement in das Spielkonzept integrieren und deshalb auch als Form von Training betrachtet werden.

Die Veranstaltung befasst sich in diesem Sinne mit Bedingungen, Effekten, Potentialen, Grenzen und unterschiedlichen Formen einer Gesundheitsförderung durch Computer- und Videospiele. Ein in die Thematik einführender Vortrag von Wimmer wird mit einer Podiumsdiskussion ergänzt, an der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis teilnehmen. Außerdem wird die Möglichkeit bestehen, die thematisierte Spielegattung selbst einmal auszuprobieren und hautnah zu erleben. Das Medienlabor der Universität Augsburg stellt hierfür entsprechende Spielekonsolen und eine Virtual Reality-Ausrüstung zur Verfügung, um einen nachvollziehbaren Bezug zur Praxis herzustellen.

Die Veranstaltung ist Teil des bayernweiten Kulturfestivals kunst&gesund, das Zusammenhänge zwischen Kunst und Gesundheit in den Fokus rücken möchte. Die Idee für dieses übergeordnete Thema wurde im Vorstand des Stadtkultur Netzwerk Bayern e.V. beschlossen, in dem auch das Kulturbüro der Stadt Königsbrunn durch seine Leiterin Ursula Off-Melcher vertreten ist. Off-Melcher freut sich sehr auf die anstehende Veranstaltung: „Diese Kooperation des Kulturbüros Königsbrunn mit dem ZIG verspricht eine sehr spannende und vielseitige Veranstaltung, die allen Interessierten Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten an der Universität Augsburg bietet und darüber hinaus die beiden Themen Kunst und Gesundheit auf sehr innovative Weise zusammenbringt.“

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Termin:

Donnerstag, 17.05.2018, Beginn 17.00 Uhr, Eintritt frei

Veranstaltungsort:

Jugendzentrum Königsbrunn „Die MatriX“
Alter Postweg 2
86343 Königsbrunn
http://www.diematrix.de/

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Das Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung

Gegründet wurde das ZIG 2014 als zentrale interdisziplinäre Einrichtung an der Universität Augsburg. Das ZIG umfasst derzeit 58 Mitglieder der Universität Augsburg, 6 assoziierte Mitglieder und 7 Einrichtungen der Universität Augsburg. Gemeinsam mit Partnern außerhalb der Universität arbeiten die Forscherinnen und Forscher an zentralen Fragen zu Gesundheit und Krankheit, Medizin und Gesundheitssystem. Unterstützt und begleitet wird der Auf- und Ausbau des Forschungszentrums zudem durch einen hochkarätig besetzten Beirat aus Politik und Gesellschaft.

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Kontakt und weiterführende Informationen zum ZIG:

Dr. Julia von Hayek
Wissenschaftliche Geschäftsführung
Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG)
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon: 0821/598-5490
von-hayek@zig.uni-augsburg.de

www.zig.uni-augsburg.de

Kontakt und weiterführende Informationen zu kunst&gesund:

Kulturbüro der Stadt Königsbrunn
Marktplatz 9
86343 Königsbrunn
Telefon: 08231/606-260
kulturbuero@koenigsbrunn.de

www.koenigsbrunn.de/kultur/einrichtungen/kulturbuero-koenigsbrunn/